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Kettenis lässt sich über unterschiedliche Spuren erschließen: die Pfarrkirche mit ihrer besonderen Bauform, das Wasserschloss Weims im Tal des Favrunbachs und Wege, deren Karte auch geschichtliche Erläuterungen enthält. Architektur und Ortsgeschichte stehen hier neben Landschaftsprojekten und Möglichkeiten zum Wandern oder Radfahren. Sie können den Schwerpunkt danach setzen, ob Sie Bauwerke, lokale Geschichte oder Aktivitäten im Freien in den Mittelpunkt Ihres Aufenthalts stellen möchten.

Kirche, Baukunst und Ortsgeschichte

Die Pfarrkirche von Kettenis ist der heiligen Katharina von Alexandria geweiht. Sie ist ein dreischiffiger Werksteinbau; Mittelschiff und Chor sind gotisch. Die dreischiffige Anlage gliedert den Bau in ein Mittelschiff und zwei Seitenschiffe. Auch Details im Innenraum sind bemerkenswert präzise beschrieben: Der heutige Hochaltar wurde vermutlich nach Plänen des Aachener Stadtarchitekten J. Couven gebaut. Zur jetzigen Orgel gehören 20 klingende Register und 1.356 Pfeifen.

Ortsgeschichte zeigt sich auch in der Arbeit, die einst in den Wohnungen stattfand. Im 18. Jahrhundert begannen Menschen in Kettenis, für Eupener Tuchfabrikanten zu weben und zu spinnen. Die Verbindung zur Tuchherstellung reicht damit in die Haushalte hinein. Auf der Obersten Heide wurde 1707 die Kapelle „Zur Schmerzhaften Mutter“ gestiftet. Zusammen mit der Pfarrkirche eröffnet sie unterschiedliche historische Themen: religiöse Widmung, Baugeschichte und frühere Arbeit im Ort.

Schlösser und gestaltete Landschaft

Das Wasserschloss Weims liegt im Tal des Favrunbachs in Kettenis. Einen anderen Bautyp zeigt das Waldenburghaus: Es ist ein dreiflügeliger, U-förmiger Wirtschaftshof aus Bruchsteinen. Errichtet wurde er im 17. und 18. Jahrhundert; seine ursprüngliche Form und historische Bausubstanz sind weitestgehend erhalten. Die beiden Bauwerke bieten so unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Blick auf die lokale Architektur.

Auch Landschaftsprojekte gehören zum Ortsbild. In Kettenis wurden zwei Teiche renaturiert: einer unterhalb des Parkplatzes hinter der Sporthalle, der andere am Rochusfussfall an der Kreuzung von Hochstrasse, Walhornerstrasse und Libermégasse. In Zusammenarbeit mit der Stadt legte die Dorfgruppe außerdem zwei Wildblumenwiesen an, an der Promenade und in Libermé. Teichrenaturierung und Wiesen zeigen weitere Facetten der örtlichen Landschaftsarbeit neben den historischen Gebäuden.

Wandern, Radfahren und Ausflüge

Eine Wanderkarte umfasst fünf Touren in und um Kettenis und enthält geschichtliche Erläuterungen. Alte Wege und Stiegelpfade in und um Kettenis wurden mit einer entsprechenden Karte wiederbelebt. Damit verbindet sich die Wegauswahl mit Ortsgeschichte: Die Touren sind nicht nur als Bewegung im Freien, sondern auch über ihre historischen Erläuterungen charakterisiert. Wenn Sie eher mit dem Rad unterwegs sein möchten, ist die Trasse Oberstadt–Kettenis ein eigener Anhaltspunkt. Die Stadt meldete am 9. April 2024 ihre Fertigstellung.

In der näheren Umgebung von Kettenis liegt Schloss Libermé, das erstmals 1334 erwähnt wurde und von Wassergräben umgeben ist. Dort finden für Besucher regelmäßig Kammermusikkonzerte statt. Wenn ein Konzert für Ihre Reiseplanung entscheidend ist, prüfen Sie den konkreten Termin vorab. Seit 1899 zieht zum Fest des heiligen Rochus jährlich eine Prozession zur Rochus-Kapelle. Wer den Aufenthalt auf dieses Ereignis abstimmen möchte, sollte ebenfalls den Termin zum Fest prüfen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Eupen.

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