Ein Bildstock am Weg zum alten Mühlenstandort, ein Gedenkmonument nahe der Kirche und eine Gedenktafel am Friedhof geben Sart-en-Fagne klar unterscheidbare kulturgeschichtliche Bezugspunkte. Hinzu kommen die neogotische Pfarrkirche und ein kleines Freiluftoratorium. Die Themen reichen damit von örtlicher Erinnerung bis zur Landschaft von Les Tournailles und dem Tal des Hermeton.
Potale Saint-Donat und Moulin
Die Potale Saint-Donat ist ein Bildstock aus Blaustein mit einer dreieckig überhöhten Nische, die von einem Gitter verschlossen wird. Zum Bildstock gehört außerdem eine originale Metallplatte mit runden Löchern. Er steht außerhalb des Dorfes an der Straße zum alten Mühlenstandort; vom Zentrum von Sart-en-Fagne aus liegt er auf der rechten Seite. Der Moulin de Sart-en-Fagne befindet sich ebenfalls außerhalb des Dorfes, an der Rue du Moulin de Sart-en-Fagne im Tal des Hermeton. Eine örtliche Überlieferung verbindet den Bau der Potale mit Gustave Mathys: Aus Dankbarkeit habe er sie errichtet, nachdem ein Blitzschlag sein Haus und sein Vieh verschont hatte.
Gedenkorte und Kirche
Das Monument Commémoratif 1 liegt südlich und nahe der Kirche. Es umfasst zehn Grabsteine mit den Namen der Kinder und ihrer Lehrerin und wurde nach dem Krieg zum Gedenken an Kinder errichtet, die im Januar 1944 ums Leben kamen. Einen anderen zeitlichen Rahmen setzt die Gedenktafel von Sart-en-Fagne: Sie ist an der Nordwand des Friedhofs in der Rue St Roch befestigt und nennt örtliche Kriegstote aus den Jahren 1914 bis 1918 sowie 1940 bis 1945.
Die Église Notre-Dame de Sart-en-Fagne ist eine neogotische Pfarrkirche. Roger Bastin baute sie 1965 bis 1967 teilweise um und gestaltete ihr Inneres neu. Im kleinen Freiluftoratorium befindet sich die Statue Notre-Dame de Beauraing. Freiwillige errichteten das Oratorium als Ersatz für ein zerstörtes früheres Haus. Wer religiöses Erbe als Schwerpunkt setzt, kann den Bildstock, die neogotische Pfarrkirche und das kleine Freiluftoratorium als unterschiedliche Bauformen vergleichen.
Route und Naturschutzgebiet
Die Route durch das Hermeton-Tal verläuft auf mehr als sechs Kilometern entlang des Flusses Hermeton und erreicht anschließend Sart-en-Fagne. Nach Sart-en-Fagne verlässt sie das Tal und führt durch Natur bis zum Dorf Romerée in Doische. Die Ankunft in Sart-en-Fagne ist also ein Zwischenpunkt und nicht das Ende des beschriebenen Verlaufs. Für Ihre Planung lohnt sich die Unterscheidung zwischen dem Abschnitt bis Sart-en-Fagne und der Fortsetzung nach Romerée. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die örtlichen Routenbedingungen.
Die von Natagora erworbenen Flächen bei Les Tournailles bilden derzeit ein anerkanntes Naturschutzgebiet von rund 15 Hektar. Überwiegend besteht es aus naturnahen Wiesen, die sich zwischen Villers-en-Fagne und Sart-en-Fagne erstrecken. Im Naturschutzgebiet Tournailles blühen acht Arten wild wachsender Orchideen.
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