Ensival bietet unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt: eine baumbestandene Wiese im Parc Godin, eine benannte Wanderroute durch das Préry-Tal und Bauwerke mit eigenen Geschichten. Wer Landschaft und Ortsgeschichte erkunden möchte, findet hier konkrete Themen, an denen sich die Reise ausrichten lässt.
Parklandschaft und Wanderroute
Der Parc Godin liegt hinter der ehemaligen Godin-Besitzung an der En Mi-Ville 23–31. Zu ihm gehört eine abgeschieden gelegene, mit Bäumen bepflanzte Wiese. Im Norden schützt ein kleiner, steiler Hang den Park. Auf ihm wachsen mehrere bemerkenswerte Baumarten: eine Amerikanische Eiche, ein Silberahorn, zwei Walnussbäume und eine ungewöhnliche Vielfalt an Eschen. Wiese, Hang und Baumbestand prägen gemeinsam den beschriebenen Landschaftscharakter des Parks.
Als Wanderroute ist „Ensival: promenade du champ des oiseaux (PCDN)“ benannt. Die „Promenade du Champ des Oiseaux“ führt durch das Préry-Tal, über den Weg La Haute Folie und an der Maison Gohy vorbei. Damit stehen auf der Route sowohl Landschaft als auch ein geschütztes Haus mit eigener Architekturgeschichte im Blick. Das Préry-Tal gehört zugleich zu den Tälern des Préry und seines Nebenflusses Piedvache, die als bemerkenswerter Ort gelten und sich als Landschaftsgebiet von Interesse bezeichnen lassen.
Häuser und Ortsgeschichte
An der Grand’Place 37 steht ein kleines Haus aus dem späten 18. Jahrhundert im Stil Ludwigs XV. Sein fein geschnitztes Tor für Fuhrwerke reicht über die gesamte Breite des Erdgeschosses und gilt als typisch für seine Epoche. Bei diesem Bauwerk sind die Hauptfassade und das Dach seit dem 21. September 1982 als Denkmal geschützt. Die Angaben zum Gebäude umfassen also sowohl ein auffälliges architektonisches Detail als auch den genau bezeichneten Umfang des Schutzes.
Ein anderer Maßstab kennzeichnet das Château Dorman: Es ist ein weitläufiges, monumentales Haus aus den 1870er-Jahren. Neben Château Dorman sind auch die Namen Lu Tchéstê Dorman und Lu Tchéstê del Folèye gebräuchlich; das Haus wurde nach seinem ersten Eigentümer benannt. Die Maison Gohy in der rue du Canal 3 ist ebenfalls ein geschütztes Haus und im Stil Ludwigs XV. gestaltet. Da die Wanderroute an ihr vorbeiführt, ist sie ein konkreter Baugeschichtsbezug entlang des Weges.
Weitere Details öffnen den Blick auf unterschiedliche Facetten von Ensivals Geschichte. Die Croix du Thier des Pierres Blanches ist 2,75 Meter hoch. Louis Zurstrassen errichtete sie 1929 anstelle eines schlichten Holzkreuzes. Am Place de la Saunerie wiederum steht die Salzgewinnung in Verbindung mit dem Salz, das in den Färbereien der Region verwendet wurde. Unter den angrenzenden Gebäuden liegen mit Blaustein gepflasterte Keller, in denen eine Salzraffinerie eingerichtet war.
Auch die Entwicklung Ensivals gibt dieser Ortsgeschichte einen weiteren Zusammenhang: Nachdem Ensival im 17. Jahrhundert eigene Schöffen erhalten hatte, entwickelte es sich im Einflussbereich von Verviers und orientierte sich an der Tuchherstellung. Das Ensival Historical Museum befasst sich seit 1998 mit der Besetzung und Befreiung der Region Grand Verviers während des Zweiten Weltkriegs.
Für die Reiseplanung können Sie den Schwerpunkt nach Ihren Interessen setzen: Der Parc Godin und die Route durchs Préry-Tal stehen für Landschaft und Gehen; Häuser, Kreuz, Salzgeschichte und Museum erschließen andere historische Themen Ensivals. So lässt sich die Auswahl des Aufenthalts an dem ausrichten, was Sie vor Ort besonders interessiert.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Verviers.