Kirchenbau, ein früh unter Schutz gestelltes ehemaliges Pfarrhaus und historische Mühlen sind unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen kulturgeschichtlichen Blick auf Bomal. Daneben stehen eine ländliche Radroute und ein Wanderweg, der religiöse Architektur zum Thema macht. Für Ihre Planung lohnt es sich, die Wege nach ihrem jeweiligen Schwerpunkt zu unterscheiden: Der Circuit de la Ramée verbindet fünf Dörfer; Coyardes führt durch Orte und Bauwerke, die mit religiöser Architektur verbunden sind.
Kirchen, Pfarrhaus und Dorfgrenze
Die Église Notre-Dame du Rosaire ist eine klassizistische Kirche, die 1768–1769 aus Ziegeln und weißem Stein auf einem hohen Sockel aus Quarzit und Sandstein errichtet wurde. Ihr Turm gilt wahrscheinlich als romanisch und wird ins 11. oder 12. Jahrhundert datiert. Die Kirche bewahrt ein gotisches Christusbild aus dem 15. Jahrhundert, mehrere barocke Statuen und ein Taufbecken aus Blaustein aus dem 16. Jahrhundert. So stehen eine genau angegebene Bauzeit, eine vorsichtige ältere Turmdatierung und Ausstattungsstücke aus verschiedenen Jahrhunderten nebeneinander.
Eine Beschreibung aus September 2022 berichtet, dass Gemeindearbeiter die kleine Kapelle in Bomal auf Bitten einiger Einwohner des Dorfs restaurierten. Das umfriedete ehemalige Pfarrhaus von Bomal stammt aus dem Jahr 1737. Am 6. November 1933 wurde es als Denkmal unter Schutz gestellt und gilt aufgrund seiner historischen, künstlerischen und architektonischen Bedeutung als eines der frühesten unter Schutz gestellten Bauwerke Belgiens.
Unterhalb der Église Notre-Dame du Rosaire liegt die Ferme Dumont; vom ehemaligen Hauptgebäude ist nur ein Teil erhalten. Die Kirche und die angrenzende Ferme de la Tourette bilden gemeinsam die südliche Grenze des Dorfs Bomal. Diese Beziehungen geben eine räumliche Orientierung zwischen dem Kirchenbau, dem südlichen Dorfrand und dem nur teilweise erhaltenen früheren Hauptgebäude der Ferme Dumont.
Radroute und Wanderweg
Der Circuit de la Ramée ist eine 16,5 km lange ländliche Fahrradroute. Über den RAVeL 147 und Landstraßen verbindet er die Dörfer Ramillies, Hédenge, Bomal, Glimes und Mont-Saint-André. Die Streckenführung wurde nicht kürzlich aktualisiert; prüfen Sie die Angaben vor der Fahrt.
Zu Fuß führt Coyardes durch Mont-Saint-André, Bomal und den Weiler Laloux. Die Wanderroute macht die Geschichte religiöser Architektur nachvollziehbar, unter anderem am romanischen Turm der Kirche von Bomal. Damit unterscheiden sich die beiden Routen nicht nur durch das Fortbewegungsmittel: Beim Circuit de la Ramée stehen eine bezifferte ländliche Radstrecke und fünf verbundene Dörfer im Mittelpunkt, während Coyardes religiöse Baugeschichte als Thema hat.
Mühlen an der Grande Gette
Die Grande Gette lieferte genügend Strömung, um die unterschlächtigen Wasserräder der Moulin de La Ramée und der tiefer gelegenen Moulin Grognard anzutreiben. Die Moulin Grognard liegt heute auf dem Gebiet von Bomal, etwa 100 Meter flussabwärts von der Moulin de La Ramée. Die Angaben beschreiben zwei verschiedene Beziehungen: Der Fluss lieferte die Antriebskraft, während die Flussrichtung die Lage der Mühlen zueinander einordnet.
Auch eine Landschaftsmaßnahme an der Grande Gette betrifft Bomal: 2014 wurden in Petit Rosières und Bomal insgesamt 100 Weiden gepflanzt, um die Biodiversität und die Landschaft zu verbessern.
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