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Los Papagayos verbindet die Capilla Virgen de Luján im Ort mit einer Geschichte des Erzbergbaus im Umfeld. Die Kapelle steht für den religiösen Kontext der Ortschaft; nahe gelegene Minen und die Erzaufbereitung verweisen auf den Bergbaubezirk, der mit Papagayos verbunden ist.

Die Capilla Virgen de Luján im Departamento Caucete

Die Capilla Virgen de Luján befindet sich in der Ortschaft Los Papagayos im Departamento Caucete, in der Provinz San Juan. Sie ist eine von zwölf Kapellen in der Zuständigkeit der Parroquia Cristo Rey; deren Zuständigkeitsbereich umfasst 27 Gemeinden. So lässt sich die Kapelle auch im Zusammenhang mit einem größeren kirchlichen Gebiet einordnen. Die Parroquia Cristo Rey wurde 1878 gegründet und war das Zentrum des religiösen Lebens in Caucete. Sie ist außerdem Austragungsort der Festlichkeiten zu Cristo Rey und zur Virgen del Valle.

Historische Bergbaugeschichte im Umfeld

Zur historischen Bergbaugeschichte von Papagayos gehört eine Zyanidationsanlage, in der Golderz behandelt wurde. Sie lag sechs Kilometer von den Minen entfernt und hatte eine Kapazität von 50 Tonnen pro Tag. Zur Ausstattung gehörten Flotationszellen zur Rückgewinnung von Zink. Diese Angaben zeigen verschiedene Seiten der Verarbeitung: die Behandlung von Golderz in der Anlage und die Gewinnung von Zink mithilfe der Flotation.

Im näheren Umfeld von Los Papagayos wird die Mine Albión als westliche Fortsetzung der Mine Caledonia beschrieben. Beide bilden denselben mineralisierten Erzgangkörper. Caledonia wird als wichtigste Mine im nahe gelegenen Bezirk Cerro Blanco bezeichnet. Die Adern der Minen Caledonia und Albión wurden von 1945 bis 1958 ausgebeutet. Im mit Papagayos verbundenen Bergbaubezirk wurden rund 1.505 Kilogramm Gold produziert; 1958 wurde der Abbau eingestellt.

L. M. Piccardo y Cía. war in dem mit der Anlage verbundenen Bergbaubezirk für die Erschließung, Gewinnung und Aufbereitung des Minerals zuständig. Damit umfasst die Geschichte mehr als die Anlage selbst: Sie schließt auch die Minen im Umfeld und die Arbeit im zugehörigen Bezirk ein. Die geografische Unterscheidung ist dabei hilfreich: Die Kapelle liegt in Los Papagayos, während die genannten Minen und die Produktionsgeschichte dem näheren Umfeld beziehungsweise dem verbundenen Bergbaubezirk zugeordnet sind.

Weitere kulturelle und landschaftliche Themen im Departamento Caucete

Im Departamento Caucete ist Baño del Indio ein heiliger Ort der Huarpes sowie Natur- und Kulturerbe der Provinz. Der Ort ist nur zu Fuß durch farbige Hügel und eine felsige Schlucht erreichbar. Der Wallfahrtsort Difunta Correa liegt in Vallecito zwischen der Sierra de Pie de Palo und den Médanos Grandes. Beide Orte ergänzen die religiöse und landschaftliche Perspektive auf das Departamento, ohne mit der Ortsgeschichte von Los Papagayos gleichgesetzt zu sein.

Auch Bermejo gehört zu den kulturellen Themen im Departamento Caucete: Die örtliche San-Expedito-Tradition begann, nachdem das Bildnis des Heiligen Mitte der 1950er-Jahre dort eingetroffen war. Eine weitere regionale Besonderheit ist die Arbeit der Mujeres Algarroberas de Bermejo. Sie verarbeiten Algarrobo-Schoten zu Mehl, das größtenteils für Patay verwendet wird; unter der Marke Productores Bermejo wird das Mehl an Händler verkauft. So umfasst der regionale Rahmen religiöse Überlieferungen, Landschaften und eine konkrete lokale Lebensmittelproduktion.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Departamento Caucete.

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