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Petegem-Aan-De-Schelde verbindet geschützte Kulturlandschaft mit historischen Bauwerken und Routen für Wandernde und Mountainbiker. Die Sint-Martinus-Kirche, das 't Oud Kasteel und die Abdij van Beaulieu stehen für unterschiedliche Kapitel der Ortsgeschichte; die Langemeersen bringen Wiesenlandschaft und Vogelwelt hinzu. Für Ihre Reiseplanung können Sie zunächst entscheiden, ob Kulturgeschichte, Wege durch die Landschaft oder die Verbindung beider Themen im Mittelpunkt stehen soll.

Kirche, Abtei und Schlossruine

Die älteren Teile der Sint-Martinus-Kirche sind als Denkmal geschützt. Das Bauwerk war ursprünglich eine dreischiffige Kirche aus den 1290er-Jahren und steht auf einem abgerundeten Friedhof mit monumentalen Grabsteinen. Schwere Bombardierungen im November 1918 legten an der Kirche spätromanische und frühgotische Merkmale frei. So gehören sowohl ihre frühe Bauform als auch die Veränderungen durch dieses Ereignis zu ihrer Geschichte.

Auch das 't Oud Kasteel ist als Denkmal geschützt, einschließlich des Kutschenhauses und der Torpfeiler. Das Gebäude wurde 1789–1790 auf den Ruinen einer befestigten Burg errichtet. Heute ist davon eine eingeschossige Ruine mit fünf Achsen und einer durch Pilaster gegliederten Fassade erhalten. Die Angaben zur befestigten Vorgängerburg und zum Bau des späten 18. Jahrhunderts geben eine klare zeitliche Abfolge: Die heutige Ruine steht auf den Resten einer früheren Befestigung.

Die Abdij van Beaulieu wurde Anfang der 1290er-Jahre als Frauenabtei gegründet; dort wurden Klarissenschwestern angesiedelt. Zu den erhaltenen Teilen zählen das Torhaus, das Gästequartier, das Kaplanhaus und die Nebengebäude. Das ergänzt den Blick auf die Kirche und das Schloss um die Geschichte einer religiösen Gemeinschaft und die baulichen Spuren der Abtei.

Scheldetal und Langemeersen

Petegem liegt am linken Hang des Scheldetals, zwischen der Schelde und dem hohen Höhenrücken der Vlaamse Ardennen. Die Klostersite Abdij van Beaulieu ist mit Steenkouter, Kloosterkouter und Langemeersen als kulturhistorische Landschaft geschützt; sie liegt teilweise in Petegem-Aan-De-Schelde.

Die Langemeersen gehören zu den letzten verbliebenen großen Scheldewiesen und sind etwa 180 Hektar groß. Ein Teil davon ist ein Naturgebiet, das überwiegend aus langen, schmalen Streifen feuchter bis nasser Heuwiesen besteht. Schilfgürtel und Kopfweiden säumen diese Wiesen. Mehr als hundert Vogelarten leben in den Langemeersen: Neben der offenen Wiesenlandschaft gehören damit auch ihre Vegetationsränder und die Vogelwelt zu den prägenden Naturthemen des Orts.

Wanderschleifen und Mountainbikeroute

Die Scheldekant-Wanderroute besteht aus zwei Schleifen: De Ghellinck ist 5,6 Kilometer lang, Beaulieu 7,7 Kilometer. Die Beaulieu-Schleife führt an der alten Scheldeschleife Het Anker und an den Langemeersen vorbei. Zwischen den beiden Schleifen liegen 2,1 Kilometer Längenunterschied; wenn Sie beim Planen die Distanz vergleichen, ist Beaulieu die längere Option. Der Langemeersen-Weg bietet eine weitere angegebene Länge: Er beginnt an der Kirche von Petegem, ist vollständig mit einem grünen Rautensymbol markiert und etwa sieben Kilometer lang.

Auch für Mountainbiker gibt es eine konkrete Streckenangabe: Die grüne Schleife der Mountainbikeroute Mario De Clercq ist 24 Kilometer lang und hat einen Offroad-Anteil von 44 Prozent. Die Route führt durch Petegem-aan-de-Schelde und wieder zurück. Am Petegemberg führt die Mountainbikeroute über einen 62 Meter hohen Anstieg mit Aussicht auf das Scheldetal und die Vlaamse Ardennen. Damit unterscheiden sich die beschriebenen Möglichkeiten klar nach Aktivität und Streckenlänge: Die Wanderrouten reichen von der 5,6 Kilometer langen De-Ghellinck-Schleife bis zum etwa sieben Kilometer langen Langemeersen-Weg, während die grüne Mountainbike-Schleife 24 Kilometer umfasst.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Wortegem-Petegem.

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