Das Nationalmuseum von Suez wurde 2014 offiziell für Besucher eröffnet; es ist ein kulturelles und touristisches Wahrzeichen mit Schwerpunkt auf der Geschichte des Suezkanals. Zugleich reicht sein Blick auf die Stadt weiter zurück: Gezeigt werden die Geschichte der Stadt Suez und ihre Altertümer von der Vorgeschichte bis in die Neuzeit.
Nationalmuseum: Stadtgeschichte und Altertümer
Zur Ausstellung gehören die Aushebung des Suezkanals und der von Nekau II. angelegte Kanal der Pharaonen. Außerdem behandelt das Museum Bergbau und Schiffbau. So stehen neben der Geschichte des Kanals auch Themen rund um Handwerk und Bodenschätze auf dem Programm.
Die offene Ausstellungshalle zeigt archäologische Säulen aus griechischer, römischer und islamischer Zeit. Eine Mumifizierungshalle bildet das Innere einer Grabstätte nach; außerdem zeigt das Museum eine Stele des persischen Königs Dareios I. Die verschiedenen Bereiche geben dem Besuch unterschiedliche historische Bezugspunkte, von archäologischen Objekten bis zur nachgebildeten Grabstätte.
Im Museumsgarten steht eine moderne Replik eines Schiffs aus der Regierungszeit Hatschepsuts im Neuen Reich, 18. Dynastie. Es handelt sich um einen Schiffstyp, den sie für Handelsfahrten in ferne Länder einsetzen ließ. Das Modell ergänzt die Themen des Museums um die Geschichte der Schifffahrt und des Handels.
Historische Orte in Suez
Der Französische Garten gilt als eines der ältesten Wahrzeichen von Suez. Angelegt wurde er bei der Eröffnung des Suezkanals. Seine Entstehung ist damit unmittelbar mit einem wichtigen historischen Bezugspunkt der Stadt verbunden.
In Port Tawfiq steht ein steinerner Obelisk mit einer englischen Widmung an indische Offiziere und Soldaten, die während des Sinai- und Palästinafeldzugs im Ersten Weltkrieg getötet wurden. Der Ort ergänzt die Museums- und Stadtgeschichte um ein konkretes Gedenken an die damaligen Ereignisse.
Im übergeordneten Reiseziel Suez
Auf Ebene des Gouvernements Suez erweitert sich der geografische Rahmen: Das Gouvernement liegt am südlichen Eingang des Suezkanals und nordwestlich des Golfs von Suez. Historisch war Suez Ausgangspunkt der ägyptischen Pilgerkarawane in den Hedschas und eine wichtige Station auf der Pilgerroute zwischen Ägypten, Nordafrika und dem Hedschas.
An der Port-Tawfik-Promenade beobachten Besucher und Einheimische Schiffe, darunter große Schiffe, die den Suezkanal passieren. Schiffsbewegungen und Sichtbedingungen variieren; planen Sie die Beobachtung daher als möglichen, nicht feststehenden Teil Ihres Aufenthalts.
Auch Natur- und Aktivitätsthemen gehören zum Gouvernement. Der Ataka-Berg gilt dort als Ressource des Ökotourismus; auch warme Quellen zählen zu diesen Ressourcen. Bergsteigen wird im Gouvernement als Aktivität des Safaritourismus eingeordnet, unter anderem an den Bergen Ataka und Dschalala.
Ain Sokhna verfügt über zwei natürliche Quellen mit einer angegebenen Wassertemperatur von 35 °C: Eine liegt am Fuß des Ataka-Berges, die andere auf dem Gelände des Ain-Sokhna-Hotels. Ain Sokhna gilt außerdem als geeigneter Ort zum Angeln, Tauchen, Wasserskifahren, Bergsteigen, Seilbahnfahren, Jagen und für Unterwasserfotografie. Wenn Sie eine dieser Aktivitäten planen, prüfen Sie vorab, ob sie vor Ort tatsächlich verfügbar ist.
Weitere Reiseziele entdecken: Adabiya, Nû, El-Hafair, Esh Shatt
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Suez.