Thermalwasser ist in Escaldes-Engordany nicht nur ein Thema von Caldea: Auch die öffentliche Kunst greift die Bedeutung des Wassers für die Entwicklung der Gemeinde auf. Dazu kommen Sammlungen im CAEE, eine Kirche mit Granitarchitektur und Wege, die zu Orten mit eigener Geschichte führen.
Kunst, Thermalwasser und Ortsgeschichte
Das Escaldes-Engordany Art Centre (CAEE) beherbergt Miniaturen romanischer Kunst sowie eine Skulpturensammlung von Josep Viladomat. Die beiden Sammlungsbereiche setzen unterschiedliche Akzente: Hier steht Kunst im Miniaturformat neben einer Sammlung dreidimensionaler Werke. Das macht das CAEE zu einem eigenständigen Kulturthema neben den Straßen und Bauwerken des Ortes.
Die künstlerische Intervention „El agua y la forma“ von Javier Balmaseda verwandelt die Straßen von Escaldes-Engordany in einen Weg voller Geschichte und Symbolik. Zu diesem Rundgang gehören Brunnen, Rohre, Waschplätze und wellenähnliche Formen. Sie erinnern an die Bedeutung des Thermalwassers für die Entwicklung der Gemeinde. Der Rundgang endet an der Plaça del Madriu bei einem Brunnen aus Badewannen – einem Endpunkt, der das Wasserthema mit einem markanten Kunstwerk verbindet.
Ein anderer Blick auf die Baugeschichte führt zur Kirche Sant Pere Màrtir. Sie stammt aus dem 20. Jahrhundert und ist im neoromanischen Stil erbaut. Ihre Struktur gilt als typisch für die Granitarchitektur; die Fassade schmücken Keramiken und Siebdrucke zu den Seligpreisungen von Sergi Mas. Im historischen Ortszentrum war Escaldes-Engordany früher zwischen Escaldes und Engordany geteilt. Die Pont d’Engordany trennte die beiden Teile. Diese frühere Gliederung bildet einen eigenen historischen Bezugspunkt neben der Kunst im öffentlichen Raum.
Spaziergänge und Wege mit unterschiedlichen Schwerpunkten
Die Ruta de Engordany beginnt an der Plaça de Santa Anna und endet an der Kirche Sant Jaume. Sie verläuft durch Straßen, die den Charakter des historischen Zentrums bewahren, und ist für einen Spaziergang vorgesehen. Ihre Endpunkte geben dem Weg eine klare Richtung: von einem Platz zu einer Kirche, durch Straßen, deren historischer Charakter Teil der Routenbeschreibung ist.
Der Rundweg Itinerari de l’Obaga beginnt im oberen historischen Zentrum von Escaldes-Engordany. Dort ist eine Gruppe traditioneller Borden erhalten. Der Weg führt weiter ins Madriu-Tal. Damit unterscheidet sich sein Startpunkt von der Ruta de Engordany, die an der Plaça de Santa Anna ansetzt und an Sant Jaume endet.
Für Fernwanderungen beginnt die Coronallacs-Route am Tourismusbüro von Escaldes-Engordany. Sie führt über die Pont de la Tosca und gelangt über den GR 7 in das Vall del Madriu-Perafita-Claror. Dieses Tal wurde 2004 in der Kategorie Kulturlandschaft zum UNESCO-Welterbe erklärt. Die Route führt durch mehrere Pfarreien; ihr Start in Escaldes-Engordany ist also der Auftakt zu einem Weg, der über den Ort hinaus weiterführt. Vor dem Aufbruch sollten Sie die örtlichen Bedingungen prüfen.
Caldea und das Thermalwasser
Caldea ist ein Thermalbadekomplex in Escaldes-Engordany. Zu seinen Einrichtungen gehören eine große Innenlagune mit Hydromassagedüsen, Außen- und Panoramalagunen, eine nordische Sauna, ein Hammam sowie römisch-indische Bäder. Einrichtungen und Eintrittsangebote können sich ändern; prüfen Sie daher vor der Reise die aktuellen Angaben des Betreibers.
Das Thermalwasser für Caldea stammt aus natürlichen Quellen in Escaldes-Engordany und tritt mit 65 bis 70 °C aus. Vor dem Eintritt in die Lagunen wird es gefiltert und auf 34 bis 37 °C abgekühlt. Die beiden Temperaturbereiche zeigen den Unterschied zwischen Quellwasser und dem Wasser in den Lagunen. So ergänzen die Thermalwasser-Themen die kulturellen Entdeckungen des Ortes: mit Caldea als Thermalbadekomplex, Kunst im öffentlichen Raum und den historischen Wegen durch Escaldes-Engordany.
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