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Der Dorfkern von Bellegem liegt auf dem Sint-Leonardusberg, einem Höhenrücken auf 65 Metern Höhe. Als Themen für einen Aufenthalt bietet der Ort sowohl den Bellegembos mit seinem Wanderweg als auch eine vielschichtige Baugeschichte: von der Sint-Amandus-Pfarrkirche bis zu Kapellen und einem Mühlenrelikt.

Waldlandschaft und Wanderweg

Argendaelbos und Bellegembos umfassen zusammen 29,05 Hektar Wald, Alleen und Natur. Sie liegen entlang der Doornikserijksweg zwischen Argendaalstraat und Leuzestraat. Im Bellegembos gehört der Wald zum Eichen-Buchenwaldtyp. Atlantische Hasenglöckchen zählen zu seiner vielfältigen Pflanzenwelt; außerdem kommen dort einige seltene Arten vor. So stehen neben dem Waldtyp auch die Pflanzen als eigener Naturaspekt im Mittelpunkt.

Im Bellegembos gibt es einen frei zugänglichen Wanderweg. Zugelassen sind dort ausschließlich Wanderer; Radfahren ist nicht erlaubt. Wer den Weg einbezieht, plant ihn daher als Wanderung und nicht als Radstrecke.

Eine Route mit mehreren Stationen

Die Goedendagroute führt über Zwevegem, Bellegem, Rollegem, die Grenze zu Mouscron, Aalbeke und Marke. Sechseckige Schilder weisen ihren Verlauf aus. Für die Planung bietet die Route damit eine Ortsfolge, während der Wanderweg im Bellegembos vor allem durch seine klare Nutzungsregel gekennzeichnet ist. Routendetails können sich ändern; prüfen Sie vorab die aktuelle Routenbeschreibung, wenn Sie die Goedendagroute einbeziehen möchten.

Baugeschichte und besondere Bauformen

Die Sint-Amandus-Pfarrkirche wurde im 13. Jahrhundert auf den Überresten einer romanischen Kirche aus der Zeit um 1180 errichtet. Die beiden Datierungen gehören also zu unterschiedlichen Bauphasen: Um 1180 entstand die romanische Vorgängerkirche, im 13. Jahrhundert folgte die Pfarrkirche. In Chor, Vierungsturm und Querhausarmen sind sichtbare Spuren des gotischen Baus erhalten, darunter aufgehendes Mauerwerk aus Tournai-Stein. Zur Ausstattung gehört ein vermutlich gotisches Taufbecken aus Blaustein aus dem 13. Jahrhundert. Seine gotische Einordnung bleibt wahrscheinlich.

Die Mortagnekapelle ist ein seltenes Beispiel für eine betonierte Wegkapelle. Ihr achteckiger Grundriss und das baldachinartige Zinkdach mit Fransen geben ihr eine besondere Bauform. Der Überlieferung zufolge wurde sie errichtet, um die auf dem Hof Van Mortagne umherwandernden Geister abzuwehren. Bei diesem Ort treffen damit konkrete architektonische Merkmale und eine Geschichte über den Zweck der Errichtung aufeinander.

Auch die Kattebergmolen erzählt von einem Wandel: Sie ist der erhaltene Rest einer hölzernen Bockwindmühle, die auch Lonckes molen genannt wurde. Die Mühle wurde 1952 größtenteils abgebrochen. Der heutige Bezug ist somit der verbliebene Rest, nicht eine vollständig erhaltene Mühle.

Die neugotische Klosterkapelle wurde 1857 erbaut und bis 1958 genutzt; heute ist sie als Wohnhaus eingerichtet. Baujahr, Nutzungszeit und heutige Einrichtung beschreiben dabei verschiedene Phasen dieses Gebäudes.

Brauereigeschichte in Bellegem

Die Brauerei Omer Vander Ghinste braut seit 1892 in Bellegem. Damit gehört die Brauereigeschichte zu den länger zurückreichenden Aspekten des Ortes, neben den Bauzeugnissen aus unterschiedlichen Epochen.

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