Nahezu 50 Hektar Schilfröhricht und mehr als 300 beobachtete Arten geben dem Sumpfkomplex Marais d'Harchies-Hensies-Pommeroeul ein ausgeprägtes Naturprofil. Die Feuchtgebiete sind artenreich und vielfältig; der Komplex liegt im Natura-2000-Gebiet „Vallée de la Haine en aval de Mons“ und gilt als Gebiet von hohem biologischem Interesse. Hier erstrecken sich die größten noch bestehenden Schilfröhrichte Walloniens. Für die Planung können Sie Naturerlebnisse mit einer eigenen Geschichte und Kulturprojekten in Hensies verbinden.
Feuchtgebiete und Routen planen
Das CRIE d’Harchies organisiert geführte Besichtigungen der Sümpfe am ersten Samstag jedes Monats von 9 bis 12 Uhr sowie am dritten Samstag von 13:30 bis 16:30 Uhr. Für diese Besichtigungen ist eine Anmeldung erforderlich. Prüfen Sie vor Ihrer Reise die Termine und melden Sie sich an, wenn Sie an einer Führung teilnehmen möchten.
Rund um die Sümpfe verläuft außerdem eine 6,5 Kilometer lange Schleife mit sieben Beobachtungsstellen. Damit stehen für die Naturplanung unterschiedliche Eckdaten zur Verfügung: Die Führungen sind an bestimmte Samstags-Zeitfenster und eine Anmeldung gebunden, während die Schleife durch ihre Länge und die Zahl der Beobachtungsstellen beschrieben ist. So können Sie zwischen einem geführten Besuch mit festem Termin und einer Route mit konkreten Streckenangaben abwägen.
Eine weitere Möglichkeit ist die Route „Hensies & Quiévrain: en zone humide“. Sie führt durch die von Sümpfen und Feuchtwiesen geprägte Landschaft von Hensies und Quiévrain. Dazu gehören GPX- und KML-Dateien, mit denen sich der Verlauf auf ein GPS-Gerät exportieren lässt. Prüfen Sie vor der Reise, ob die Dateien verfügbar sind. Im Vergleich zur Schleife rund um die Sümpfe ist diese Route durch ihren Verlauf durch beide Orte und die GPS-Dateien gekennzeichnet.
Auch die Wasserläufe gehören zur Orientierung in Hensies, haben aber unterschiedliche Beziehungen zum Ort: Der Kanal Hensies-Pommeroeul grenzt an Hensies, während der Fluss Haine Hensies durchquert. Diese Unterscheidung hilft, die örtlichen Landschaftsbezüge einzuordnen, ohne Kanal und Fluss als dieselbe Art von Gewässer zu behandeln.
Monument, Orgel und Gartenprojekt
Das Signalmonument von Moeschal verbindet eine klare historische Einordnung mit einer kulturellen Symbolik. Der Bildhauer Jacques Moeschal errichtete das Monument 1972; es ist 57 Meter hoch und steht an einem ehemaligen Grenzposten. Es symbolisiert die französisch-belgische Freundschaft. Der frühere Grenzposten benennt seinen historischen Standort, die Symbolik dagegen seine Bedeutung als Zeichen der Verbundenheit zwischen den beiden Ländern.
Ein weiterer Kulturbezug ist die restaurierte Orgel der Kirche Saint-Georges, die öffentlich zugänglich ist. Prüfen Sie den Zugang vor einem geplanten Besuch noch einmal. So bleibt die öffentliche Zugänglichkeit Teil Ihrer Planung, ohne dass Sie für den Besuch von heute unveränderte Bedingungen voraussetzen.
Der multikulturelle Gemüsegarten von Hensies wurde 2012 in der Nähe einer Gemeindeschule angelegt. Er führt die 26 Nationalitäten der Gemeinde zusammen. Das Gartenprojekt und das Signalmonument stehen damit für unterschiedliche kulturelle Themen: Das Monument verweist auf die französisch-belgische Freundschaft und seinen historischen Standort, der Garten auf die Vielfalt der Gemeinde. Zusammen mit der Orgel ergänzen sie den Naturfokus um konkrete Kultur- und Gemeinschaftsbezüge.
Für Ihren Aufenthalt können Sie den Schwerpunkt entsprechend setzen: Bei den Sümpfen stehen geführte Termine, Anmeldung und Routenplanung im Mittelpunkt; Monument, Orgel und Gartenprojekt eröffnen andere Themen. Die Route Hensies & Quiévrain bietet dabei eine eigene Orientierung über ihre Feuchtlandschaft und die bereitgestellten GPS-Dateien, während die Schleife mit Länge und Beobachtungsstellen beschrieben ist.
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