Zum Inhalt

Zum Aufbau des Thrakergrabs von Kazanlak gehören ein schmaler Korridor und eine runde Grabkammer; Wandbilder zeigen thrakische Bestattungsrituale und Kultur. Das Grab stammt ungefähr vom Ende des 4. Jahrhunderts v. Chr. und gilt als einziges Monument seiner Art weltweit. Das Original wird vor Besuchereinwirkungen geschützt, indem der Besucherzugang auf eine nahegelegene Museumskopie gelenkt wird.

Im weiteren Tal der Rosen und der Thrakerkönige prägen Rosengärten zur Gewinnung von Rosenöl das Bild ebenso wie kulturelles, historisches und archäologisches Erbe der Thraker. Museen und Veranstaltungen in Kazanlak eröffnen verschiedene Zugänge zu dieser Verbindung.

Thrakische Geschichte im Museum

Das Historische Museum Iskra wurde 1901 gegründet und bewahrt mehr als 70.000 Originalexponate zur Region Kazanlak. Seine ständigen Abteilungen widmen sich der Archäologie, der Bulgarischen Wiedergeburt, der Neueren Geschichte, der Ethnografie und der Modernen Geschichte. Der thematische Rahmen reicht damit über die Antike hinaus und umfasst verschiedene Kapitel der Regionalgeschichte.

Zu den thrakischen Funden, die Iskra zeigt, zählen der goldene Kranz, Helm, Beinschienen und die Pferdeausrüstung des Seuthes III. Die Zusammenstellung reicht von Schmuck und Schutzteilen bis zur Pferdeausrüstung und gibt dem archäologischen Teil der Sammlung konkrete Beispiele.

Rosenöl, Ernte und Festkultur

Das Rosenmuseum in Kazanlak dokumentiert die bulgarische Produktion ölhaltiger Rosen mit Gegenständen, Fotografien und Dokumenten. Zur Ausstellung gehören die Rekonstruktion eines Rosenöllagers und ein 1907 gegründetes Labor, das die Reinheit von Rosenöl prüfte. Während das Lager die Produktionsgeschichte veranschaulicht, steht beim Labor die Qualitätsprüfung im Mittelpunkt. Im Museum werden außerdem Rosenöl, Rosenprodukte, Kosmetik, Rosenlikör und Souvenirs zur Rosenproduktion zum Kauf angeboten; das Sortiment kann wechseln.

Im weiteren Kazanlak-Gebiet laden saisonale Veranstaltungen zum Rosenpflücken ein; ob und wann sie stattfinden, hängt vom Jahresprogramm und den Blütebedingungen ab. Zu solchen Veranstaltungen gehören Kostproben von Rosenkonfitüre, Gyulovitsa und Rosenlikör sowie Präsentationen traditioneller Strickwaren, handgefertigter Souvenirs und bulgarischer Handwerkskunst. So verbinden diese Termine die saisonale Tätigkeit mit Kostproben und traditionellem Handwerk.

Das Rosenfest in Kazanlak begann 1903 und blickt auf mehr als 120 Jahre Tradition zurück. Sein Format verbindet traditionelle Bräuche und Folklore mit zeitgenössischer Kunst und moderner Technologie; die Ausgestaltung kann sich im Lauf der Jahre verändern. Einen anderen kulturellen Akzent setzen die Chudomir-Festtage: Sie finden jährlich vom 25. März bis zum 1. April statt und umfassen Theater, Musik, Literatur, bildende Kunst und Satire. Termine und Programme können sich ändern; wenn Sie Ihre Reise an einem dieser Ereignisse ausrichten möchten, prüfen Sie die aktuellen Angaben vorab.

Ein Gemälde als Museumsfokus

Das Ahinora Museum richtet den Blick auf ein einzelnes Gemälde und gilt als weltweit erstes Museum, das einem einzigen Bild gewidmet ist. Es umfasst zwei Ausstellungssäle: Einer ist dem Gemälde von Ivan Milev gewidmet, der andere temporären Ausstellungen. Die Aufteilung kann sich ändern. Im Vergleich zu Iskra, dessen Sammlung mit mehr als 70.000 Exponaten und fünf ständigen Abteilungen mehrere Themen und Zeitabschnitte der Region umfasst, konzentriert sich Ahinora auf ein einzelnes Werk neben wechselnden Ausstellungen.

Weitere Reiseziele entdecken: Koprinka, Gurkovo, Radnevo, Chirpan, Stara Zagora, Pavel Banya, Galabovo, Maglizh.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Oblast Stara Sagora.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.