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Roborst lässt sich über drei besondere Themen kennenlernen: ein geschütztes Dorfensemble, das Kasteeldomein mit seinem Landschaftspark und die Brunnenkressegeschichte. Straßenbild, Schlossgeschichte und lokale Kultur geben unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt.

Dorfmitte und Kirchen

Das geschützte Ortsbild von Roborst umfasst die von der gepflasterten Borstekouterstraat durchquerte Dorfmitte mit Pfarrkirche, Dorfhäusern und verstreuten Bauernhöfen. Dazu zählen auch das Kasteeldomein mit Umfassungsmauer und Nebengebäuden. Neben der Pfarrkirche bildet die Borstekouterstraat einen von vier Linden gesäumten Dorfplatz. Das gut erhaltene Ortsbild ist überwiegend von Gebäuden aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert geprägt.

Die Parochiekerk Sint-Denijs geht auf eine romanische Kirche aus dem 13. Jahrhundert zurück. Ihre Friedhofsmauer mit den Eingangspfeilern ist seit dem 19. November 1996 als Denkmal geschützt. Die Sint-Dionysiuskirche in Roborst, Borstekouterstraat 59, steht auf der Gemeindeliste der für Reservierungen verfügbaren Kirchen.

Schlossanlage und Landschaft

Das Kasteeldomein van Roborst umfasst knapp fünf Hektar. Das heutige Schloss wurde 1799 errichtet, nachdem das sogenannte „Zeventorenkasteel“ 1792 zerstört worden war. Der Park erhielt Ende des 19. Jahrhunderts eine Neuanlage im Landschaftsstil; zu seinen Merkmalen gehören ein Teich und eine gusseiserne Brücke. Die gut erhaltene Motte van Roborst ist etwa sieben Meter hoch und hat einen Durchmesser von 35 Metern. Schloss, frühere Burganlage und spätere Parkgestaltung verweisen auf verschiedene Kapitel der Geschichte des Anwesens.

Mühle und Brunnenkresse

Auch die Bostmolen hat eine eigene historische Zeitlinie: Sie ist eine Wassermühle mit oberschlächtigem Wasserrad und wurde 1571 erstmals schriftlich erwähnt. Ende der 1960er-Jahre endete ihr Betrieb als Mühle; danach wurde sie zu einem Gastronomiebetrieb.

Die Brunnenkressegräben von Roborst sind einzigartig. 1983 ließ Cressana eine alte Brunnenkressegärtnerei in Roborst wieder aufleben. Eine bronzene Dorffigur stellt eine Wasserpflückerin dar. Zusammen geben Gräben, Gärtnereigeschichte und Figur der Brunnenkresse einen besonderen Platz in der lokalen Kulturgeschichte.

Zu Fuß und mit dem Rad

Die geschützten Kopfsteinpflaster der Borstekouterstraat in Roborst werden von Wanderern und Radfahrern genutzt. Die Wanderung „Rondneuzen in Roborst & Rozebeke“ verläuft in beiden Orten über befestigte und unbefestigte Wege. Der „Short walk Roborst“ ist zwei Kilometer lang; prüfen Sie vor dem Aufbruch die Routendetails. Für die Wahl sind das unterschiedliche Anhaltspunkte: eine bezifferte Länge beim Short walk oder ein Wegverlauf durch zwei Orte mit wechselnden Wegbelägen bei Rondneuzen.

Die blaue Mountainbike-Runde führt durch die hügeligen Flämischen Ardennen über Boekel, Horebeke, Elst, Rozebeke und Roborst. Prüfen Sie vor der Fahrt die Routenbedingungen. So stehen für einen Aufenthalt sowohl historische Dorfdetails als auch unterschiedliche Möglichkeiten zur Bewegung im Mittelpunkt, ohne dass die Touren dieselbe Art von Planung verlangen.

Weitere Reiseziele entdecken: Sint-Maria-Latem, Nederzwalm-Hermelgem.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Zwalm.

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