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Auf einem Felsvorsprung mit Blick über das Ourthetal liegen die Eremitage und Kapelle Saint-Thibaut in Montaigu (Marcourt). Dazu kommen eine Wanderung, eine Fahrradroute sowie weitere Kirchen- und Gedenkorte. Für die Planung können Sie Natur, Bewegung und Ortsgeschichte als unterschiedliche Schwerpunkte gewichten.

Zu Fuß unterwegs

Die Wanderung kann am Besucherbüro in Marcourt beginnen und ist 7,8 km lang. Sie führt am Rau du Bois Maya entlang und macht Biberburgen am Ort Brûlées Fagnes erlebbar. Wer sich für Biberbauten interessiert, findet hier ein konkretes Naturthema auf einer benannten Strecke.

Kirchen, Gedenken und Architektur

Die denkmalgeschützte Saint-Martin-Kirche in Marcourt stammt aus dem 17. Jahrhundert und wurde an der Stelle eines älteren, wahrscheinlich romanischen Bauwerks errichtet. Vier Joche gliedern das Kirchenschiff; der Chorabschluss ist dreiseitig. Damit stehen die vorsichtig eingeordnete Vorgeschichte und konkrete Merkmale der Kirchenarchitektur nebeneinander. Die Joche teilen das Kirchenschiff in Abschnitte; der Chor endet nicht gerade, sondern mit drei Seiten.

Die Chapelle des Fusillés wurde 1949 an der Stelle einer ehemaligen Backstube errichtet und eingeweiht. Dort waren 1944 elf Dorfbewohner von deutschen Truppen verbrannt worden. Der Bezug von Ereignis und Standort ist eng: Die Kapelle markiert den Ort des Geschehens und ordnet das Gedenken mit Baujahr und Einweihung zeitlich ein.

Auch die Fontaine miraculeuse de Saint-Thibaut gehört zur historischen Ortsgeschichte. Pilger führten dort Waschungen durch, indem sie kranke Gliedmaßen eintauchten, oder tranken das Wasser. Die Quelle erzählt damit von einer früheren religiösen Praxis.

Das Château de Marcourt ist ein Schloss aus dem 17. Jahrhundert; seine Grundmauern bestehen aus Sandstein. Zusammen mit Saint-Martin ergibt sich ein Architekturvergleich: Beide Bauwerke stammen aus dem 17. Jahrhundert, doch bei der Kirche sind Joche und Chorabschluss markante Merkmale, beim Château der Sandstein der Grundmauern.

Mit dem Fahrrad

Die barrierearme Fahrradroute „Rendeux & ses villages“ beginnt am Tourismusbüro von Marcourt. Sie ist 20,7 km lang und überwiegend asphaltiert. Im direkten Vergleich stehen 7,8 km zu Fuß und 20,7 km mit dem Fahrrad. So lassen sich die beiden Aktivitäten nach Fortbewegungsart und Streckenlänge einordnen; Barrierearmut und Asphaltierung sind zusätzliche Merkmale der Fahrradroute.

Markt im Sommer

Der Dorfmarkt von Marcourt findet jeden Mittwoch im Juli und August statt. Die konkreten Termine und Zeiten können je nach Jahr variieren; prüfen Sie deshalb vor dem Besuch den Kalender des betreffenden Jahres. Für die Reiseplanung liefert der wiederkehrende Wochentag einen ersten Anhaltspunkt; die Jahresangaben klären den konkreten Besuchstermin.

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