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Péruwelz lässt sich über drei unterschiedliche Themen erschließen: Kanalschifffahrt, Lederhandwerk und das Waldgebiet von Bon-Secours. Wasser, Baugeschichte und Natur stehen als eigenständige Schwerpunkte nebeneinander. Bei der Wahl einer Übernachtung können Sie deshalb zuerst abwägen, welche Themen während Ihres Aufenthalts den Vorrang erhalten sollen.

Kanal und Jachthafen

Der Jachthafen von Péruwelz liegt am Kanal Nimy-Blaton-Péronnes. Auf einem 44 Kilometer langen Abschnitt ist Schifffahrt ohne Schleuse möglich. Für besuchende Freizeitkapitäne sind die Liegekais Darse du Moulin und Darse Simon zusätzlich zu den Jahresliegeplätzen reserviert; sie bieten Platz für rund 60 Boote. Für die Planung auf dem Wasser sind so sowohl die lange schleusenfreie Strecke als auch die für Besuchende vorgesehenen Liegeplätze ein eigener Anhaltspunkt.

Lederhandwerk und Baugeschichte

Das Musée du cuir et des industries zeichnet den Weg des Leders von der Rohhaut bis zum fertigen Produkt nach. Es befindet sich in der ehemaligen Werkstatt des Schuhmachers Catiane. Das Gebäude stammt aus dem 18. Jahrhundert und ist im tournaisischen Stil gehalten. Inhalt und Bauwerk geben damit zwei unterschiedliche Zugänge zum Handwerk: die Verarbeitung des Materials und den historischen Werkstattraum.

Auch die Bauformen bieten verschiedene Blickpunkte. Das Haus Nr. 2 an der Grand-Place ist auf 1777 datiert und besitzt Fensterachsen im tournaisischen Stil. Die Kirche von Péruwelz zeigt große kannelierte Säulen sowie Kuppeln über den Seitenschiffen und dem Chorumgang. Beim Haus stehen Datum und Fensterachsen im Vordergrund, bei der Kirche die Säulen und die Kuppeln des Innenraums.

Die Basilika Notre-Dame de Bon-Secours ist montags bis samstags durchgehend von 8 bis 19 Uhr und sonntags von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Prüfen Sie die Öffnungszeiten vor der Anreise. In Braffe scheint das Mauerwerk des flach abgeschlossenen Chors der Kirche Saint-Michel aus dem frühen 13. Jahrhundert zu stammen.

Jeden Sommer findet ein großes Fest an dem Sonntag statt, der dem Fest der heiligen Anna am nächsten liegt. Es ehrt Sainte-Anne als Schutzpatronin der Handwerkerinnen und Handwerker, die mit Faden und Nadel arbeiten. Wenn Ihr Aufenthalt in diese Zeit fällt, prüfen Sie die Veranstaltungsdaten für das betreffende Jahr.

Wald, Wanderwege und Ausflugsangebote

Der Staatswald von Bon-Secours erstreckt sich teilweise über Péruwelz; der belgische Teil des Waldmassivs reicht bis Blaton. Zum 1.200 Hektar großen Waldgebiet gehören außerdem 470 Hektar des französischen Teils und Privatwälder. Das Interpretationszentrum Explor'forêt vermittelt die Grundlagen des Waldökosystems. In Péruwelz stehen zahlreiche Wanderrouten zur Verfügung, die häufig grenzüberschreitend verlaufen. Das Zentrum richtet den Blick auf ökologische Zusammenhänge, die Routen auf das Wandern, oft auch über die Grenze hinweg.

Der Promenoir des Cimes führt Besucher auf einer 50 Meter langen Brücke in 16 Metern Höhe zu den Baumkronen. La Pic'orée gehört zu den familienfreundlichen Bereichen des Ausflugsangebots in Péruwelz. Die Escale forestière liegt 3 Kilometer vom SNCB-Bahnhof Péruwelz entfernt und ist mit der TEC-Buslinie 8 erreichbar. Prüfen Sie die Transportangaben vor der Fahrt.

Weitere Reiseziele entdecken: Wiers, Bon-Secours, Flobecq, Ham-Sur-Heure-Nalinnes, Châtelet, Momignies, Pecq, Seloignes.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Hennegau.

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