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Vollezele zeigt zwei unterschiedliche Seiten eines Aufenthalts: Die Geschichte des Brabanter Zugpferdes prägt Kulturorte und Höfe, während der Congoberg mit geschützter Landschaft und Hohlwegen einen landschaftlichen Gegenpol bildet. Wenn Sie eine Unterkunft in Vollezele suchen, können Sie Ihre Reise danach ausrichten, ob Sie vor allem die Orts- und Zuchtgeschichte oder die Landschaft interessiert. Beide Themen geben dem Ort ein eigenes Profil.

Zugpferdekultur und ihre Orte

Die Kultur rund um das Brabanter Zugpferd wurde 2018 als immaterielles Kulturerbe anerkannt. Im Museum van het Belgisch Trekpaard wird die Geschichte des Brabanter Zugpferdes erzählt. Das Museum befindet sich im ehemaligen Rathaus von Vollezele; direkt davor steht das Standbild „Brillant van Vollezele“. Museum und Denkmal setzen unterschiedliche Akzente: Hier geht es um die erzählte Geschichte der Rasse, dort um eine Figur, die ihren Namen mit Vollezele verbindet.

Auch die Stoeterij Haras de Vollezeele gehört zu diesem historischen Themenkreis. Sie ist seit dem 8. Juni 2009 als Denkmal geschützt und entstand auf den Grundmauern des Hofs te Fonteyntjes. Ihr Bau begann 1891 mit der Längsscheune. In Stal de Follezelles erklärt die Familie De Beuf–Van Vreckem Besuchern den täglichen Ablauf der Zugpferdezucht. So können Sie bei der Reiseplanung zwischen baulichem Erbe und einem Einblick in die Zucht wählen, ohne beide Eindrücke gleichzusetzen.

Traditionell steht das Brabanter Zugpferd am dritten Sonntag im Oktober im Mittelpunkt eines Tages mit Erlebnissen, Nostalgie und Handwerk. Wenn Sie Ihre Reise gezielt auf diesen Termin abstimmen möchten, prüfen Sie das Datum vorab. Das unterscheidet einen Besuch mit Bezug zum jährlichen Geschehen von einer Reise, bei der die dauerhaft präsenten Kultur- und Landschaftsthemen im Vordergrund stehen.

Kirche und Höfe: verschiedene historische Bezüge

Die Pfarrkirche Sint-Paulus ist ein klassizistisches Gebäude. Die Abtei von Vorst ließ sie 1767 errichten; sie ersetzte eine mittelalterliche Kirche. Als Denkmal geschützt ist sie seit dem 20. November 1973. Für einen Blick auf die Baugeschichte Vollezeles stehen damit zwei unterschiedliche Zeitmarken nebeneinander: die Errichtung der heutigen Kirche im 18. Jahrhundert und ihre spätere Unterschutzstellung.

Die Abtei von Vorst begegnet auch in der Geschichte mehrerer Höfe, jedoch in jeweils eigener Rolle. Der Hof te Reepingen war jahrhundertelang ein Pachthof der Abtei. Der Hof te Put stammt aus dem 18. Jahrhundert und gehörte zum früheren Besitz der Abtei. Diese Angaben beschreiben zwei getrennte historische Bezüge. Der mit dem Jahr 1800 bezeichnete Hof ter Haegen ist wiederum mit der Pferdezucht verbunden: Dort brachten schwere Stuten früher Fohlen zur Welt, aus denen namhafte Zugpferdhengste hervorgingen. Zusammen eröffnen die Hofgeschichten einen Blick auf die landwirtschaftliche und züchterische Vergangenheit des Ortes.

Congoberg und Brillantwandeling

Wer den Schwerpunkt auf die Landschaft legen möchte, findet mit dem Congoberg ein anderes Thema als die Gebäude und Höfe. Der Congoberg ist ein geschütztes Landschaftsgebiet und ein Zeugenhügel im Pajottenland; das Schutzgebiet umfasst auch Vollezele. Seine Umgebung ist durch steile Hänge, Böschungen und zahlreiche Hohlwege geprägt. Das Molenbos ist ein erhaltenes Relikt des früheren Waldes am Congoberg. Diese Merkmale geben dem Landschaftsgebiet seinen eigenen Charakter und unterscheiden es deutlich von den bau- und kulturgeschichtlichen Stationen.

Als Wanderoption ist die Brillantwandeling ungefähr sieben Kilometer lang und vollständig mit Knotenpunkten ausgeschildert. Die ungefähre Streckenlänge und die Beschilderung liefern zwei konkrete Orientierungspunkte für Ihre Planung. Sie können damit abwägen, ob Sie auf Ihrer Reise lieber die Geschichte des Zugpferdes und der Höfe vertiefen oder Zeit für die Landschaft des Congobergs einplanen möchten. Die beiden Perspektiven ergeben unterschiedliche Schwerpunkte für einen Aufenthalt in Vollezele.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Galmaarden.

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