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Stavelot lässt sich auf mehreren Ebenen entdecken: Die Abtei führt in die klösterliche Geschichte, der Laetare-Karneval ist an einen wiederkehrenden Sonntag gebunden, und das markierte Wegenetz setzt einen anderen Schwerpunkt. Für die Wahl Ihrer Unterkunft lohnt es sich, zuerst zu überlegen, ob Sie vor allem Kultur, den Karneval oder Bewegung zu Fuß und mit dem Rad in den Mittelpunkt stellen möchten.

Abtei und Stadtgeschichte

Die Abtei von Stavelot beherbergt drei Museen. Das Historische Museum des Fürstentums Stavelot-Malmedy vermittelt die Geschichte einer der ältesten klösterlichen Gründungen Belgiens. Im Bereich der verschwundenen Abteikirche können Sie vom Querschiff zum Chor sowie vom Langhaus zur Krypta gehen. Dabei erleben Sie die imposante Präsenz der Mauern, die nach der Französischen Revolution verschwunden sind.

Die Kirche Saint-Sébastien wurde ab 1750 errichtet und am 13. Mai 1754 geweiht. In der Kirche wird das Buste-reliquaire de saint Poppon aufbewahrt. Das Werk wurde 1624 beim Lütticher Goldschmied Jean Goesin für die Heiligsprechung des Abtes Poppon in Auftrag gegeben. Es zählt zu den bedeutendsten Goldschmiedearbeiten des 17. Jahrhunderts, die in der Region erhalten sind.

Auch das geschützte architektonische Ensemble um einen weitläufigen, mit Kieseln der Amblève bedeckten Platz erzählt von der Baugeschichte des Ortes: Die meisten Häuser stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Die romanische Kapelle aus dem Jahr 1030, auch „Kapelle der Leprakolonie“ genannt, ist das älteste Gebäude von Stavelot. Eine weitere besondere Museumswidmung hat das Guillaume-Apollinaire-Museum: Es ist das einzige Museum der Welt, das dem Dichter gewidmet ist.

Laetare: ein eigener Reiseanlass

Der Laetare-Karneval von Stavelot findet jedes Jahr am Sonntag der Mittfastenzeit statt, dem dritten Sonntag vor Ostern, und zieht Zehntausende Besucher an. Stavelot feiert den Karneval mit den Blancs Moussis seit 1820 mehr oder weniger kontinuierlich am Laetare-Sonntag. Da der Festtag an Ostern ausgerichtet ist, ändert sich das Kalenderdatum von Jahr zu Jahr. Wenn Sie den Karneval erleben möchten, prüfen Sie den Termin für Ihr Reisejahr und richten Sie Ihre Planung danach aus.

Naturschutzgebiet und markierte Wege

Das Site des Etangs ist als Naturschutzgebiet klassifiziert. Das touristische Angebot von Stavelot umfasst außerdem 33 markierte Spazier- und Wanderwege mit einer Gesamtlänge von mehr als 250 Kilometern. Für eine konkrete Auswahl gibt es vier markierte Strecken mit Längen von 9, 13, 23 und 40 Kilometern. Ihre Höhenprofile unterscheiden sich ebenfalls; die Strecken lassen sich daher nicht allein anhand der Kilometerzahl vergleichen.

Auch für Radtouren gibt es unterschiedliche Optionen: Neun markierte Radrouten haben verschiedene Längen und Schwierigkeitsgrade. Die RAVeL-Grünwege im touristischen Angebot von Stavelot sind für Fußgänger, Radfahrer und Reiter vorgesehen. Wer eine geführte Stadtbesichtigung bevorzugt, kann mit etwa eineinhalb Stunden rechnen. Die Führungen werden auf Französisch, Niederländisch, Deutsch und Englisch angeboten.

Anreise zur Abtei

Zur Abtei von Stavelot gelangen Sie mit dem Zug bis Trois-Ponts und anschließend mit dem Bus 745 oder mit dem Zug bis Verviers und weiter mit dem Bus 294. Prüfen Sie vor der Abfahrt die Fahrpläne der Bahn- und Busverbindungen, damit Sie die passende Kombination für Ihre Reise einplanen können.

Weitere Reiseziele entdecken: Francorchamps, Jevigné, Neupré, Herstal, Lierneux, Clavier, Dalhem, Theux.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lüttich.

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