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Flémalle-Haute lässt sich über zwei unterschiedliche Seiten entdecken: den Naturraum Aux Roches und ein vielschichtiges bauliches Erbe. Hinter dem Bahnhof erstreckt sich das Naturschutzgebiet; Kirchen und historische Gebäude setzen dazu einen kulturellen Schwerpunkt. Für die Reiseplanung bietet sich daher eine einfache Frage an: Möchten Sie vor allem die Natur, einzelne Bauwerke oder die Verbindung beider Themen in den Blick nehmen? Flémalle-Haute bietet dafür konkrete Anknüpfungspunkte, von einer ehemaligen Steinbruchlandschaft bis zu einer Route zwischen zwei Kirchen.

Aux Roches: vom Steinbruch zum Naturraum

Das Naturschutzgebiet Aux Roches erstreckt sich hinter dem Bahnhof von Flémalle-Haute und entstand aus ehemaligen Kalksteinbrüchen. Heute ist das Gelände von einer Flora zurückerobert, die eher aus mediterranen Randgebieten bekannt ist. So stehen die frühere Nutzung als Steinbruch und die heutige Pflanzenwelt für zwei verschiedene Kapitel der Landschaftsgeschichte.

Auch die Tierwelt gehört zum Bild: Uhu und Wanderfalke haben im Naturschutzgebiet ihren Lebensraum. Das ergänzt die Entstehungsgeschichte um eine weitere Perspektive. Wer sich für Natur interessiert, findet in Aux Roches daher sowohl die Geschichte der ehemaligen Kalksteingewinnung als auch eine ungewöhnliche Flora und Lebensräume dieser beiden Vogelarten als konkrete Anknüpfungspunkte.

Baugeschichte und Kulturerbe

Das bauliche Erbe zeigt mehrere unterschiedliche Zugänge. Das Orgelgehäuse der Saint-Matthias-Kirche in Flémalle-Haute gehört zum außergewöhnlichen Kulturerbe der Wallonie. Im Mittelpunkt steht dabei ein konkretes Ausstattungsstück der Kirche. Das Château de la Petite Flémal' erzählt eine andere Geschichte: Es wurde um 1614 als Lustschloss erbaut und befindet sich auf dem Gebiet der ehemaligen Petite Flémal', einer früheren Bezeichnung für Flémalle-Haute. Bauaufgabe, ungefähre Entstehungszeit und ältere Ortsbezeichnung helfen, das Schloss in seiner historischen Rolle einzuordnen.

L'Ermitage setzt dazu einen architektonischen und sozialen Akzent. Das Hauptgebäude ist im Renaissancestil gestaltet und bewahrt architektonische Details aus dieser Zeit. Zum Anwesen gehört außerdem ein bescheidenes Haus mit Taubenschlag. Im 16. Jahrhundert gehörte es zum Almosenspeicher von Catherine de Flémalle; von dort wurden Lebensmittel an die Armen von Flémalle verteilt. Damit stehen bei L'Ermitage das Renaissance-Hauptgebäude und eine historische Fürsorgefunktion in einem gemeinsamen Zusammenhang, während das Lustschloss und das Orgelgehäuse andere Aspekte der Ortsgeschichte zeigen.

Eine Route zwischen Kirche und Naturschutzgebiet

Eine konkrete Verbindung zwischen zwei der genannten Themen bietet die Route »De Saint-Matthias à Saint-Nicolas«. Sie verbindet die Saint-Matthias-Kirche in Flémalle-Haute mit der Kirche von Souxhon und führt durch einen Teil des Naturschutzgebiets Aux Roches. Die Kirchen bilden also die benannten Endpunkte; der Naturraum ist als Teil des Verlaufs einbezogen. Die Route durchquert einen Teil des Schutzgebiets, nicht das gesamte Gebiet.

Wenn Sie Natur und Baugeschichte gegeneinander abwägen, ist diese Verbindung ein nützlicher Unterschied: Die Route verknüpft zwei Kirchen mit einem Abschnitt in Aux Roches, während die einzelnen Schloss- und Gebäudegeschichten jeweils eigene Themen setzen. So lässt sich Flémalle-Haute über die Frage erschließen, welche dieser Perspektiven Ihren Aufenthalt prägen soll.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Flémalle.

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