Eine Wanderroute von 9,3 km und die Geschichten historischer Höfe, Kirchen und Landschaften geben Hillegem mehrere unterscheidbare Seiten. Für Ihren Aufenthalt können Sie eine längere oder verkürzte Wanderoption in den Blick nehmen und dazu passende kulturelle Interessen setzen. Die Ortsgeschichte reicht von einer Pastorie aus dem 18. Jahrhundert bis zu Spuren einer Windmühle und einer römischen Meilensäule.
Wandern und Landschaft rund um Hillegem
Die Hillegemroute ist 9,3 km lang; als Gehzeit sind etwa 2 Stunden und 11 Minuten angegeben. Sie beginnt am Kerkplein Hillegem. Eine verkürzte Variante misst 6,4 km und beginnt am Hillegemplein. Streckenlänge und Startpunkt bieten damit konkrete Vergleichspunkte bei der Planung. Da sich der Routenbetrieb ändern kann, prüfen Sie vor dem Start die aktuelle Routeninformation. Natuurpunt Denderstreek legte außerdem einen ausgeschilderten Rundweg zum Doormansbos an.
Das Doormansbeek-Tal liegt an der Grenze zwischen Hillegem und Herzele und gilt als ökologisch wertvolles Talgebiet. Das Doormansbos und eine alte Flachsröstgrube nahe der Ternatstraat bilden dessen südlichen Teil. Ein anderes Landschaftsbild bietet der nördliche Abschnitt der Diepestraat: Er ist ein gut erhaltener Hohlweg, dessen bewachsene Böschungen im Sommer ein grünes Dach bilden. Tal, Wald und Hohlweg sind verschiedene Facetten der örtlichen Landschaft; sie sollten nicht mit einem einzigen Aussichtspunkt gleichgesetzt werden.
Auch die Rekonstruktion einer römischen Meilensäule ist ein markantes Detail. Sie wurde 2019 an einem erhöhten Punkt bei Hillegem aufgestellt. Auf der Säule sind Entfernungen in gallischen Leugen nach Velzeke und Asse angegeben. Eine Leuga entspricht 2.222 m; die Angaben nennen vier Leugen bis Velzeke und zwölf bis Asse. Die Einheit und die unterschiedlichen Zahlen machen anschaulich, wie die Entfernungen auf diesem rekonstruierten Wegzeichen vermerkt sind.
Höfe, Kirche und Ortsgeschichte
Die ehemalige Pastorie von Hillegem stammt aus dem Jahr 1750. Der Backsteinbau besitzt Fensterläden, Fenster mit bemalten Bändern und eine Dachgaube aus dem 19. Jahrhundert. Diese Details geben dem Bau ein anderes historisches Profil als den landwirtschaftlich geprägten Höfen des Ortes.
Der Hof de Meierij war eines von drei Pachtgütern, die der Genter Sint-Pietersabdij in Hillegem besaß; seine älteste Erwähnung stammt aus dem Jahr 1364. Die Geschichte des Hofs ist auch mit einer hölzernen Windmühle verbunden: Sie wurde 1734 von Gent dorthin versetzt und 1944 vollständig abgebrochen. Auf dem Gelände befindet sich heute ein Garten. Hof ten Berge ist ein weiterer historischer Vierkanthof. Die älteste dokumentierte Erwähnung eines Pachthofs an dieser Stelle stammt aus dem Jahr 1424. Die Jahreszahlen beziehen sich also auf verschiedene Orte und unterschiedliche Ereignisse.
Die Sint-Bartholomeus-Kirche ist eine basilicale neugotische Kirche aus den Jahren 1877 bis 1880. Sie wurde am 11. Juli 1878 eingesegnet und am 13. September 1880 von Mgr. de Battice eingeweiht. Der heutige Turm stammt aus dem Jahr 1890. Auch der Friedhof bietet einen eigenen kunsthistorischen Bezug: Unter den Grabmalen finden sich eklektizistische, geometrische Art-déco- und modernistische Stilrichtungen. An einer Kreuzung von Feldwegen steht zudem ein Feld- und Grenzkreuz, das um 1880 aufgestellt worden sein soll.
Weinbau und Orientierung
Im Ortsteil Briel befindet sich der Weinberg Piro. Wijndomein Piro führt Chardonnay, Pinot Blanc, Pinot Noir, Auxerrois und Cabernet Dorsa als Rebsorten seiner Weinberge in Herzele, Hillegem und Bottelare auf. Dieser Weinbaubezug ergänzt die Hofgeschichte um eine weitere Facette des lokalen Lebens.
Als räumliche Orientierung liegt der Ortskern von Hillegem auf erhöhtem Gelände und wird von der Provinzialstraße Aalst–Oudenaarde durchquert. So treffen in Hillegem konkrete Wanderoptionen auf Landschaftsmerkmale und historische Bauwerke. Welche davon Ihren Aufenthalt prägen, können Sie nach dem gewünschten Streckenmaß und Ihrem Interesse an Natur, Weinbau oder Baugeschichte auswählen.
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