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Der Hauptteil von Dobrinje liegt um die Mündung des Dobrinjski Potok; der Bach fließt durch die Mitte der Siedlung. Zugleich zieht die Bosna zwischen dieser Mündung und Graba unterhalb von Crniš einen Mäander. Für Ihre Reiseplanung ergeben sich so zwei unterschiedliche Perspektiven auf Dobrinje: die Landschaft entlang der Gewässer und die archäologischen sowie sakralen Zeugnisse des Ortes und seiner Umgebung.

Gewässer und Landschaft rund um Dobrinje

Die Hauptquelle des Dobrinjski Potok heißt Pijeska. Sie liegt in Lukama oberhalb der Siedlung und unterhalb von Komini. Ein weiterer Wasserlauf kommt aus Crniš: Er trocknet im Sommer aus, fließt durch Dumače und mündet in die Bosna. Auch mehrere kleinere Bäche entspringen an den umliegenden Hängen und trocknen im Sommer aus. Damit unterscheiden sich die ganzjährig beschriebenen Orientierungspunkte des Dobrinjski Potok von den ausdrücklich saisonalen Bächen.

Die landwirtschaftlich genutzten Flächen von Dobrinje liegen größtenteils in der Ebene. Zusammen mit dem Mäander der Bosna und den von den Hängen kommenden Bächen ergibt sich ein Landschaftsbild, das nicht nur von einem einzelnen Flusslauf geprägt ist. Wenn Sie Dobrinje als Reiseziel abwägen, bietet dieser Kontrast zwischen Siedlung, Ebene und Gewässern eine andere Perspektive als die archäologischen Fundplätze.

Stećci am Lokalitet Dobrinjac

Bei einer Feldbegehung im Jahr 2016 wurden am Lokalitet Dobrinjac vier Stećci erfasst: zwei satteldachförmige Steine mit Sockel, ein Kastenstein und eine Platte. Die Nekropole Dobrinjac mit den Stećci liegt an der lokalen Straße Dobrinje–Buzići. Die knappe Zahl der erfassten Steine umfasst mehrere Formen, die sich klar unterscheiden lassen.

Ein verzierter Stećak am Lokalitet Dobrinjac trägt Rosetten an den Stirnseiten. Hinzu kommen Motive aus Doppelspiralen sowie ein gedrehtes Band an den Dachflächen und Rändern. Auch zwei Halbäpfel sind dargestellt; einer davon ist teilweise beschädigt. Wer sich für die Gestaltung der Stećci interessiert, findet hier konkrete Einzelheiten zu Motiven, Anordnung und Erhaltungszustand statt nur einer allgemeinen Beschreibung der Nekropole.

Bronzezeitliche Funde und sakrales Erbe

Am archäologischen Fundplatz Dobrinje wurden vier Tierfiguren aus Ton aus einer roten, verdichteten Kulturschicht geborgen. Die Funde dieses Fundplatzes werden ungefähr auf die Zeit vom Ende des 11. bis zum Ende des 9. Jahrhunderts v. Chr. datiert. Die vier Tonfiguren gelten als die bislang einzigen bekannten Beispiele zoomorpher Plastik aus der späten Bronzezeit in Bosnien und Herzegowina. Für die Einordnung des Ortes ist somit sowohl die ungefähre Zeitstellung als auch die besondere Bedeutung dieser Figuren relevant.

Ein weiterer Teil des kulturellen Erbes ist die alte Moschee in Dobrinje. Sie gehört zum islamischen sakralen Erbe der osmanischen Zeit im Raum Visoko und wurde im typischen bosnischen Stil errichtet. Nordöstlich von Dobrinje liegt außerdem der mittelalterliche befestigte Fundplatz Grad auf einer kleinen Anhöhe an der rechten Talseite der Bosna, flussabwärts von Visoko. Archäologisch wurden dort Fundamente von Mauern, Gebäuden und einem Turm festgestellt. Diese Orte stehen für unterschiedliche Aspekte der Geschichte: sakrale Architektur in Dobrinje und einen befestigten Fundplatz an der Bosna.

Die beschriebenen Themen reichen damit von den Formen und Verzierungen der Stećci über bronzezeitliche Tonfiguren bis zur alten Moschee und den archäologisch festgestellten Bauresten von Grad. Dazu kommt die Landschaft mit dem Dobrinjski Potok, den saisonal austrocknenden Bächen und dem Mäander der Bosna. Sie können Dobrinje danach auswählen, ob Sie vor allem archäologische Zeugnisse, sakrales Erbe oder die Verbindung von Siedlung und Flusslandschaft interessiert.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kanton Zenica-Doboj.

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