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Nur 300 Meter vom Kloster Dryanovo entfernt öffnet sich die Bacho-Kiro-Höhle in einer 25 Meter hohen Kalksteinwand. Sie war Bulgariens erste für Besucher erschlossene Höhle: Touristen aus Dryanovo machten sie 1937 zugänglich. Heute umfasst das Höhlensystem ein rund 3.600 Meter langes Labyrinth; der für Besucher erschlossene Abschnitt misst 700 Meter. Die Dimensionen erzählen von einem Ort, an dem Naturraum und Besuchergeschichte eng beieinanderliegen.

Höhle und Karstlandschaft

Die Bacho-Kiro-Höhle ist ein geschütztes Naturdenkmal. Vom Kloster führt ein ausgewiesener Weg zur Höhle; wer mit dem Auto anreist, soll das Fahrzeug am Kloster stehen lassen und zu Fuß weitergehen. Prüfen Sie die Zugänglichkeit kurz vor Ihrem Besuch.

Auch jenseits der Höhle prägt Karst das Landschaftsbild der Gemeinde Dryanovo: Dazu gehören Höhlen, Erdfälle, Dolinen und Karren. Die Dryanovska und die Andaka schneiden Schluchten durch die Strazha-Hochfläche. Im Gebiet der Via Ferrata finden sich vielfältige Pflanzen und Tiere, darunter etwa zwölf Fledermausarten sowie Mufflons, Füchse, Hirsche und Feuersalamander. Das beschreibt die Lebensräume der Gegend, nicht eine Garantie für einzelne Tierbeobachtungen.

Kloster, Häuser und Ausstellungen

Das Kloster „St. Erzengel Michael“ zählt zu Bulgariens 100 nationalen touristischen Objekten. Seine Gründung fällt in die Regierungszeit von Zar Kalojan und wird traditionell auf 1197 bis 1207 datiert. In der Archäologie- und Wiedergeburtsausstellung begegnen Sie der Geschichte des Klosters und der Umgebung: Themen reichen von vorgeschichtlichen Siedlungen und Kulturen der Kupfer- und Bronzezeit bis zu Befestigungen und Siedlungen verschiedener Epochen. Die Ausstellung liegt fünf Kilometer südwestlich von Dryanovo.

In der Stadt rückt die Architektur des 19. Jahrhunderts in den Blick. Das Lafchieva-Haus wurde um 1840 erbaut und ist ein nationales Kulturgut. Es gehört zu den wenigen erhaltenen monumentalen Holzbauten seines Typs mit drei Stockwerken in Bulgarien. Die dortige Ausstellung zeigt das städtische Leben des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts; 2008 wurde sie auf ein zweites Wohnhaus erweitert, das früher der Familie Perevi gehörte. Eine weitere Ausstellung präsentiert rund 100 Mineralarten. Ihre Sammlung umfasst 270 Stücke aus etwa 80 Fundorten und wurde Dryanovo vom Einwohner Ventsislav Panev gestiftet.

Das Haus des Priesters Vasil Ikonomov entstand 1859 durch den Baumeister Kolyu Ficheto und ist ein Baudenkmal von nationaler Bedeutung. Die Ausstellung zur Kirchenkunst der Wiedergeburtszeit zeigt mehr als 100 mittelalterliche und aus dieser Epoche stammende Ikonen, Hausikonostasen, Holzschnitzereien aus der Region, restaurierte Wandmalereifragmente und zeitgenössische Kunst. Eine eigene Kolyu-Ficheto-Ausstellung ergänzt das Bild des Baumeisters mit Werkzeugen, seinem persönlichen Siegel, zweisprachigen Informationstafeln und Modellen seiner Gebäude. Der Uhrturm von Dryanovo stammt aus dem Jahr 1778 und besitzt eine dreistufige Mittelturmform.

Auch Diskoduratere verbindet Bauform und Geschichte. Die römische Straßenstation wurde zwischen 176 und 180 unter Kaiser Mark Aurel gegründet. Ihre archäologische Einfriedung ist 120 mal 100 Meter groß; Graben, Sumpfland und ein steiles Flussufer dienten als Schutz.

Wege und Aktivitäten

Zu den Merkmalen der Dryanovo-Öko-Route zählen seltene Felsformationen, seltene Flora Bulgariens und drei Aussichtspunkte nahe der Festung Boruna. Beachten Sie dabei die aktuelle Einschränkung: Die Holzbrücken und Treppen der Route sind derzeit nicht passierbar. Prüfen Sie den Zustand unmittelbar vor dem Wandern.

Im Gebiet zwischen dem Kloster Dryanovo und Bacho Kiro gibt es markierte Wanderrouten mit einer Dauer von vier bis sechs Stunden sowie Fahrradrouten und organisiertes Klettern. Lokale Guides sind für diese Aktivitäten verfügbar; klären Sie die aktuelle Verfügbarkeit vorab. An den steilen Felsen beim Kloster gibt es 87 markierte Kletterrouten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Routenzahl und Kletterbedingungen können sich ändern; fragen Sie dazu beim örtlichen Kletterverein nach.

Orientierung für Ihren Aufenthalt

Durch die Gemeinde Dryanovo verlaufen die Fernstraße E-85 und die wichtigste Nord-Süd-Bahnverbindung Bulgariens. Der nächste Flughafen befindet sich in Gorna Oryahovitsa, 40 Kilometer entfernt. Dryanovo liegt 22 Kilometer von Gabrovo und 24 Kilometer von Veliko Tarnovo entfernt. Das Touristen-Informationszentrum gibt Auskunft zu Sehenswürdigkeiten, Transportfirmen, Taxis, Busfahrplänen, Unterkünften, Essen, Unterhaltung und Kulturveranstaltungen; aktuelle Betriebsdetails sollten Sie gesondert prüfen.

Ein weiteres Detail für den Abend ist die Kolyu-Ficheto-Brücke: Ihre künstlerische Beleuchtung wurde 2015 installiert. Ob sie aktuell in Betrieb ist, klären Sie am besten vor Ort.

Weitere Reiseziele entdecken: Drjanowo, Zarewa Liwada, Kereka, Elentsite, Gostilitsa, Zaya, Manoya, Peyna, Turkincha, Katrandzhii.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Oblast Gabrowo.

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