Zum Inhalt

Surice verbindet mehrere kulturelle Zeitschichten: die neoromanische Église Saint-Lambert, die Geschichte des Château de Surice und eine teilweise erhaltene Felspartie im Schlosspark. Die dazugehörigen Jahreszahlen stehen für unterschiedliche Bauwerke und Entwicklungen, nicht für eine einzige durchgehende Bauphase. Wer sich für Architektur und Ortsgeschichte interessiert, kann hier verschiedene Fragen verfolgen: Wie unterscheiden sich sakrale Architektur, die Geschichte eines wiedererrichteten Schlosses und eine gestaltete Felspartie?

Kirche und sakrale Architektur

Die Église Saint-Lambert ist ein neoromanisches Gebäude aus Kalkstein und stammt aus dem Jahr 1924. Neoromanisch bezeichnet die erneute Aufnahme romanischer Bauformen; der Begriff beschreibt also den Stil, nicht ein mittelalterliches Baujahr. An der Kirche befindet sich außerdem ein jüngerer Kalvarienberg mit Christus. Auch dieser gehört zu den sakralen Details des Ortes: Ein Kalvarienberg verweist auf die Leidensgeschichte Christi. Die Zuschreibung des Architekten an Docq bleibt unsicher, während Stil, Material und Baujahr klar benannt sind. So lassen sich die baulichen Eckdaten von der unsicheren Namenszuschreibung unterscheiden.

Schlossgeschichte und Parkgestaltung

Das Château de Surice wurde um 1920 auf den Grundmauern eines Schlosses von 1687 wiedererrichtet. Der ältere Bau war im Krieg durch einen Brand zerstört worden. Für die Zeitlinie ist die Unterscheidung wichtig: 1687 bezeichnet den Vorgänger, „um 1920“ den Wiederaufbau. Die Grundmauern stellen dabei die bauliche Verbindung zur früheren Anlage her, ohne die beiden Bauphasen zeitlich gleichzusetzen.

Im Parc du Château de Surice trägt eine teilweise erhaltene Felspartie weitere Zeitschichten. Sie wurde in den 1930er Jahren gestaltet und 1949 ergänzt; zu ihr gehören eine Grotte und ein schmaler Weg, der die Grotte säumt. Entlang der Parkmauer des Château stehen zudem zwei kleine Pavillons. Traditionell gelten sie als ehemalige Zollbüros und werden bereits ab 1502 erwähnt. Die traditionelle Deutung der Funktion und die frühe Erwähnung sind zwei unterschiedliche historische Anhaltspunkte.

Auf einer Zeitleiste stehen deshalb verschiedene Arten von Jahresangaben nebeneinander: 1502 bezeichnet eine frühe Erwähnung der Pavillons, 1687 den Vorgängerbau, um 1920 den Wiederaufbau und 1924 die Kirche. Die Felspartie gehört mit ihrer Gestaltung in den 1930er Jahren und der Ergänzung von 1949 zu einer späteren Parkphase. Dieser Vergleich hilft, Erwähnung, Baujahr, Wiederaufbau und spätere Ergänzung auseinanderzuhalten.

Besuche mit vorheriger Anfrage

La Place Verte ist ein Bauernhof in Surice, den Sie auf Anfrage besichtigen können. Für die Maison de la Vignette und den Parc de la Vignette lassen sich Reservierungsanfragen stellen. Wenn Sie einen dieser Besuche einplanen, klären Sie vorab die jeweils geltenden Absprachen; Reservierungsregelungen können sich ändern.

Weitere Reiseziele entdecken: Vresse-Sur-Semois, Couvin, Lustin, Blaimont, Forville, Bois-De-Villers, Goesnes, Oignies-En-Thiérache

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Namen.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.