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Die Ruta Provincial 307 führt durch den Yungas-Regenwald ins Tal und ist der wichtigste Zugang nach Tafí del Valle. Ihre landschaftlich reizvolle Strecke zählt mehr als 1.200 Kurven und Gegenkurven; San Miguel de Tucumán liegt 107 Kilometer entfernt. Für die Planung geben diese Angaben einen konkreten Rahmen für die Anreise, ohne eine bestimmte Fahrtzeit vorzugeben.

Kultur, Museen und Handwerk

Im Museo Jesuítico de La Banda führt ein sensorischer, immersiver Besuch in die Vergangenheit von Tafí del Valle und in das Leben einer traditionellen Familie in einer Jesuiten-Estancia. Jesuiten-Estancias zählen zu den besonders sehenswerten Kultur- und Geschichtsorten des Ortes. Das Museo Casa Duende setzt einen anderen Schwerpunkt: Seine Themen sind Mythen und Legenden der indigenen Völker, die die Region bewohnten, sowie Esoterik und Mystik.

Auch die Ruta del Artesano verbindet Handwerk mit einem Einblick in überlieferte Techniken. Der selbstgeführte Rundweg führt durch Werkstätten, in denen Weben mit Naturfarben sowie die Bearbeitung von Stein und Ton gezeigt werden. Auf der Route können Sie außerdem Kunsthandwerker kennenlernen, die mit Stein, Leder, Keramik und Wolle arbeiten. So lässt sich der Besuch nach dem Interesse an verschiedenen Materialien und handwerklichen Verfahren gestalten.

Wanderwege und Aussichtspunkte

Auf El Pelao stehen zwei mittelschwere Wanderwege zur Wahl: Der eine ist 5 Kilometer lang und dauert 2 Stunden, der andere misst 9 Kilometer und ist mit 3 Stunden angegeben. Damit unterscheiden sie sich sowohl im Zeitbedarf als auch in der Länge. Der Weg La Ciénaga beginnt und endet an der Avenida de los Franciscanos. La Ciénaga ist außerdem ein Bergort auf über 2.700 Metern, der sich für Trekking sowie ländlichen und archäologischen Tourismus eignet.

Der Mirador del Cristo de La Quebradita liegt auf über 2.000 Metern und bietet Ausblicke auf Tafí del Valle und seine Umgebung. Das markante Monument dort wurde 1962 errichtet. Als weiterer Aussichtspunkt im näheren Umfeld liegt Abra del Infiernillo an der Ruta 307, die Tafí del Valle und Amaicha del Valle verbindet. Diese Punkte ergänzen die Wanderwege um eigene Ziele und Ausblicke, ohne dass sie als eine gemeinsame Route verstanden werden müssen.

Feste und regionale Küche

Die Fiesta Provincial de la Chuscha findet jedes Jahr im Januar im Complejo Democracia in Tafí del Valle statt. Zum Programm gehören Gaucho-Umzüge, Doma, Opfergaben an die Mutter Erde, typische Speisen und künstlerische Darbietungen. Die Fiesta Nacional del Queso wird jährlich im Februar gefeiert; zu ihr gehören Gaucho-Können, Wettbewerbe und Live-Musik. Wenn Sie Ihren Aufenthalt auf eines der Feste ausrichten möchten, prüfen Sie die konkreten Termine vor der Reiseplanung.

Für regionale Gerichte gibt es in Tafí del Valle mehrere Möglichkeiten. Auf der Speisekarte der regionalen Küche stehen unter anderem Empanadas, Tamal, Humita, Locro und Asado. Kultur, Handwerk, Bewegung im Freien und Essen bieten damit unterschiedliche Schwerpunkte für einen Aufenthalt; die beiden Feste bringen zusätzlich feste Termine im Januar und Februar ins Spiel.

Im Departamento Tafí Del Valle

Im übergeordneten Reiseziel Departamento Tafí Del Valle liegt die Ciudad Sagrada de Quilmes. Die Ciudad Sagrada de Quilmes wurde in den 1970er-Jahren restauriert. Zu sehen sind rekonstruierte Wohnbereiche, landwirtschaftliche Terrassen, eine Festung auf der Hügelkuppe und seitliche Befestigungsanlagen. Neben der archäologischen Stätte liegt das Centro de Interpretación de Quilmes. Seine vier pädagogischen Räume nutzen visuelle, akustische und taktile Mittel, um Herkunft, Alltag, Bräuche und Vertreibung der Quilmes zu vermitteln.

Im Departamento Tafí Del Valle zeigt das Museo Arqueológico a Cielo Abierto Los Menhires in El Mollar etwa 124 bearbeitete, längliche Steine. Sie sind bis zu drei Meter hoch und mehr als 2.000 Jahre alt. Zum regionalen Natur- und Geschichtskontext gehören außerdem der Parque Provincial Los Ñuñorcos und die Reserva Natural Quebrada del Portugués. Die Hügel Ñuñorco Grande und Ñuñorco Chico waren Teil des alten Inkawegs; dort befinden sich archäologische Stätten. Die Reserva Quebrada del Portugués wurde 1996 gegründet, um das Natur- und Kulturerbe der Gegend zu bewahren.

Weitere Reiseziele entdecken: San Pedro De Colalao, Colalao Del Valle, San Miguel De Tucumán.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Tucumán.

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