La Marche markiert bei Villers-Devant-Orval die belgisch-französische Grenze. Der Ort verbindet diese Grenzlage mit einer langen Bau- und Ortsgeschichte; dazu kommen Spazierwege, die hier ihren Ausgang nehmen.
Bau- und Kulturgeschichte im Ort
Villers-Devant-Orval hat Ursprünge in der Römerzeit. Auch Überreste aus fränkischer Zeit und dem Mittelalter sowie wertvolle Entdeckungen gehören zur Ortsgeschichte. Zu den sichtbaren Bauzeugnissen zählen alte Bauernhöfe aus dem 18. Jahrhundert, die Ruinen einer Burg aus dem 6. Jahrhundert und ein als Denkmal klassifiziertes Herrenhaus aus dem 17. Jahrhundert. Die verschiedenen Datierungen eröffnen unterschiedliche historische Blickwinkel, statt die Ortsgeschichte auf ein einzelnes Bauwerk zu reduzieren.
Die ehemaligen Schmieden von Villers-Devant-Orval sind ein bedeutendes Zeugnis des industriellen und monastischen Erbes der Gaume. Die Kirche St-Gengoul wurde von der Gemeinde 1853–1855 wiederaufgebaut. Seit 2015 schmückt ein Fresko des Zeichners Jean-Claude Servais den Giebel neben dem Fontaine Mathilde. Mit diesem Brunnen ist außerdem die Legende verbunden, Mathilde von Tuszien habe an diesem Ort gelobt, ein Kloster zu errichten.
Klostergeschichte und Besuchspunkte in Orval
Für die Klostergeschichte in Orval sind zwei Zeitmarken wichtig: Die ersten Mönche ließen sich dort 1070 nieder. Am 9. März 1131 kamen sieben Zisterziensermönche unter der Leitung von Constantin an. Damit stehen die Niederlassung der ersten Mönche und die spätere Ankunft der sieben Zisterzienser als unterschiedliche Stationen im Zeitablauf.
Die Geschichte des Heilpflanzengartens in Orval reicht bis 1774 zurück. Auf dem Vorplatz des rekonstruierten mittelalterlichen Herbergsflügels wurde zudem ein Garten einfacher Heilpflanzen rekonstruiert. Der Besichtigungsrundgang des Musée d'Orval verteilt sich auf vier Orte: Maison des hôtes, Ancienne Pharmacie, Communs Abraham und Caves Dewez. So führt der Rundgang an mehreren benannten Stationen vorbei, während die Klostergeschichte verschiedene Epochen umfasst.
Geführte Besichtigungen in der Abtei Orval dauern 1 Stunde und 30 Minuten; ihre Durchführung hängt von der Verfügbarkeit eines Guides ab. Für die Planung lohnt es sich, diese Dauer und die Verfügbarkeit vorab zu berücksichtigen.
Spazierwege und Rundweg
Zahlreiche Spazierwege beginnen in Villers-Devant-Orval und führen nach Auflance, Saint-Walfroy, Margny und Avioth. Die Zielorte geben Orientierung bei der Auswahl; prüfen Sie die Bedingungen der konkreten Route vor dem Aufbruch. Im Naturschutzgebiet Prés d'Orval umfasst der Rundweg einen nach Access I zertifizierten Abschnitt für Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Die Zertifizierung bezieht sich auf diesen Abschnitt des Rundwegs.
Der Sentier GR des trappistes de Wallonie umfasst einen 116 Kilometer langen Abschnitt zwischen Rochefort und Orval. Das ist ein eigener Planungspunkt neben den Spazierwegen, die in Villers-Devant-Orval beginnen. Prüfen Sie vor dem Start die Bedingungen der jeweiligen Route.
Bierverkostung im Ort
In der Brasserie Gengoulf in Villers-Devant-Orval können Besucher das Bier „Gengoulf“ verkosten. Wenn Sie diese Möglichkeit in Ihre Reiseplanung aufnehmen möchten, klären Sie die Verkostung vor der Anreise ab.
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