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Pollinkhove liegt am Übergang vom Polder zu einem Plateau. Wanderwege, historische Mühlen und Wasserbau prägen die Themen, anhand derer sich der Ort erschließen lässt. Für die Wegwahl sind unterschiedliche Bezugspunkte hilfreich: eine ausgeschilderte Rundtour, Spazierwege durch die Landschaft, historische Stationen oder der Westhoektrail durch das IJzertal.

Wanderwege mit verschiedenen Schwerpunkten

Die Beverdijkwandelroute beginnt an der Sint-Bartholomeuskerk in Pollinkhove. Als vorgeschlagene Rundtour ist sie in die Wanderkarte des Wandernetzes IJzervallei integriert und weiterhin ausgeschildert. Der Zavelpad ist ein Spazierweg durch die Polder und die Zandleemstreek rund um Pollinkhove. Wer historische Orte in den Routenfokus nehmen möchte, findet sie unter anderem am Fintelepad, der an der Machuutmolen vorbeiführt.

Der Westhoektrail Roesbrugge–Pollinkhove ist 12 bis 17,5 Kilometer lang und führt durch das überflutete IJzertal. Unterwegs verläuft er über Treidelpfade, ruhige Straßen und unbefestigte Wege. Ein Rufbus bringt die Wandernden nach Roesbrugge; der Rückweg nach Pollinkhove führt entlang der IJzer. Reservieren Sie die Fahrt mit dem Rufbus mindestens zwei Stunden im Voraus.

De Fintele und die Wasserlandschaft

Der Weiler De Fintele liegt am Zusammenfluss der Lovaart und der IJzer und ist seit dem 22. April 1994 als Dorfsicht geschützt. Seine Geschichte reicht weiter zurück: De Fintele entwickelte sich um einen dort ab etwa 1100 bestehenden Übertoom beziehungsweise eine Winde. Für die heutige Schleusenanlage wurde 1827 der Grundstein gelegt. Diese Daten geben unterschiedliche zeitliche Anhaltspunkte für die Entwicklung des Wasserbaus.

Auch die Landschaft der Lovaart ist beschrieben: Ab Fintele prägen beidseitige Deiche und begleitende Baumreihen das Bild; an den Ufern wachsen Schilf und niedrige Sträucher. Zusammen mit dem Übergang vom Polder zum Plateau bietet dieser Landschaftsraum einen anderen Blickwinkel als die historischen Bauwerke im Ort.

Mühlen, Brücken und Bauwerke

Die Markeymolen wurde 1797 vom Mühlenbauer Jan Frans Verhaeghe erbaut und ist ein geschütztes Denkmal. Eine weitere Mühlengeschichte verbindet die Namen Margrietmolen und Machuutmolen: Die steinerne Windmühle vom Typ Grundsegler diente als Getreidemühle. Um 1870 errichtete Arsène Couzyn die Margrietmolen als Ersatz für die 400 Meter östlich gelegene Hullebrugmolen. Der Fintelepad führt an der Machuutmolen vorbei und verknüpft so eine Route mit einem historischen Ort.

Die Elzendamme-Brücke in Pollinkhove überquert einen alten Arm der IJzer. Bei der Tempeliershoeve ist der umwallte Oberhof über eine doppelte Bogenbrücke mit Torweg erschlossen. Beide Bauwerke zeigen, wie unterschiedlich Brücken in den Ortsbeschreibungen erscheinen: einmal als Querung eines alten Flussarms, einmal als Teil der Anlage eines Hofes.

Erinnerungsorte in Pollinkhove

Am 13. Januar 1943 stürzte ein B-17-Bomber im Ortsteil Groene Boomgaard von Pollinkhove ab. Auf dem Gedenkstein am Monument B17 Pollinkhove stehen die Namen von zehn Soldaten. Ein anderer Erinnerungsort ist das Denkmal der Schanze Machuut. Es wurde am 25. April 1999 errichtet und erinnert an zwölf Einwohner von Pollinkhove, die am 25. April 1794 im Kampf gegen die französischen Invasoren gefallen sind. Die beiden Gedenkorte stehen für unterschiedliche Ereignisse und Zeitpunkte der Ortsgeschichte.

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