Bastionen, Ravelins und Gräben umschließen die historische Stadtmitte von Damme: Die Erdbefestigung stammt aus dem 17. Jahrhundert. Wer einen Aufenthalt plant, kann Bauwerke und Museen als Schwerpunkt wählen oder zusätzlich Zeit für Wege durch die Polderlandschaft vorsehen.
Baugeschichte im Ortskern
Das gotische Rathaus entstand zwischen 1464 und 1467 an der Stelle einer größeren Halle von 1241 und teilweise auf deren Fundamenten. Diese ältere Halle war damals baufällig. Die Baugeschichte des Rathauses reicht damit bis zu einem Vorgängerbau zurück, dessen Fundamente beim Neubau zum Teil weitergenutzt wurden.
Auch das Sint-Janshospitaal gehört zu den historischen Bauwerken: Es wurde im 13. Jahrhundert errichtet und ist ein selten erhaltenes frühes Beispiel bürgerlicher Architektur in Flandern. Die Church of Our Lady wurde 1225 erbaut. In ihrem Inneren befinden sich hölzerne Apostelstatuen aus dem 13. Jahrhundert. Rathaus, Hospital und Kirche geben unterschiedliche Anknüpfungspunkte für alle, die sich für mittelalterliche Baugeschichte interessieren.
Ein Aufstieg über 206 Stufen in der Church of Our Lady bietet von April bis September ein Panorama auf die Stadtmauern aus dem 17. Jahrhundert, den Damse Vaart und die ausgedehnte Polderlandschaft. Prüfen Sie vor dem Besuch vor Ort, ob der Turm aktuell zugänglich ist.
Ausstellungen und kulturelle Anlässe
Das kostenlose Walking Museum in der Ortsmitte ist eine smartphonegestützte Erfahrung mit zehn großen Tafeln. Bei manchen Geräten sind technische Einschränkungen zu berücksichtigen. Im Besucherzentrum „Damme en de Zwinstreek“ behandeln permanente Ausstellungsbereiche die Entstehung und Entwicklung von Damme, die Landschaft der Zwinstreek sowie die Forts und Verteidigungsanlagen der Staats-Spaanse Linies. Außerdem informiert das Zentrum über Fahrradnetzwerke, Wander- und Reitrouten und Erlebnismöglichkeiten in Naturgebieten.
Das Tyll Owlglass Museum vermittelt Wissen über die Streiche und Possen von Tyll Owlglass, internationale Entsprechungen der Figur und ihren kulturhistorischen Entstehungskontext. In Damme findet außerdem an jedem zweiten Sonntag im Monat ein thematischer Büchermarkt statt. Wenn Sie den Marktbesuch einplanen möchten, prüfen Sie den konkreten Termin vor der Reise.
Kanäle, Polder und Wege
Die Damse Vaart, auch Napoleonskanal oder Kanal Brügge–Sluis genannt, ist etwa 14 Kilometer lang. Sie verbindet Brügge und Sluis auf dem Wasserweg und durchquert Damme. Für einen Spaziergang durch die weite Polderlandschaft führt die Damse Vaart wandelroute zwischen Damme und Oostkerke. Der Spaziergang „Kennismaking met Damme“ ist nicht ausgeschildert; planen Sie die Orientierung dafür vorab anhand des Routenmaterials.
Wer lieber mit dem Fahrrad unterwegs ist, kann auf kilometerlangen Treidelpfaden entlang der Kanäle fahren. Daneben gibt es markierte Wander- und Fahrradrouten. Die Angebote lassen sich nach gewünschter Aktivität unterscheiden: Die Damse Vaart wandelroute führt durch die Polder zwischen zwei Orten, während sich die Treidelpfade am Verlauf der Kanäle orientieren. Das Besucherzentrum bietet dazu Orientierung über Netzwerke und weitere Routen, auch für Reitende.
Maïsterplan ist ein drei Hektar großes Labyrinth in einem Maisfeld am Zuiddijk in Damme und kann im Sommer besucht werden. Damit ist es eine saisonale Option neben den ganzjährig beschriebenen Themen Baugeschichte und Wege. Bei der Planung können Sie zunächst entscheiden, ob Sie den Aufenthalt vor allem den historischen Bauwerken und Ausstellungen widmen oder auch Wander- und Fahrradrouten einbeziehen möchten. Die saisonalen Angebote, der Büchermarkt und der Turmaufstieg sind dabei eigene Besuchsanlässe mit jeweils unterschiedlichen Zeitbedingungen.
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