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Malmedy lässt sich nach unterschiedlichen Themen planen: Das Malmundarium steht für Kulturgeschichte, die Battle Tour für Gedenken und die Etappe an der Warche für Wandern. Die Einzelheiten reichen von einem ehemaligen Kloster und einem datierten Karnevalsbeleg bis zu einer Flussroute, die flussaufwärts verläuft. So können Sie historische Themen und eine konkrete Wanderoption voneinander unterscheiden.

Kulturgeschichte zwischen Kloster und Karneval

Das Malmundarium befindet sich in einem ehemaligen Benediktinerkloster, das zu einem kulturellen und touristischen Ort geworden ist. Das Glockenspiel von Malmedy prägt seit 1786 das Leben der Stadt. Seine 35 Glocken wurden vom Malmedyer Martin Legros gegossen; der Name des Gießers ergänzt die Jahreszahl um eine konkrete Person.

Auch Malmedys Cwarmê-Karneval ist historisch belegt: Ein Archivdokument vom 25. Juni 1459 belegt ihn. Die Datierungen stehen für unterschiedliche Aussagen: 1459 ist das Datum des Archivbelegs zum Cwarmê, 1786 das Jahr, seit dem das Glockenspiel das Stadtleben prägt. Im zeitlichen Vergleich liegen die beiden Angaben mehr als drei Jahrhunderte auseinander. Sie verweisen auf verschiedene kulturelle Themen – einen Karneval und ein Glockenspiel.

Gedenken im Stadtzentrum

Die Malmedy Battle Tour ist ein Rundgang mit 22 Fototafeln im Stadtzentrum. Sie befasst sich mit der tragischen Geschichte der Stadt im Winter 1944/45 und erinnert an zivile und militärische Opfer der Kämpfe und Bombardierungen im Dezember 1944. Das Thema des Rundgangs und die Gedenkaussage sind damit zeitlich klar gefasst: Der Winter 1944/45 bezeichnet den historischen Zusammenhang, während sich das Gedenken konkret auf die Opfer der Kämpfe und Bombardierungen im Dezember 1944 bezieht.

Als Gedenkrundgang im Stadtzentrum unterscheidet sich die Tour in ihrer Form von der GR-56-Etappe: Die eine widmet sich den Opfern, die andere folgt flussaufwärts dem Lauf der Warche. Dieser Unterschied hilft bei der Auswahl zwischen einem stadthistorischen Thema und einer Wanderroute.

Hautes Fagnes und die Warche-Etappe

Nördlich der Gemeinde Malmedy beginnt der Naturpark Hautes Fagnes, Belgiens größtes Naturschutzgebiet mit 4.500 Hektar. Die Flächenangabe und die Lage geben einen großräumigen Landschaftsbezug für die Reiseplanung.

Eine andere Art von Naturbezug bietet die Etappe GR 56 Malmedy / Robertville. Sie verläuft über die Variante Warche; von Malmedy folgt der gut ausgebaute Weg kontinuierlich dem Flusslauf flussaufwärts. Der Verlauf entlang der Warche ist dabei das zentrale Merkmal der Etappe.

Die beiden Naturthemen beantworten unterschiedliche Fragen: Die Lage und Fläche ordnen das Schutzgebiet räumlich ein, während die Wanderetappe über ihren Flussverlauf beschrieben ist. Wenn Sie zwischen einem Landschaftsschutzgebiet und einer konkreten Flussroute abwägen, können diese Merkmale den Ausschlag für den gewünschten Schwerpunkt geben.

Eine Speise mit historischer Erwähnung

„Cûh’née“ besteht aus Ofenkartoffeln mit Butter, eingelegten Heringen und Zwiebeln. Ein Artikel aus dem Jahr 1890 erwähnt die Speise als ländlichen Brauch. Damit stehen neben der genauen Zutatenkombination auch eine historische Einordnung und die Erwähnung eines Brauchs im Blick. Die Speise lässt sich so sowohl über ihre Zusammensetzung als auch über ihre überlieferte Beschreibung einordnen.

Weitere Reiseziele entdecken: Longfaye, Bevercé, Xhoffraix, Pont, Bellevaux-Ligneuville, Chodes, Waremme, Weywertz.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lüttich.

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