Zum Inhalt

In Madan kommen Mineralien, Bergbaugeschichte und alte Verkehrswege auf unterschiedliche Weise in den Blick: in der Kristallhalle, im Bergbaumuseum, am Höhlenmuseum Sharenka und an römischen Brücken.

Mineralien und Bergbaugeschichte

Die Kristallhalle „Rhodope Crystal“ wurde 1984 gegründet und umfasst 581 Mineralienexemplare. Sie ist Mitglied der International Association of Mineralogical Museums. Das Museum für Bergbau und Erzgewinnung geht auf das 1958 gegründete Museum des sozialistischen Aufbaus zurück; in den 1980er-Jahren wurde es umbenannt. Heute präsentiert es die Bergbaugeschichte von der Vergangenheit bis in die Gegenwart anhand von Fotografien und Exponaten. Es gilt als einziges Museum seiner Art in Süd- und Ostbulgarien.

Spuren des Bergbaus in Höhle und Stollen

Das Spoluka-Vorkommen ist seit der Antike bekannt und liegt unmittelbar nordöstlich von Madan am rechten Hang des Flusses Madanska. Der unterirdische Museumskomplex ist etwa 140 Meter lang. Zu ihm gehören Grubenbaue, ein Bergbauhof, ein vertikaler Schacht und ein Lüftungsschornstein.

Das Höhlenmuseum Sharenka liegt 2,5 Kilometer südwestlich von Madan am linken Ufer einer tiefen Schlucht. Der natürliche Schlot der Höhle wurde in der Eisenzeit und in der Spätantike sowohl zum Wohnen als auch für den Erzabbau und die Verhüttung genutzt. Die Höhle ist über eine asphaltierte Straße erreichbar; als Wanderzugang gibt es außerdem einen etwa einen Kilometer langen Bergpfad. Prüfen Sie vor dem Besuch die Zufahrt und den Zustand des Pfads. In der Nähe des Höhleneingangs gibt es einen hölzernen Pavillon mit Brunnen; aus dem nahen Canyon ist ein Wasserfall zu hören.

Wanderrouten mit unterschiedlichen Zielen

An der Informationszone beginnen zwei unterschiedlich lange Touristenrouten. Die 5,8 Kilometer lange Route 1 verläuft durch Varba und führt weiter zur protobulgarischen Festung Kechikaya sowie zum 50 Meter hohen Felsheiligtum Rome Pope. Die 1,1 Kilometer lange Route 2 führt zum Höhlenmuseum Sharenka und zu einem nahegelegenen Wasserfall und Pavillon. So unterscheiden sich die Wege sowohl in der Streckenlänge als auch in ihren Zielen.

Die etwa 10,75 Kilometer lange Madan–Konska-Glava-Ökoroute endet am Felsmassiv Horse’s Head. Unterwegs bietet sie Ausblicke auf den Fluss Arda und Möglichkeiten, Tiere und Vögel zu beobachten. Prüfen Sie vor einer Tour den Zustand der jeweiligen Route.

Römische Brücken und alte Verbindungen

Im Gebiet der Gemeinde Madan gibt es mehr als zehn römische Brücken. Einige sind fast zerstört oder liegen abgelegen und an unzugänglichen Orten. Eine erhaltene Brücke unterhalb von Lovtsi überquert den Fluss Madanska. Sie ist doppelbogig und misst 40 Meter in der Länge, 3,4 Meter in der Breite und 8 Meter in der Höhe.

Eine weitere römische Brücke über den Fluss Batanska diente der alten Straße von Madan zum Berg Buchovitsa. Am Berg wurden archäologische Denkmäler aus der Zeit von der späten Eisenzeit bis zur Spätantike gefunden. Zusammen mit den Brückenmaßen bei Lovtsi zeigen diese Angaben unterschiedliche Aspekte der Verkehrs- und Baugeschichte.

Traditionen und kulturelles Leben

Zum immateriellen Kulturerbe der Gemeinde zählen bewahrte lokale Traditionen und Bräuche, Alltagskultur, Folklore, Feste und Kulturveranstaltungen. Amateurensembles nehmen an regionalen und nationalen Kulturaktivitäten teil. Damit umfasst Madans kulturelles Profil neben Bergbau und historischen Bauwerken auch gelebte Traditionen und gemeinschaftliche Kulturarbeit.

Weitere Reiseziele entdecken: Ravnishta, Borika, Borino, Rudozem, Chepelare, Dospat, Smolyan, Devin.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Oblast Smoljan.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.