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Der ungeteilte Wald von Stambruges bietet verschiedene Spazierwege, während die Mer de Sable mit Sand, Heide und Feuchtgebieten ein anderes Naturthema setzt. Hinzu kommen die Geschichte der Moulin du Rié und eine lokale Pilgertradition. Für die Planung lohnt es sich, Spaziergangsziele, eine einfache Familien-Waldroute und den 24 Kilometer langen Reitparcours als unterschiedliche Möglichkeiten zu betrachten.

Waldwege und unterschiedliche Routen

Der ungeteilte Wald von Stambruges wurde seit 1830 schrittweise für die Öffentlichkeit geöffnet. Im Wald gibt es verschiedene Spazierwege. Der Rond des Sorcières und die Ottée des fées sind Ziele für Spaziergänge in einer besonders angenehmen Naturlandschaft. Der Circuit de la Fontaine bouillante gehört zu zwei einfachen Waldrouten, die für Familien bestimmt sind. Anders ausgerichtet ist der Circuit équestre des cinq forêts: Die Reitroute ist 24 Kilometer lang und führt durch den ungeteilten Wald von Stambruges. Oberfläche und Zugang können sich saisonal ändern. Wenn Sie diesen Parcours planen, prüfen Sie deshalb die Bedingungen vor dem Start.

Mer de Sable: Sand, Heide und Feuchtgebiete

Die Mer de Sable ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen und gilt als letzter Rest der Heideflächen des Haine-Tals. Früher war sie ein großer Teich von 40 Hektar; heute ist sie eine Sandfläche, die von Sümpfen und Torfmooren gesäumt wird. Zu ihren Lebensräumen gehören unbewachsene feuchte Sandflächen, feuchte Heiden, trockene Sande, frische Sande und trockene Heiden. Für Naturinteressierte ist gerade diese Spannweite aufschlussreich: Das Gebiet umfasst nicht nur trockene Sandflächen, sondern auch feuchte Böden und Heiden. Der Gegensatz zwischen dem früheren Teich und der heutigen Sandfläche ergänzt die Vielfalt der Lebensräume um eine historische Perspektive. Der öffentliche Zugang zum Gebiet ist nach dem Wallonischen Regelungsstand vom 7. November 2024 auf ordnungsgemäß ausgeschilderte Wege und Stellen beschränkt. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch die geltenden Zugangshinweise und halten Sie sich an die ausgeschilderten Wege.

Geschichte und religiöse Tradition

Die Moulin du Rié steht an der Stelle der ehemaligen Festung Dubuisson. Diese wurde 1478 von den mit Ludwig XI. verbündeten Tournaiens zerstört. Die Moulin du Rié ist bereits im Kartular von 1493 des Hofes von Hennegau erwähnt. Zwischen der Zerstörung und der Erwähnung liegen 15 Jahre. Ein Kartular ist eine Sammlung von Urkunden und ordnet die Mühle damit in einen konkreten schriftlichen Überlieferungszusammenhang ein.

Eine weitere kulturelle Facette ist die Pilgertradition. An einer Kapelle nahe der Mer de Sable kommen tagsüber Pilger zusammen, um zur Jungfrau zu beten und sich zu besinnen. Auch der Baum „Arbre au puits“ ist in eine religiöse Tradition eingebunden: Er ist eine Robinie, deren Stamm regelmäßig von Exvotos befreit wird. Exvotos sind Votivgaben; sie bilden neben dem Gebet eine weitere Form religiöser Praxis.

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