Ein ausgeschilderter Rundweg von ungefähr zwei Kilometern führt durch die Naturoase im Eversambos. In Stavele kommen dazu längere Wege durch die IJzerbroeken und Spuren einer vielschichtigen Ortsgeschichte. So können Sie bei der Reiseplanung zwischen Naturerlebnissen und Bau- und Kulturerbe wählen, ohne beides zu einer einzigen Route verbinden zu müssen.
Waldwege und Wasserlandschaft
Das Eversambos liegt nahe der IJzer in Stavele und umfasst 40 Hektar, die zum Wandern genutzt werden. Eine Brücke beim Waldgebiet verbindet es mit dem Treidelpfad entlang des Flusses. Nach starkem Regen können die Bedingungen im Wald nass sein; das lohnt es sich bei der Wahl der Runde zu berücksichtigen. Der markierte Rundweg im Eversambos ist mit ungefähr zwei Kilometern die kürzere der hier beschriebenen Wandermöglichkeiten.
Die sieben Kilometer lange Brouckmolenroute bietet eine andere Streckenlänge und führt durch die wasserreiche Landschaft der IJzerbroeken. Unterwegs geht es über Landstraßen, Graswege und den Treidelpfad an der IJzer. Sie können die Route im Ortskern von Stavele oder in Beveren aan de IJzer beginnen; sie führt zur Brouckmolen. Die unterschiedlichen Längen helfen dabei, den Umfang einer Wanderung passend zu Ihrer Tagesplanung auszuwählen.
Auch mit dem Fahrrad ist die Landschaft ein Thema: Eine Route führt über Landstraßen durch Lo-Reninge und die IJzerbroeken nach Stavele, das vom Wasser umgeben ist. Im Jahr 2013 wurden außerdem eine Fahrradverbindung zwischen Roesbrugge und Stavele sowie zwei Freizeitbrücken über die IJzer geschaffen, um das Wandern und Radfahren am Fluss zu verbessern. Für Familien oder andere Interessierte gibt es die Wald-Schnitzeljagd „Hoog tij(d) in Eversam“; ihr Startpunkt ist der Parkplatz des Eversambos. Die Routendetails können sich ändern.
Stavele am Rand der Flusstäler
Stavele liegt am Rand des von den Tälern der IJzer und der Poperingevaart geprägten Gebiets. In diesem Landschaftsraum finden sich tiefliegende Grünlandflächen, die regelmäßig überschwemmt werden. Sie sind floristisch wertvoll und bieten zahlreichen Vögeln geeignete Lebensräume. Die Kirche von Stavele steht knapp oberhalb des Talrands und ist vom Tal aus sichtbar – eine markante Beziehung zwischen Ortsbau und Landschaft.
Höfe, Kirche und Ortsgeschichte
Hoeve Eversam ist ein geschütztes Denkmal und war einst eine Abteihofstelle der verschwundenen Abtei Eversam. Bauernhaus, Stallungen und Scheune liegen in einer Reihe. Eine Backsteinbrücke über den zugeschütteten Wassergraben führt zum Hofensemble. Anders eingeordnet ist Hoeve Kleen Eversam: Es ist als festgestelltes bauliches Erbe ausgewiesen. Sein Bauernhaus besitzt einen Kern aus dem 17. Jahrhundert und steht auf einer niedrigen Anhöhe; ein Teich ist das letzte erhaltene Relikt des ursprünglichen Wassergrabens.
Die Sint-Jan-Onthoofdingkirche in Stavele ist eine neugotische Hallenkirche aus dem Jahr 1889. Eine frühere Kirche wurde 1796 durch einen Brand zerstört und 1800 instand gesetzt. Im Kirchenkomplex erinnern mehrere Elemente an den Ersten Weltkrieg: Dazu gehört ein 1919 von Ch. Lorin geschaffenes Glasfenster-Triptychon für den Kriegsfreiwilligen Etienne Lorin. Hinzu kommen Grabmale für den französischen Soldaten Léon Houdeau und für Maurice Deloz. Die Kirche besitzt zudem eine Van-Peteghem-Orgel aus dem 18. Jahrhundert, die seit 1981 unter Schutz steht. Das Kriegsdenkmal in Stavele erinnert an die militärischen Toten des Ortes im Ersten Weltkrieg und trägt einen aufrecht sitzenden Löwen mit dem Wappen von Stavele.
Auch die frühere Wirtschaftsgeschichte gehört zum Charakter des Ortes: Zu Staveles Brauereierbe zählen mehrere ehemalige Betriebe, darunter Sint-Hubertus, de Zwaan und Sint-Antonius. In einer früheren Zeit gab es zudem mehr als 70 Cafés. Für Informationen zu Freizeit- und Tourismusmöglichkeiten in der Gemeinde und der Region können Sie sich an Dorpspunt in Stavele wenden; die Betreiber informieren dort Besucherinnen und Besucher.
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