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Ein ehemaliger Bahnhof, zwei historische Stellwerkskabinen und Wege durch die Fagne geben Sourbrodt mehrere unterscheidbare Akzente. Die Vennbahn führt auch am Bahnhof von Sourbrodt vorbei und wurde entlang ihrer früheren Bahnstrecke zu einer grünen Verbindung für Wanderungen und Radtouren umgestaltet. Hinzu kommen Spazierwege mit Natur- und Geschichtsthemen sowie Denkmäler. Für die Planung hilft es, zuerst zu entscheiden, ob die Vennbahn, die Fagne oder die Erinnerungsgeschichte im Mittelpunkt stehen soll.

Vennbahn und Touren auf der Bahntrasse

Die Vennbahn ist eine 125 Kilometer lange Radroute, die Deutschland, Belgien und Luxemburg durchquert. Sourbrodt gehört zu den ehemaligen Bahnhöfen an der Strecke. Ihre heutige Nutzung als grüne Wegeverbindung knüpft an die frühere Eisenbahnlinie an: Sie ist für Wanderungen und Radtouren umgestaltet und bietet damit zwei Möglichkeiten, die ehemalige Bahntrasse zu erleben.

Die Radtour „Zwischen Vennbahn und Rur“ führt über die Vennbahn bis nach Sourbrodt. Hinter dem gut erhaltenen Bahnhofsgebäude verlässt die Tour die Vennbahn. Der Bahnhof ist damit ein prägnanter Punkt in der Routenbeschreibung. Eine andere Art der Fortbewegung bieten Railbike-Draisinen zwischen Kalterherberg und Sourbrodt. Wenn Sie diese Fahrt einplanen, prüfen Sie vorab die Verfügbarkeit.

Spazierwege in der Fagne

„Dans la Fagne de Sourbrodt“ erschließt die Tier- und Pflanzenwelt rund um die Rour. Der Spazierweg führt außerdem zu einer ehemaligen Torfabbaufläche und zu Überresten des Krieges von 1940 bis 1945. Als Startpunkte nennt die Route den Bahnhof von Sourbrodt und den Parkplatz de la Rour. So lässt sich der Weg anhand seiner Natur- und Geschichtsthemen auswählen; für den Einstieg stehen zwei konkret benannte Orte zur Wahl.

„Vers la Fagne Wallonne“ beginnt am Parkplatz de la Rour und führt bis zur Maison du Parc in Botrange. Der Weg verläuft durch Wald bis zum Eingang eines staatlichen Naturschutzgebiets mit weitläufigen Heide- und Besenheideflächen. Die beiden Spazierwege setzen also unterschiedliche Schwerpunkte: Bei „Dans la Fagne de Sourbrodt“ stehen unter anderem Tier- und Pflanzenwelt, Torfabbau und Kriegsreste im Routenverlauf; „Vers la Fagne Wallonne“ verbindet den Waldweg mit dem Zugang zu den Heideflächen.

Bahnhof, Stellwerke und Denkmäler

Neben dem ehemaligen Bahnhof stehen zwei Stellwerkskabinen, die als die ältesten Stellwerkskabinen Belgiens gelten. Ihre Architektur ist typisch für die preußische Epoche. Die beiden Gebäude geben der Eisenbahngeschichte Sourbrodts einen konkreten Bezugspunkt neben der früheren Bahnlinie und dem erhaltenen Bahnhofsgebäude.

Auch das Nicolas-Pietkin-Denkmal verbindet einen Ort mit einem historischen Thema. Die sieben Meter hohe Stele aus Blaustein steht in der Rue de Botrange. Auf ihr befindet sich eine Gruppe aus grünlicher Bronze mit der kapitolinischen Wölfin. Das Denkmal erinnert an den Pfarrer von Sourbrodt und seinen Einsatz für die romanische Kultur während des preußischen Kulturkampfs.

Im Zentrum von Sourbrodt erinnert eine Gedenkstele an den Comiczeichner Didier Comès (1942–2013). Ein anderes Thema greift das Fliegerdenkmal auf: Es erinnert an die Besatzung eines britischen Bombers, der 1943 abgeschossen wurde. Die Denkmäler setzen so unterschiedliche Akzente – von Kulturgeschichte und Kunst bis zur Erinnerung an die Kriegsjahre.

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