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Das Katharinenkloster wurde zwischen 548 und 565 n. Chr. im Auftrag des byzantinischen Kaisers Justinian I. errichtet, um Mönche zu beherbergen, die seit dem 4. Jahrhundert n. Chr. auf der Sinai-Halbinsel lebten. Im Kloster entstand auch die Fatimidenmoschee: Sie wurde 1106 n. Chr., im Jahr 500 nach der Hidschra, während der Herrschaft des Kalifen al-Amir bi-Ahkam Allah erbaut. Geschichte und religiöse Bedeutung sind in Saint Catherine eng miteinander verwoben: Das Gebiet ist für Christentum, Islam und Judentum heilig.

Klostergeschichte und Wege am Mosesberg

Der Mosesweg, arabisch Sikket Sayidna Musa, führt zum Gipfel des Mosesbergs. Zu seinen markanten Wegzeichen gehören zwei Torbögen: das Stephanustor und das Tor des Gesetzes. Auch die Überreste von Kapellen gehören zum Weg. Damit erschließt sich der Aufstieg nicht nur über die Landschaft, sondern auch über seine Bauten und Spuren.

Für den Gipfel gibt es am Mosesberg zwei Hauptrouten. Die steilere Steps of Repentance besteht aus 3.250 in den Fels gehauenen Stufen. Der leichtere Camel Trail verläuft als Schotterweg in Serpentinen. Beide Routen treffen auf die letzten 500 Stufen zum Gipfel. Wer die beiden Wege vergleicht, kann sich an ihrer unterschiedlichen Form orientieren: eine steile Treppe auf der einen, ein gewundener Schotterweg auf der anderen Seite; der Schlussabschnitt ist beiden gemeinsam.

Auch das Schutzgebiet Saint Catherine ist gebirgig und besitzt spirituelle, historische, geologische und biologische Bedeutung. Die Stadt und das Schutzgebiet Saint Catherine liegen auf 1.600 m Höhe über dem Meeresspiegel. Der Mount St Catherine weist einen Anstieg von 2.642 m auf. Seine Besteigung ist anspruchsvoller und richtet sich an erfahrene, körperlich fitte Wanderer.

Schutzgebiete zwischen Riff, Mangroven und Bergen

Im Ras-Mohamed-Nationalpark gibt es ein 8 km langes Korallenriff und einen üppigen Mangrovenwald. Das Schutzgebiet Nabq umfasst mehr als 600 km². Seine Landschaft reicht von Bergen und Sanddünen bis zu dichtem Mangrovenwald und vorgelagerten Riffen. Die Naturmerkmale unterscheiden sich also deutlich: Neben dem Meer und den Riffen stehen hier auch Dünen, Berge und Mangroven im Blick.

Im Wadi Kid zieht eine natürliche Quelle vielfältige Wildtiere an, darunter Nubische Steinböcke, Gazellen und Klippschliefer. Im Schutzgebiet von Taba finden sich seltene Wildtiere und bedeutende Pflanzengemeinschaften. Dort liegen auch die Nawamis, eine kulturelle und archäologische Stätte. Eine andere Seite des Naturerlebens zeigt das Schutzgebiet Abu Galum: Es verfügt über international bekannte Tauchplätze, darunter Blue Hole und Three Pools, sowie einzigartige Korallenriffe.

Wandern und Erkundungen planen

Saint Catherine ist ein Ausgangspunkt, um die umliegende Bergkette mit ihren zahlreichen Wegen und Tälern zu erkunden. Wandern gehört dort zu den Möglichkeiten. Auf den Mountain Trails sind eintägige Erkundungen möglich; bei längeren Touren können Übernachtungen im Zelt dazugehören. Für die Trails wird empfohlen, unterwegs traditionellen Beduinentee zu trinken und Geschichten zu hören. Ob sich das bei einer konkreten Exkursion ergibt, hängt von der Unternehmung ab.

Prüfen Sie vor einer Wüstenexkursion oder einem Bergabenteuer auf den Mountain Trails bei einem Reiseveranstalter, Hotel oder lizenzierten Führer, ob die Unternehmung für Besucher geöffnet ist. So können Sie die geplante Erkundung an den tatsächlichen Besuchsbedingungen ausrichten.

Weitere Reiseziele entdecken: Taba, Sharm El-Sheikh, Nuwaiba, Dahab, Ra's Matarma, Qesm Saint Katrin, Saint Catherine, Ras Sedr, El Tor

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ägypten.

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