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Das FeliXart Museum verleiht Drogenbos einen markanten Kunstakzent: Es widmet sich historischer und zeitgenössischer Avantgardekunst und liegt in einer fünf Hektar großen grünen Oase. Auch die Sint-Niklaaskerk, eine lokale Käsetradition und saisonales Paddeln auf der Zenne zeigen, dass sich der Ort über mehr als ein einzelnes Thema erschließt. Wer einen Aufenthalt plant, kann Kultur, Geschichte und Natur nach eigenen Interessen gewichten.

Kunst und Baugeschichte

Das Gelände des Museums gehörte einst Felix De Boeck (1895–1995). Die frühere Verbindung des Geländes zu diesem Künstler ergänzt den Kunstschwerpunkt um einen konkreten historischen Bezug.

Die Sint-Niklaaskerk bietet einen zweiten, architektonischen Kulturpunkt. Sie ist eine längs ausgerichtete Kreuzkirche, steht der Brabanter Gotik nahe und besitzt einen Vierungsturm. Bei einer Kreuzkirche kreuzen sich Lang- und Querhaus; an dieser Vierung steht der Turm. Zum Bestand gehört ein steinernes, teilweise polychromiertes Taufbecken aus dem Jahr 1558. Polychromiert bedeutet mehrfarbig gestaltet. Bauform, Stilbezug und datiertes Taufbecken geben unterschiedliche Anhaltspunkte, um sich mit der Kirche auseinanderzusetzen.

Käsetradition und erzählerische Wege

Die Ortsgeschichte hat auch einen kulinarischen Faden. Wegen des lokalen Fromage de Bruxelles wurden die Einwohner von Drogenbos „kaaskrabbers“ genannt. Zugleich entwickelte sich allmählich ein blühender Nebenerwerb in der Käse- und Butterherstellung. Der historische Käsebezug hat damit sowohl eine kulturelle als auch eine wirtschaftliche Seite.

Im Rahmen des Tuttenboom-Projekts entstand eine Buch-Geschichtstour durch Drogenbos und seine Sehenswürdigkeiten, auf Niederländisch und Französisch. Anders als die Beschäftigung mit einem einzelnen Bauwerk führt dieses Format die Geschichte erzählerisch durch den Ort. Der zweisprachige Zuschnitt ist ein konkretes Merkmal der Tour.

Natur, Wasser und Orientierung

Seit 2013 bietet das FeliXeco-Naturgelände Einheimischen und Besuchern Raum für Erholung im Grünen. Zum Gelände gehören ein denkmalgeschützter Bauernhof aus dem 18. Jahrhundert und das Naturschutzgebiet The Swamp. So stehen dort Erholung, ein historischer Hof und ein benanntes Schutzgebiet als unterschiedliche Themen nebeneinander.

In den Sommermonaten lässt sich die 6,3 Kilometer lange Peddelroute auf der Zenne zwischen Lot und Drogenbos paddeln. Die Strecke führt von Lot über die Lambiekroute, entlang der Zennebeemden und über Sint-Pieters-Leeuw bis zur Catala-site in Drogenbos. Prüfen Sie vor der Reiseplanung, ob die saisonale Tour zu Ihrem Termin möglich ist.

Bei einer Fahrt auf der Zenne können mit etwas Glück Eisvögel, ein Biber, Libellen und besondere Fische zu sehen sein. Am Catalabossen bildet ein Abschnitt mit natürlichem Charakter einen vielfältigen Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.

Das virtuelle Wanderwegenetz besteht aus Knotenpunkten und Strecken, die vor Ort nicht ausgeschildert sind. Machen Sie sich deshalb vor dem Aufbruch mit den Knoten und Strecken vertraut, statt Wegweiser am Weg zu erwarten.

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