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Bertem vereint sichtbare Spuren seiner Geschichte mit Möglichkeiten, die Umgebung zu Fuß zu erkunden. Im Bertembosveld ist die mittelalterliche Feldaufteilung noch deutlich erkennbar; zugleich führen Wanderwege durch Hohlwege zu Wäldern und einem Naturschutzgebiet. Für Ihre Reiseentscheidung stehen damit unterschiedliche Interessen nebeneinander: Kulturerbe, Kirchenkunst und Zeit im Grünen.

Kirchenkunst und historische Ensembles

Die Sint-Pieterskerk in Bertem wurde in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts im romanischen, genauer im Maasromanischen Stil errichtet. In der Kirche befindet sich außerdem eine romanische Darstellung der sitzenden Madonna mit dem Jesuskind aus dem 12. Jahrhundert. Die hölzerne Figur ist polychrom gefasst. Kirche und Kunstwerk geben Ihnen zwei verschiedene zeitliche Bezugspunkte: den frühen Kirchenbau und ein später entstandenes Bildwerk.

Ein weiteres Zeugnis der Ortsgeschichte ist die Pastorij van Bertem. Der gesamte Komplex steht seit 1993 unter Denkmalschutz; dazu gehören das Wagenhaus, der Torbau, die Mauer und der Graben. Heute dient die Pastorij als kulturell-touristisches Begegnungszentrum. Auch die Erfgoedkamer Bertem hat dort ihren Sitz. So lassen sich an diesem Ort historische Bausubstanz und eine heutige kulturell-touristische Nutzung zusammen betrachten.

Davon zu unterscheiden ist die Pastorie Sint-Pietersparochie: Sie stammt aus dem Jahr 1770 und steht in einem vollständig ummauerten, von einem Graben umgebenen Garten. Der Name ähnelt dem der Pastorij van Bertem, doch es handelt sich um zwei unterschiedliche historische Ensembles. Wenn Sie sich für Baugeschichte interessieren, lohnt es sich, diese Eigenheiten getrennt im Blick zu behalten, statt beide Orte zu einem einzigen Komplex zusammenzufassen.

Wanderwege und Orientierung

Die Bertemboswandeling führt über Hohlwege zum Bertembos, zum Naturschutzgebiet Koeheide und zum Eikenbos. Die genannten Ziele geben der Wanderung ihren Charakter: Sie verbindet mehrere benannte Natur- und Waldgebiete entlang eines Weges. Weitere Routendetails sind hier nicht vorausgesetzt; planen Sie Ihre Wanderung anhand der Informationen, die Sie für Ihren Besuch benötigen.

Davon verschieden ist das Wanderknotenpunktnetzwerk Brabantse Wouden, das 700 Kilometer Wanderwege verbindet. Für die Orientierung ist eine örtliche Einschränkung wichtig: Im Bereich oberhalb der Straße Leuven–Tervuren in Richtung Kortenberg, Bertem, Herent und Leuven sind die Knotenpunkte vorhanden, vor Ort aber nicht ausgeschildert. In diesem Bereich folgen Sie ihnen anhand einer Karte oder mit der kostenlosen App Wandelknooppunt. Die Bertemboswandeling ist damit eine benannte Wanderroute zu bestimmten Zielen; das Knotenpunktnetzwerk bietet eine andere Form der Wegeorientierung.

Speelbos ’t Vossenhol

Im Speelbos ’t Vossenhol kommen natürliche Spielelemente anstelle herkömmlicher Spielgeräte zum Einsatz. Als beste Zugangsarten werden der Weg zu Fuß oder mit dem Fahrrad genannt. Am Spielwald gibt es außerdem eine Spielwiese; der befestigte Weg an ihrer Seite ist für Rollstuhlnutzer zugänglich. Diese Angabe bezieht sich auf den Weg neben der Spielwiese, nicht pauschal auf das gesamte Gelände. Bestätigen Sie die Bedingungen vor Ihrer Anreise.

Für die Wahl eines Aufenthaltsortes in Bertem können Sie zunächst überlegen, welche dieser Seiten für Ihre Reise besonders interessant ist: die romanische Kirche und die historischen Ensembles, eine Wanderung zu den genannten Naturzielen oder das Speelbos. Die Orte und Aktivitäten bieten unterschiedliche Anknüpfungspunkte für Ihre Planung; ihre Auswahl muss nicht zu einem festen Programm verbunden werden.

Weitere Reiseziele entdecken: Halle, Boutersem, Mont-Saint-Guibert, Overijse, Rebecq, Ternat, Perwez, Linden.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Brabant.

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