Hofstade lässt sich über archäologische Spuren, Baugeschichte und Landschaft erschließen. Die Funde reichen von Gräbern und römischen Gebäuderesten bis zu genau datierten Kapellen und geschützten Bauwerken. Dazu kommen eine Wanderroute durch Felder und Wiesen, eine längere Fahrradrunde und ein Landschaftsgebiet mit Bedeutung für zahlreiche Vogelarten. So können Sie Kulturgeschichte und Natur als unterschiedliche Schwerpunkte Ihrer Reise betrachten.
Archäologische Spuren von der Eisenzeit bis zur Römerzeit
In Hofstade wurde das größte Urnenfeld Flanderns ausgegraben. Außerdem wurden hier zwei römische Gräber entdeckt; sie waren bereits während einer Voruntersuchung ausgegraben worden. Am Steenberg an der Vondelbeek kamen bei Ausgrabungen zwischen 1947 und 1951 eisenzeitliche Beinkistengräber, ein römisches Fanum und eine römische Villa ans Licht. Die Angaben umfassen damit verschiedene Arten von Bestattungs- und Gebäudefunden.
Der gallorömische Tempel, auch Fanum genannt, ist innerhalb einer trapezförmigen Temenos-Umfriedung nach Osten ausgerichtet. Überreste, die als römische Villa interpretiert wurden, umfassen Steinbauten mit sechs Räumen. An der Steenweg in Hofstade wurden außerdem die Fundamente eines römischen Gebäudes und Keramik aus der Zeit von 70 bis 100 n. Chr. gefunden. Zusammen ergeben diese Funde verschiedene Anknüpfungspunkte, wenn Sie sich für römische Bestattungen, Tempelanlagen oder Gebäudereste interessieren.
Kapellen und geschützte Baugeschichte
Die Pfarrkirche Onze-Lieve-Vrouw Hemelvaart und ihre Kirchhofmauer stehen seit dem 12. April 1974 unter Denkmalschutz. Bei der Sint-Annakapel markieren zwei unterschiedliche Daten ihre Geschichte: Sie wurde 1651 erwähnt und 1743 wiederaufgebaut. Die Erwähnung und der Wiederaufbau sind dabei eigene historische Eckpunkte.
Die Kapel Onze-Lieve-Vrouw van Zeven Weeën ist eine weiß gestrichene Backsteinkapelle aus dem Jahr 1864 und steht neben einem Häuserblock. Bauweise, Farbe, Baujahr und die Lage neben dem Häuserblock geben ein konkretes Bild ihrer architektonischen Beschreibung. Im Vergleich dazu lenken die Angaben zur Pfarrkirche den Blick auf den Denkmalschutz, während bei der Sint-Annakapel die beiden Daten ihre überlieferte Geschichte strukturieren.
Landschaft und Routen
Honegem-Solegem ist ein wichtiges Brut-, Nahrungs- und Rastgebiet für zahlreiche Vogelarten. Diese drei Funktionen zeigen, dass das Gebiet für unterschiedliche Phasen des Vogellebens Bedeutung hat. Bei Hofstade führt die Wanderroute „Verrassend Aalst“ durch offene Felder, Wiesen und ruhige Dorfstraßen. Die Routenbeschreibung benennt damit eine Landschaft aus offenen Flächen, Grünland und Dorfstraßen.
Anders angelegt ist die 40 Kilometer lange Fahrradrunde durch Hofstade, Gijzegem, Wieze, Moorsel, Baardegem und Meldert. Die beiden Routen lassen sich anhand verschiedener Merkmale einordnen: Bei „Verrassend Aalst“ steht die Landschaft entlang der Wanderroute im Vordergrund, bei der Fahrradrunde die Distanz und die Folge der durchfahrenen Orte. Prüfen Sie vor der Abfahrt die Routendetails, wenn Sie Ihre Planung danach ausrichten möchten.
Vorträge und Ausstellungen
Die Heemkundige Kring Denderland ist in Hofstade aktiv und organisiert Vorträge und Ausstellungen. Das bietet einen anderen Zugang zu den lokalen Kulturthemen als der Blick auf archäologische Funde oder Bauwerke. Wenn Sie Ihre Reise auf einen Vortrag oder eine Ausstellung abstimmen möchten, prüfen Sie vorab die Termine. So können Sie bei der Planung zwischen einem konkreten Veranstaltungstermin, den kulturhistorischen Themen und den beschriebenen Routen wählen.
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