Am nördlichen Abhang der Calestienne erstreckt sich Humain. Der Ort ist vom Plateau du Gerny umgeben, das als fruchtbare Ebene gilt. Rundwege, handwerkliche Angebote und eine vielschichtige Baugeschichte geben Ihnen verschiedene Anknüpfungspunkte für die Reiseplanung.
Wege zu Fuß und mit dem Rad
Die Route „Humain, village de caractère (balade-découverte)“ ist eine 4,8 Kilometer lange Runde für Fußgänger. Eine weitere Fußroute, „Humain - 13 Daphnée - Balisage bleu“, ist 7,5 Kilometer lang und als einfach eingestuft. So lassen sich die beiden Wege nach Streckenlänge unterscheiden; bei der längeren Route ist zusätzlich die Einstufung als einfach angegeben. Die Bedingungen beider Routen können sich saisonal ändern. Prüfen Sie sie daher vor dem Start.
Die Route „Humain - 12 Marguerite - Balisage jaune“ führt durch die kleinen Gassen von Humain und anschließend auf das Plateau du Gerny. Sie ergänzt die beiden Fußwege um einen Verlauf, der Dorf und Landschaft verbindet. Für Radfahrende weist die Beschilderung der Dorsale du Pays de Famenne in Humain in Richtung Rochefort. Die RAVeL-Linie 150B ist eine Route, über die Houyet erreichbar ist.
Ateliers Gerny und handwerkliche Kurse
Die Ateliers Gerny organisieren regelmäßig Schulungen zur Vermittlung handwerklicher Fertigkeiten oder künstlerischer Techniken. Zu den Angeboten gehören praktische Bildhauerkurse für Anfängerinnen und Anfänger sowie für Menschen, die ihre Kenntnisse verbessern möchten. Ein Bericht vom 27. Januar 2025 beschreibt Workshops der Ateliers, die der gesamten Öffentlichkeit offenstehen. Für die konkrete Teilnahme prüfen Sie bitte die aktuellen Termine.
Kirche Saint-Martin und historische Hofbauten
Die Kirche Saint-Martin wurde 1953 erbaut und steht 100 Meter vom Standort der früheren Kirche entfernt. Diese wurde 1944 durch Bombardierung und Brand zerstört. Im Kircheninneren befindet sich eine Holzstatue der Jungfrau Maria aus dem 19. Jahrhundert, die sie beim Zertreten einer Schlange zeigt. Skulpturen rund um die Innentür stellen Episoden aus dem Leben des heiligen Martin dar; sie stammen von Z. Dobrzycki.
Auch die Bauernhöfe erzählen von der Bauweise des Ortes: Einige bestehen aus örtlichem Stein und haben langgestreckte oder U-förmige Grundrisse. Sie stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Die ehemalige Ferme des Moines war vermutlich Eigentum der Mönche von Rochefort. Zu ihr gehört ein schmales Wohngebäude aus dem 17. Jahrhundert. Damit reicht die örtliche Baugeschichte von älteren Hofgebäuden bis zur Kirche, die nach der Zerstörung ihres Vorgängerbaus errichtet wurde.
Château de Humain und Steinbruch Saint-Martin
Das Château de Humain ist ein klassizistischer Bau aus dem Jahr 1756. Im Dezember 1944 wurde es während der Ardennenschlacht in Brand gesetzt und anschließend im ursprünglichen Stil restauriert. Das Château ist privat und liegt in einem großen, von Mauern umgebenen Park mit Teichen. Im Park steht ein kleiner Aussichtsturm aus dem 18. Jahrhundert, von dem sich ein Blick auf die Teiche und das gesamte Tal bietet.
Der ehemalige Steinbruch Saint-Martin zwischen Humain und Aye wurde 1732 für grauen und roten Marmor eröffnet. Die Abtei Saint-Hubert betrieb den Steinbruch bis 1760; der Abbau wurde 1980 aufgegeben. Der Marmor wurde hauptsächlich zur Ausschmückung der Kirche von Saint-Hubert und zum Bau ihres Abteipalasts verwendet. Die Zeitangaben unterscheiden die frühe Nutzung durch die Abtei von der späteren Aufgabe des Abbaus.
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