Beauraing lässt sich über zwei markante Themen entdecken: die Geschichte des Wallfahrtsorts und die Landschaft des Parc du Castel. Die Statue von Notre-Dame de Beauraing steht genau an dem Ort, an dem Maria den fünf Kindern erschien. Basilika, Museum, Schlosspark und Wanderwege bieten unterschiedliche Schwerpunkte für die Reiseplanung.
Wallfahrt und Architektur
Vom 29. November 1932 bis zum 3. Januar 1933 waren fünf Kinder aus Beauraing 33-mal Zeugen von Erscheinungen der Jungfrau Maria. Der Erscheinungsort entwickelte sich zu den Sanctuaires de Beauraing und ist heute ein Wallfahrtsort. Die Geschichte prägt den Besuch des Ortes; die Statue erinnert an den genau bezeichneten Erscheinungsplatz.
Die Basilica minor ist Notre-Dame au Coeur d'Or gewidmet und wurde vom Namurer Architekten Roger Bastin (1913–1986) entworfen. Sie bietet Platz für mehr als 2.000 Personen. Das Musée marial ergänzt den Blick auf die Marienverehrung mit mehr als 800 Reproduktionen der Jungfrau Maria aus aller Welt.
Parc du Castel und Château de Beauraing
Der 59 Hektar große Parc du Castel verbindet den unteren Parc Saint-Pierre mit seinen Teichen und den oberen Parc Sainte-Marie mit dem Château. Das bewaldete Gebiet hat Wege und Pfade, auf denen sich die lokale Tier- und Pflanzenwelt entdecken lässt. Am Rand des Parks können Besucher in einem kleinen Tierpark Damhirsche sehen.
Auch die Baugeschichte zeigt verschiedene Zeitschichten: Der Bau des Château stammt wahrscheinlich aus dem Mittelalter. Heute sind davon nur noch Türme, Mauern und Nebengebäude erhalten. Am Haupteingang steht ein monumentales Steinportal, dessen Stein auf das Jahr 1570 datiert wird. Im Parc du Castel liegt außerdem die Chapelle Saint-Pierre-aux-Liens aus dem 12. Jahrhundert.
Spaziergänge und Wanderungen
Die Spazierkarten umfassen fast 40 markierte Wanderungen im Gebiet von Beauraing, darunter Rundwanderungen von 3 bis 20 Kilometern. Eine kürzere Streckenoption ist die Wanderung „Beauraing – promenade autour des parcs Sainte-Marie et Saint-Pierre“: Sie ist 5,5 Kilometer lang und dauert etwa 1 Stunde und 30 Minuten. Der „petit tour saint pierre (PMR)“ ist für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich.
Die Géobalade de Beauraing setzt einen anderen Schwerpunkt: Die 14,1 Kilometer lange Route ist als mittelschwer eingestuft und führt durch den Parc du Castel sowie weiter durch die kalkgeprägte Landschaft von Beauraing. Damit lässt sich die kürzere Parkrunde von einer längeren Route unterscheiden, die neben dem Park auch die Landschaft einbezieht.
Schatzsuchen und Freizeitangebote
„Escape in the City – Beauraing“ ist eine Schatzsuche, bei der Teams die Stadt erkunden, Rätsel lösen und die Geheimnisse einer ungewöhnlichen Tasche entschlüsseln. Die Runde beginnt und endet beim Office du tourisme de Beauraing, Rue de Rochefort 38. Eine eigene Variante, „Escape in the City – Kids“, ist eine Schatzsuche im Freien für Kinder von 6 bis 10 Jahren im Schlosspark im Zentrum von Beauraing.
Für ein überdachtes Freizeitangebot gibt es Les ouistitis – Plaine de jeux intérieure, einen 600 Quadratmeter großen Bereich. Die Spielzonen umfassen Angebote für Babys sowie für Kinder von 2 bis 4 und von 5 bis 12 Jahren; dazu kommen eine Konstruktionszone und eine Trampolinzone. So unterscheiden sich die Aktivitäten nach Format und Altersgruppe, von Rätseln im Freien bis zum überdachten Spielbereich.
Anreise und Unterkunft planen
Der Bahnhof Beauraing ermöglicht die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Prüfen Sie passende Verbindungen für Ihren Reisetag. Wer Hotels in Beauraing sucht, kann den Aufenthalt zunächst nach dem gewünschten Schwerpunkt ausrichten: Wallfahrtsgeschichte und Museum, die Bauwerke im Parc du Castel oder Zeit auf den markierten Spazier- und Wanderrouten.
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