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Ein markierter Naturweg und ein eigenständiges Kulturprofil geben Borino unterschiedliche Schwerpunkte. Der Weg führt durch einen alten Nadelwald zu Teufelsbrücke und Verborgenen Wasserfällen; Webtextilien, Trachten, Lieder und Tänze stehen für die lokale Rhodopenkultur.

Wanderweg zu Teufelsbrücke und Wasserfällen

Von Borino aus führt der Zugang über einen Parkplatz nahe Chataka, etwa fünf Kilometer südöstlich des Ortes. Der markierte Weg verläuft durch einen alten Nadelwald zur Teufelsbrücke, zu den Verborgenen Wasserfällen und zum Zusammenfluss des Buynovska-Flusses. Entlang der Strecke stehen hölzerne Unterstände zum Ausruhen. So liegen Wald, Wasserfälle und Fluss an einer Route mit mehreren benannten Naturpunkten.

Im weiteren Reiseziel Borino führt ein Fußweg von 15 bis 20 Minuten vom Weg an der Teufelsbrücke zu den Verborgenen Wasserfällen. Von dort können Sie bis zum Zusammenfluss mit dem Buynovo-Fluss weitergehen; der Weg endet zwei bis zweieinhalb Kilometer unterhalb der Jagodina-Höhle. Für die Planung können Sie den Fußweg zu den Wasserfällen als eigenen Abschnitt betrachten oder die Strecke bis zum Fluss fortsetzen.

Kastrakli und die Landschaft im weiteren Borino

Das Kastrakli-Reservat auf dem Gebiet der Forstverwaltung Borino schützt einen alten Schwarzkiefernwald, endemische Pflanzenarten und Felsgruppen; ein kleiner Stausee liegt in der Nähe. Im weiteren Reiseziel Borino befindet sich das Biosphärenreservat Kastrakli sechs Kilometer vom Dorf Borino entfernt. Der künstliche See im Gebiet hat eine Wasserfläche von 35 Dekar und ist 18 Meter tief. Eine unterirdische Quelle speist ihn; außerdem gilt er als touristische Attraktion.

Auf Ebene der Gemeinde Borino gehört das gesamte Gebiet zum Natura-2000-Netz. Die Gemeinde liegt im physisch-geografischen Rila-Rhodopen-Gebiet, im Veliyshko-Videnishki-Teil der Rhodopen und im Trigrad-Karstmassiv. Ihr bergiges, stark gegliedertes und abgerundetes Gelände umfasst hohe Kammflächen, tiefe Flusstäler, Schluchten und ausgedehnte tektonische Becken. Nahe Borino steht eine geschützte Schwarzkiefer, die 34 Meter hoch und etwa 100 Jahre alt ist; lokal heißt sie „Lyra des Orpheus“.

Auch die Buynovo-Schlucht gehört zum weiteren Reiseziel Borino. Sie ist die längste Schlucht Bulgariens und wurde 1971 als Naturattraktion ausgewiesen. In ihrem Gebiet gibt es mehrere touristische Wege. Das ist ein anderer Landschaftsschwerpunkt als der markierte Weg von Borino zur Teufelsbrücke.

Webkunst, Trachten und Folklore

Zur materiellen Kultur Borinos gehören Handwerk, gemusterte Textilien, Trachten und Folklore, die mit drei ethnischen Gruppen verbunden sind. Wolltextilien und Trachten werden auf Webstühlen hergestellt. Zwei Arten von Volkstrachten und Textilien stehen in Verbindung mit türkischer beziehungsweise bulgarischer Religionszugehörigkeit. Diese Details geben der kulturellen Seite Borinos einen eigenen Schwerpunkt neben den Wegen und Schutzgebieten.

Die lokale Folklore wird vor allem durch Lieder und Tänze bewahrt. Dazu tragen die Gruppe für authentische Folklore und das Kinder-Tanzfolkloreensemble „Borinche“ bei. Zum Repertoire des Borino-Ensembles gehören bulgarische Rhodopenlieder. Borinches Zweck ist es, lokale Rhodopen- und bulgarische Traditionen, Bräuche und Folklore zu bewahren.

Anreise und Orientierung

Borino liegt in den Westlichen Rhodopen an der Straße Krichim–Mihalkovo–Devin–Dospat. Die südliche Rhodopen-Hauptstraße führt durch den Ort von Smolyan und Devin in Richtung Dospat, Gotse Delchev, Batak und Velingrad. Das Gebiet ist mit dem Bus oder dem Auto erreichbar. Wenn Sie mit dem Bus anreisen, prüfen Sie den Fahrplan für Ihren Reisetag.

Weitere Reiseziele entdecken: Kozhari, Buynovo, Yagodina, Chala.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Borino.

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