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Lovech zeigt seine Geschichte in unterschiedlichen Formen: als Wahrzeichen, Museumsobjekt und Teil des alltäglichen Stadtbilds. Dazu kommen Landschaften und Wege, die weitere Perspektiven eröffnen. Die Überdachte Brücke verbindet Architekturgeschichte mit einer heutigen Nutzung, während Festung und Museen unterschiedliche Kapitel der Vergangenheit aufgreifen.

Brücke, Festung und Altstadt

Die von Kolyu Ficheto errichtete Überdachte Brücke wurde zu einem Symbol von Lovech und gilt auf der Balkanhalbinsel als einzigartig in ihrer Art. Heute dient sie als überdachte Geschäftsstraße. So gehört zu ihrem Bild nicht nur die Architektur, sondern auch ihre Funktion als Geschäftsstraße unter einem Dach.

Das Architektur- und historische Reservat „Varosha“ umfasst die alte Stadtpartie von Lovech am Ostufer des Flusses Osam. Geprägt wurde sie während der Bulgarischen Wiedergeburt. Die Kirche „Uspenie Bogorodichno“ liegt in Varosha und ist als unbewegliche Kulturgüterstätte von nationaler Bedeutung ausgewiesen.

Die Festung von Lovech erstreckt sich über zwei Terrassen des felsigen Hügels Hisarya in der Altstadt. Sie ist ein Denkmal von nationaler Bedeutung und als Museums- und Touristenreservat ausgewiesen. Lage und Einstufung geben zwei unterschiedliche Anhaltspunkte, um die Festung einzuordnen: ihre Gestalt auf dem felsigen Hügel und ihre Bedeutung als geschütztes Kulturerbe.

Museen und gelebte Geschichte

Im Museum „Vasil Levski“ behandelt eine zweistöckige Ausstellung die bulgarische nationalrevolutionäre Bewegung und Levskis Tätigkeit in Bulgarien. Weitere Themen sind das private Revolutionskomitee von Lovech, der Aufstand von Novosel im Jahr 1876 sowie die erste und zweite Befreiung von Lovech im Russisch-Türkischen Krieg von 1877 bis 1878. Das Museum bewahrt 6.000 bewegliche Kulturgüter und Gegenstände auf, darunter die umfangreichste Sammlung persönlicher Gegenstände von Levski im Land.

Der Ethnografische Komplex besteht aus dem Drasova-Haus und dem Rashova-Haus. Dort wird das Leben eines wohlhabenden Händlers aus Lovech gezeigt, einschließlich der Gefäße zur Herstellung und Lagerung von Wein. Der Komplex ist als Objekt Nummer 30 in die 100 nationalen touristischen Objekte Bulgariens aufgenommen. Die Häuser und ihre Gegenstände geben damit einen Einblick in eine andere Seite der Stadtgeschichte als die revolutionären Themen des Levski-Museums.

Auch Handwerk gehört zum Besuchsbild von Lovech: Auf der „Ulitsa na zanayatite“ führen Kunsthandwerker die Herstellung bulgarischer Produkte des Volkshandwerks live vor. Für Architekturinteressierte bietet „Deli Hamam“ einen weiteren Kontrast. Das alte Stadtbad wurde im 16. Jahrhundert errichtet und ist heute eine virtuelle Wasserattraktion. Speziell konzipierte Multimediaeffekte und Programme vermitteln Besucherinnen und Besuchern Wissenswertes über Wasser. Zugleich ist das Bad ein Architektur- und Baudenkmal von nationaler Bedeutung.

Landschaft und Wege

Im Park „Stratesh“ befinden sich sowohl der Zoo von Lovech als auch ein See. Der Park umfasst 1.000 Dekar, der See hat eine Fläche von 2 Dekar. Der Zoo nimmt 110 Dekar ein und beherbergt 450 Tiere und Vögel aus 64 Arten. Die Zahlen zeigen unterschiedliche Größenordnungen: den weitläufigen Park, den kleineren See und das Zooareal innerhalb des Parks.

Ein eigenständiges Naturthema ist die Devetashka-Höhle bei Devetaki. Sie ist 2.442 Meter lang, umfasst 20.400 Quadratmeter und erreicht eine Höhe von 60 Metern. Länge, Fläche und Höhe beschreiben unterschiedliche Dimensionen des Höhlenraums. Zugleich ist die Devetashka-Höhle ein unbewegliches Kulturgut von nationaler Bedeutung, ein Naturdenkmal und ein Schutzgebiet. Als Fledermausquartier ist sie von internationaler Bedeutung und als prioritäres Objekt in der Liste des Abkommens zur Erhaltung der europäischen Fledermausarten (EUROBATS) aufgeführt.

Mehrere beschriebene Wege geben konkrete Orientierung, ohne dass sich daraus eine gemeinsame Route ergibt. Der Zugang zu „Zamyka“ beginnt am Wasserkraftwerk Lovech („Yuzinata“); ein hauptsächlich grün markierter Wanderweg führt in Richtung der Tabashka-Höhle. Die Felsformation „Igla“ ist vom Denkmal für Vasil Levski und vom Park „Stratesh“ aus zugänglich. Für den Aufstieg zu ihrem Gipfel sind alpinistische Fähigkeiten erforderlich. Da die Geländebedingungen variieren können, prüfen Sie diese am besten vor einer Tour.

Vom Denkmal für Vasil Levski führt außerdem ein markierter Wanderweg nach Osten. Bei gutem Wetter eröffnen sich Panoramablicke auf die Mäanderschlucht des Flusses Osam, die Felsabbrüche von Bash Bunar und in der Ferne auf den zentralen Kamm des Balkangebirges. Die Allee „Bash Bunar“ selbst liegt am linken Ufer des Osam und folgt dessen Windungen über eine Länge von 2 Kilometern.

Auch Staro Stefanovo gehört administrativ zu Lovech. Der Ort wurde 1982 zum Architekturreservat erklärt; 96 Objekte sind dort als Kulturdenkmäler registriert. Als touristische Attraktion gelten die traditionellen offenen Öfen neben den zweigeschossigen Wohnhäusern. Damit ergänzt Staro Stefanovo die Museums- und Stadtgeschichte um ein weiteres architektonisches Thema.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Oblast Lowetsch.

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