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Der Schlosspark von Poeke ist 56 Hektar groß und waldreich. Er gibt der Destination einen klaren Landschaftsbezug; daneben gehören mehrere Bauwerke zur örtlichen Geschichte. Für die Auswahl eines Aufenthalts lassen sich Natur und Kulturerbe als unterschiedliche Schwerpunkte betrachten: der Park einerseits, andererseits Wasserschloss, Mühle und Kapellen mit eigener Bau- und Zeitgeschichte.

Natur und Bewegung in Poeke

Für 2026 gilt: Vom ersten Sonntag im April bis einschließlich November findet im Kasteeldomän von Poeke jeweils am ersten Sonntag eine kostenlose geführte Naturwanderung statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wenn Sie diese Tour einplanen möchten, prüfen Sie den konkreten Termin vor dem Besuch.

Ein Spielwald befindet sich ebenfalls im Kasteeldomän von Poeke. Eine andere Form des Gehens bietet die VRT-PodWalks-Erfahrung beim Kasteel van Poeke: Sie gehen im eigenen Tempo und haben Arnout Hauben als persönlichen Audioguide im Ohr. Der Unterschied für die Planung liegt im Format: Die Naturwanderung hat einen festen Sonntagstermin, der PodWalk setzt auf selbstbestimmtes Gehen.

Die Poekekasteel-Wanderroute beginnt an der Sint-Lambertuskerk am Dorpsplein in Poeke. Damit ist ein konkreter Startpunkt für die Orientierung benannt. Die Route und der PodWalk sind unterschiedliche Angebote: Für den PodWalk ist das Gehen im eigenen Tempo beschrieben, für die Wanderroute der Start an der Kirche.

Wasserschloss, Mühle und Kapellen

Das Kasteel van Poeke ist ein Wasserschloss im neoklassizistischen Stil. Seine Vorgeschichte führt zur ursprünglichen Burg: Sie wurde 1453 während des Aufstands der Genter gegen Philipp den Guten größtenteils zerstört und blieb bis zum Beginn des 17. Jahrhunderts eine Ruine. Damit stehen die heutige Beschreibung des Schlosses und eine deutlich ältere, von Zerstörung und Ruinenzeit geprägte Geschichte nebeneinander.

Eine andere Baugeschichte erzählt die Artemeersmolen. Sie ist eine runde steinerne Getreidewindmühle, die 1810 vermutlich von Karel Wibo errichtet wurde. Die vorsichtige Zuschreibung gehört zur Geschichte der Mühle: Karel Wibo wird als möglicher Erbauer genannt, nicht als gesicherter Urheber. Zusammen mit der Burggeschichte eröffnet sie einen Vergleich zwischen der mittelalterlichen Vorgeschichte des Schlosses und einem Bau aus dem frühen 19. Jahrhundert.

Die heutige Kapelle Onze-Lieve-Vrouw van Lourdes wurde 1874 in der Nähe einer verschwundenen früheren Kapelle errichtet. Roter Backstein mit Bändern aus weißem Backstein und der neoromanische Stil prägen ihre Bauart. An der Kapelle lassen sich Baumaterial und Stil gemeinsam betrachten; ihre Entstehung an diesem Ort stellt zugleich eine Verbindung zu einem früheren, inzwischen verschwundenen Kapellenbau her.

Auch das alleinstehende Herrenhaus Het Klein Kasteeltje, auch Kasteel de Reigerbeek genannt, gehört zur Baugeschichte Poekes. Es wurde 1872 in Poeke erbaut. Die verschiedenen Jahreszahlen ordnen die genannten Bauwerke zeitlich ein: 1453 markiert die Zerstörung der ursprünglichen Burg, 1810 die vermutete Errichtung der Mühle, 1872 das Herrenhaus und 1874 die heutige Kapelle.

Ortsbezüge für die Planung

Die frühere Lage der Kapelle stand in Beziehung zur Kasteelstraat, zur Middendreef, zur Allee entlang des Schlossparks und zum Dorfplatz. Diese historischen Ortsbezüge unterscheiden sich vom Startpunkt der Poekekasteel-Wanderroute an der Sint-Lambertuskerk am Dorpsplein. Für die Beschäftigung mit Poeke stehen so sowohl einzelne Bauwerke und ihre Entstehungszeiten als auch benannte Bezugspunkte im Ort zur Verfügung.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Aalter.

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