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Das Kulturprofil Schepdaals reicht von der Geschichte der Überlandstraßenbahn über die Mühlengeschichte bis zum ausgewiesenen baulichen Kulturerbe. Zur Pedemolen gehört auch eine Wasserlandschaft, deren Speicherteiche den Mühlenbetrieb in trockenen Sommern ermöglichen. Für Ihre Planung ist die Art des Themas hilfreich: Eine Radroute folgt alten Straßenbahngleisen zur Tramsite, ein Wanderweg führt zu Wasserläufen und Speicherteichen der Pedemolen. So können Sie zwischen Verkehrsgeschichte und Landschaftserbe als unterschiedlichen Schwerpunkten unterscheiden.

Tramgeschichte und Radroute

Die Überlandstraßenbahnlinie von Brüssels Ninoofsepoort nach Schepdaal wurde am 8. September 1887 in Betrieb genommen. Das Datum gibt dem Tramthema einen konkreten historischen Bezug. Die Tramsite Schepdaal ist als Denkmal geschützt. Eine weitere Perspektive auf dieses Erbe bietet die Route „Route langs tramsporen“: Sie führt mit dem Fahrrad an alten Straßenbahngleisen entlang zur Tramsite, wo man mehr über die Überlandstraßenbahnen erfährt. Die datierte Liniengeschichte und die Radroute entlang alter Gleise beleuchten unterschiedliche Seiten des Tramthemas.

Mühle, Wasser und Landschaft

Die Pedemolen, auch Watermolen van Pede genannt, und das umliegende Naturgebiet sind im Weiler Sint-Gertrudis-Pede in Schepdaal geschütztes Kulturerbe. Die Wassermühle mahlt seit dem 14. Jahrhundert Getreide. Die Pedemolenwandeling beginnt im Dorfkern von Schepdaal und führt über die Varenbergbeek und die Molenbeek zu Speicherteichen, die der Pedemolen in trockenen Sommern den Betrieb ermöglichen. So steht die Pedemolen für eine lange Getreidemühlengeschichte ebenso wie für eine konkrete Verbindung zwischen Wasserwirtschaft und Betrieb. Der Schutz bezieht sich nicht nur auf die Mühle, sondern auch auf das umliegende Naturgebiet. Damit ist die Landschaft selbst Teil des Kulturerbethemas, zu dem die Wasserläufe und Speicherteiche der Wanderroute passen. Wer die Pedemolen in Betrieb erleben möchte, sollte vor der Reise die Betriebstage prüfen.

Zwei Wege, zwei Schwerpunkte

Bei der Auswahl zwischen den beiden Routen zählt deshalb auch die Art der Aktivität. „Route langs tramsporen“ ist als Fahrradroute beschrieben und richtet den Blick auf alte Tramgleise und die Tramsite; die Pedemolenwandeling beginnt im Dorfkern und führt über Wasserläufe zu den Speicherteichen. So können Sie Radfahren und Tramgeschichte einerseits, Wandern und Mühlenlandschaft andererseits gegeneinander abwägen.

Ein weiteres bauliches Kulturerbe

Mit Hof te Zierbeek kommt ein weiterer, anders gelagerter Kulturerbepunkt hinzu. Der Hof ist als festgestelltes bauliches Kulturerbe ausgewiesen; die Feststellung gilt seit dem 8. Oktober 2021. Damit ergänzt ein ausgewiesenes Bauwerk die Themen Tram und Mühle um die bauliche Einordnung eines benannten Ortes.

Auch die Jahresdaten Schepdaals erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Der 8. September 1887 bezeichnet die Inbetriebnahme der Überlandstraßenbahnlinie von Brüssels Ninoofsepoort nach Schepdaal; der 8. Oktober 2021 markiert, seit wann die Feststellung für Hof te Zierbeek gilt. Bei der Einordnung des Kulturerbes unterscheiden Sie damit zwischen einem Ereignis der Verkehrsgeschichte und dem zeitlichen Beginn einer baulichen Feststellung.

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