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La Reid bietet mehrere klare Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt: die neue neugotische Saint-Lambert-Kirche, die 573 Meter lange Charmille du Haut-Marais, historische Höfe und Wanderungen mit unterschiedlichen Bezugspunkten. Für die Reiseplanung lassen sich Baugeschichte, Erinnerung und Landschaft als verschiedene Themen betrachten, ohne sie zu einem festen Ablauf verbinden zu müssen. Bei der Wanderwahl können ein benannter Ausgangspunkt mit Markierung und ein Aussichtspunkt über Tal und Stadt den Ausschlag geben.

Baugeschichte und Erinnerungsorte

Die neue neugotische Saint-Lambert-Kirche in La Reid wurde 1935 errichtet. Beim Wiederaufbau von 1935 blieben der Turm und die Turmspitze erhalten. So gehören Bauzeit und bewahrte Bauteile gemeinsam zur Geschichte des Bauwerks: Neben dem neugotischen Neubau ist auch wichtig, was beim Wiederaufbau erhalten blieb.

Das Arvô de La Reid ist ein gewölbter Durchgang in der Rue de l’Église. Es setzt einen anderen architektonischen Akzent als die Kirche: Hier steht ein Durchgang mit seiner gewölbten Form im Mittelpunkt. La Reid besitzt außerdem drei öffentliche Pumpen aus dem Jahr 1856. Kirche, Durchgang und Pumpen stehen für unterschiedliche Arten baulichen Erbes und geben der Ortsgeschichte mehr als einen Blickwinkel.

Das Château de Jehoster, auch Ferme de la Chapelle genannt, ist ein befestigtes Schloss-Bauernhaus aus dem Jahr 1660. Die Ferme de la Chapelle in Jehoster bot während des Zweiten Weltkriegs von der Deportation bedrohten Juden sowie Widerstandskämpfern Schutz. An diesem Ort treffen damit die Geschichte eines befestigten Bauernhofs und seine Rolle als Schutzraum in der Kriegszeit aufeinander.

Die Ferme de la Porte de Fer in Jehoster ist ein viereckiger Bauernhof aus dem 17. Jahrhundert im Stil der Lütticher Renaissance. Beim Château de Hautregard im Gebiet von La Reid beziehen sich die historischen Angaben auf andere Zeitmarken: Es wird seit 1575 erwähnt und 1622 erweitert. Die Erwähnung und die spätere Erweiterung sind dabei unterschiedliche Ereignisse, nicht ein gemeinsames Baudatum.

Wandern und Orientierung

Die Wanderung „La Charmille – Balade 23“ beginnt bei La Charmille und ist mit einem blauen Rechteck markiert. Die Längenangabe von 573 Metern bezieht sich auf die Charmille du Haut-Marais selbst; das blaue Rechteck ist die Markierung der Wanderung. Damit sind ein konkreter Bezugspunkt für die Landschaft und ein Merkmal zur Orientierung auf der Tour voneinander zu unterscheiden.

Der Chemin des Sources bietet nach dem Verlassen von La Reid auf einem Höhenrücken einen Aussichtspunkt über das Wayai-Tal und die Stadt Spa. So setzen die beiden Wanderungen unterschiedliche Akzente: Bei „La Charmille – Balade 23“ sind Ausgangspunkt und Markierung benannt, während beim Chemin des Sources der Höhenrücken mit Blick über Tal und Stadt im Vordergrund steht. Die Wahl kann sich danach richten, welcher dieser Bezugspunkte besser zum geplanten Ausflug passt.

Eine regionale Wanderkarte ist im Büro des Syndicat d’Initiative de La Reid oder im Café Le Carat am Place du Marais in La Reid erhältlich. Das Monument national au Maquisard inconnu ist ein weiterer genau lokalisierter Orientierungspunkt: Es steht am Col du Maquisard an der N697 zwischen La Reid und Spa, am Ende der Route du Maquisard aus Richtung La Reid.

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