Der Paseo Ribereño González Gattone gibt Pergamino einen markanten Bezug zum Arroyo: Der naturnahe Weg mit üppiger Begrünung erstreckt sich über 5.500 Meter an beiden Ufern und umfasst drei Fahrzeugbrücken sowie zwei Fußgängerstege. Er wurde speziell für aerobe Bewegung und Rundgänge zu Fuß angelegt. Wer sich für Wege im Freien interessiert, findet hier einen konkreten Gegenpol zu den historischen und kulturellen Rundgängen der Stadt.
Uferweg und Stadtrundgänge
Mit dem Circuito Casco Cívico lässt sich Pergamino aus einer anderen Perspektive betrachten. Dieser selbst geführte Rundgang führt durch die wichtigsten bürgerlichen Gebäude der Stadt. Im Herzen des bürgerlichen Zentrums liegt die Plaza de la Merced, die sich seit 1750 am selben Ort befindet. Gegenüber der Plaza steht die Iglesia Nuestra Señora de la Merced, die Patronatskirche von Pergamino.
Ein weiteres Thema erschließt der Circuito Ferroviario: Er führt durch das wichtigste Eisenbahnviertel von Pergamino und vermittelt die Bedeutung der Eisenbahn für die Entwicklung der Stadt. Die Rundgänge setzen somit unterschiedliche Schwerpunkte – einmal auf die bürgerlichen Gebäude, einmal auf die Geschichte der Eisenbahn. Ihre Themen helfen dabei, die Stadtgeschichte nicht nur an einem einzelnen Ort festzumachen.
Museen und Architektur
Auch das Museo Municipal de Pergamino befindet sich in einem Gebäude mit Eisenbahngeschichte: Es ist im ehemaligen Bahnhof des Ferrocarril Mitre untergebracht, der 1892/94 eröffnet wurde. Im Museum können Besucher einen Teil der Geschichte Pergaminos kennenlernen und wechselnde Ausstellungen lokaler Künstler im Mehrzwecksaal sehen. Da die Ausstellungen wechseln, empfiehlt es sich, vor einem Besuch die aktuellen Informationen zum Programm zu prüfen.
Das Museo Ferroviario setzt einen eigenen Akzent auf das Thema Bahn. Seine technische Bibliothek umfasst verschiedene Objekte und Dokumente aus dem 19. Jahrhundert. Ein anderer architektonischer Bezugspunkt ist die Casa de la Cultura: Sie wurde 1930 erbaut und weist neokoloniale Architektur auf. So stehen in Pergamino unterschiedliche Zugänge zur Stadtgeschichte nebeneinander – über die Eisenbahn, über Sammlungen und über die Baugeschichte.
Zum grünen Stadtbild gehört außerdem der Parque General San Martín. In seinem begrünten Bereich gibt es ein beheiztes Schwimmbecken. Für Informationen zu Verkehr, lokalen Sehenswürdigkeiten, selbst geführten Rundgängen, Veranstaltungen und Aktivitäten bietet das Tourismusportal von Pergamino eine praktische Anlaufstelle für die weitere Planung.
Weitere Perspektiven im Pergamino Partido
Auch das Pergamino Partido bietet eigene Themen für eine weiter gefasste Reiseplanung. Die Radtour „Vuelta al Partido de Pergamino“ führt auf 240 Kilometern durch die meisten Ortschaften des Partido; alternativ ist eine halbe Runde von 120 Kilometern möglich. Der Vergleich macht den Unterschied zwischen der vollständigen Strecke und ihrer kürzeren Variante konkret.
In Mariano Benítez, am Arroyo Cepeda, stehen an einem historischen Ort ein den Schlachten gewidmeter Monolith sowie ein Rastplatz mit Grillstellen und Tischen für Besucher. Mariano Benítez bewahrt zudem Institutionen und Gebäude, die teilweise mehr als hundert Jahre alt und gut erhalten sind. In Guerrico befindet sich das Museo del Inmigrante im Bahnhofsgebäude. Es zeigt Gegenstände, Dokumente und Erinnerungsstücke von Einwanderern, die sich in der Ortschaft niederließen.
Zum regionalen Profil gehört auch die Herstellung von Lebensmitteln. In der Stadt und im Pergamino Partido produzieren zahlreiche lokale, meist familiengeführte Betriebe trockene, frische, rohe und gekochte Schweinewurstwaren, Hart-, Halbhart- und Weichkäse, Butter, Sahne, Dulce de Leche, Streichkäse und weitere Milchprodukte. Zusammen geben die Stadt und das ausdrücklich größere Pergamino Partido unterschiedliche Anknüpfungspunkte für Kultur, Bewegung und regionale Erzeugnisse.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Pergamino Partido.