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Thirimont verbindet Spazierwege mit einer ländlichen Umgebung und einer vielschichtigen Ortsgeschichte. Für Ihre Reiseentscheidung können Sie Wege, Landschaft und historische Bauzeugnisse als unterschiedliche Schwerpunkte betrachten.

Spaziergänge in Thirimont

Die Promenade des Menus aux Hayettes ist ein 6,5 Kilometer langer Rundweg. Mit Länge und Rundform lässt sich diese Strecke klar in die Planung eines Spaziergangs einordnen. Ein weiterer Spazierweg in Thirimont heißt „A travers plaines et bocages“. Der französische Titel nennt Ebenen und Bocage als Landschaftsmotiv und setzt damit einen anderen Akzent als die konkrete Distanzangabe der Promenade. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die örtlichen Wegbedingungen.

Landschaft, Wälder und Naturbeobachtung

Thirimont ist ein ländliches Dorf mit Tälern und Hügeln. Die Bebauung liegt weit verstreut, und Hecken prägen das Landschaftsbild. Allmählich geht die Umgebung in die für den Süden von Beaumont typische Bocage-Landschaft über. Im Landschaftsbild treffen damit die größeren Geländeformen und die von Hecken geprägte Struktur aufeinander.

Im Bois des Menus wachsen Eichen der Region Entre-Sambre-et-Meuse sowie bemerkenswerte Eschen. Der Name Bois des Hayettes geht auf Anpflanzungen kleiner Hecken zurück. Die beiden Waldnamen verweisen damit auf verschiedene Details: den Baumbestand auf der einen und die Herkunft einer Benennung auf der anderen Seite.

Am Fuß des Bois des Hayettes kann ein Schlafplatz von Rabenvögeln beobachtet werden; das Auftreten der Tiere kann variieren. Das unterscheidet diese mögliche Naturbeobachtung von den Angaben zu den Baumarten: Bei den Vögeln hängt eine Sichtung davon ab, ob sie sich dort zeigen.

Kirchen, Kapellen und Ortsgeschichte

Die Kirche Saint Martin in Thirimont hat einen Turm aus dem Jahr 1730. Bei der Kapelle Notre-Dame de Lourdes sind andere bauliche Details prägend: Sie ist aus Backstein gebaut und hat ein halbmondförmiges Fenster sowie eine rundbogige Tür. Im Vergleich treten bei Saint Martin das Baujahr des Turms, bei der Kapelle dagegen Material und Formen in den Vordergrund.

Die Kapelle des Heiligsten Herzens Jesu wurde 1866 von Sylvie Gosaius errichtet. Das Pfarrhaus von Thirimont stammt aus dem Jahr 1755 und unterstand früher der Abtei Aulne. Während sich die Kapelle über Erbauerin und Baujahr einordnen lässt, verbindet das Pfarrhaus sein Baudatum mit einer früheren kirchlichen Zuordnung zu Aulne.

In der Ebene von St Rémy wurden römische Überreste freigelegt, darunter Hypokausten und eine römische Villa. Diese archäologischen Spuren ergänzen die Baugeschichte der Kirchen und Kapellen um eine viel ältere Zeitschicht.

Ein Ereignis der Ortsgeschichte ist der Kauf Thirimonts durch Louis Alexandre Schokaert im Jahr 1667. Eine Gasse führt außerdem zur ehemaligen, unvollendeten „voie du tram“; die Bauarbeiten an ihr begannen während des Zweiten Weltkriegs. Das unvollendete Vorhaben unterscheidet sich von den Kirchenbauten durch seinen Beginn in der Kriegszeit.

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