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Die Römischen Thermen liegen im Südosten der heutigen Stadt Varna. Mit mehr als 7.000 Quadratmetern sind sie das größte bisher in Bulgarien entdeckte öffentliche antike Gebäude. Ihre Dimensionen geben dem Ort einen besonderen Rahmen: Im antiken Varna waren die Thermen ein Zentrum des öffentlichen Lebens. Wer sich für die Geschichte der Stadt interessiert, findet hier also nicht nur ein großes Bauwerk, sondern auch einen Ansatzpunkt, um über das Zusammenleben in der Antike nachzudenken.

Antike Funde und Varnaer Geschichte

Das Archäologische Museum von Varna wurde 1887 von den Brüdern Karel und Herman Shkorpil gegründet. Seine Originalfunde reichen vom Paläolithikum – mit Funden aus einer Zeit vor etwa 100.000 v. Chr. – bis ins Mittelalter, einschließlich des 7. und 8. Jahrhunderts. Damit stehen sehr unterschiedliche Zeiträume nebeneinander, von der frühen Menschheitsgeschichte bis zu späteren Jahrhunderten.

Besonders eng mit der Stadt verbunden ist die chalkolithische Nekropole von Varna. Ihr Schatz gilt als das älteste technologisch bearbeitete Gold der Welt. Die meisten Objekte der Nekropole stammen aus der Zeit von 4600 bis 4200 v. Chr. und befinden sich heute größtenteils im Archäologischen Museum. Für einen Museumsbesuch bedeutet das: Die Fundstücke lassen sich mit ihrem konkreten Fundort und einer klar benannten Epoche verbinden.

Küstenpark und Strand

Der Meeresgarten von Varna zieht sich entlang der Küste über mehr als 850 Dekar. Er eignet sich zum Spazierengehen, für Sport und zur Besichtigung. Im Park liegt auch das Festa-Dolphinarium, das als einzige Attraktion dieser Art in Bulgarien beschrieben wird. So treffen im Meeresgarten unterschiedliche Themen aufeinander, ohne dass der Park auf nur eine Art des Besuchs festgelegt ist.

Der Strand von Goldstrand ist mehr als 3,5 Kilometer lang. Zu den dort genannten Möglichkeiten gehören Strandsport, verschiedene Wassersportarten und weitere Attraktionen. Er ist mit den Stadtbuslinien 9, 109, 209b und 409 sowie zu Fuß oder mit dem Auto erreichbar. Genannt werden die Haltestellen „Travel“, „Madara“, „Aqva park“, „Republika“, „Direktsiyata“, „Zora“ und „Kukeri“. Wenn Sie mit dem Bus fahren möchten, prüfen Sie die Linien vor Ihrer Fahrt: Transportverbindungen können sich ändern.

Botanischer Garten und Besuche in Euxinograd

Der Universitäts-Botanische Garten – Ökopark Varna umfasst mehr als 300 Arten exotischer Bäume und Sträucher sowie mehr als 100 Arten krautiger Pflanzen. Im Garten bietet der Academic Jockey Club Reitunterricht mit einem Ausbilder, kostenloses Reiten für Fortgeschrittene und Touren mit Kutsche, Cabriolet oder bemaltem Wagen auf der Route des Ökoparks an. Die verschiedenen Angebote reichen damit von Pflanzenbeständen bis zu Aktivitäten rund ums Reiten.

Auch die Besucherroute in der Residenz Euxinograd verbindet mehrere Stationen: Sie umfasst die Gewächshäuser, das Palastgebäude, eine Sonnenuhr als Geschenk von Königin Victoria, die Kapelle „St. Demetrius“ und den Keller. Die Residenz ist mit den Stadtbuslinien 9, 31A, 109 und 409 bis zur Haltestelle „Evksinograd“ erreichbar. Für das Archäologische Museum werden die Linien 7, 12, 31, 31A, 148, 9, 14 und 409 sowie die Haltestellen „Muzeya“ und „Sevastopol“ genannt. Auch diese Verbindungen sollten Sie vor der Fahrt überprüfen.

Traditionen und Veranstaltungen

Varna veranstaltet jedes Jahr den Todorov Den. Zum Programm gehören traditionelle Rennen, Wettbewerbe mit Pferdegespannen und Eselskarren sowie Preise für die schönsten Pferde. Ein anderes Kapitel der Stadtgeschichte ist das Internationale Musikfestival „Varna Summer“: Es wurde 1926 in Varna gegründet und gilt als erstes Musikfestival Bulgariens. Die beiden Beispiele stehen für verschiedene Formen des kulturellen Lebens – eine wiederkehrende Tradition und eine historisch begründete Festivaltradition.

Das übergeordnete Reiseziel Oblast Warna

Auch das übergeordnete Reiseziel Oblast Warna bietet eigene Themen. Das Aquarium Varna vermittelt Wissen über Flora und Fauna des Schwarzen Meeres sowie über dessen hydrologische und hydrochemische Besonderheiten. Zur Festung Ovech gehören zwei historische Nutzungsperioden: vom 3. Jahrhundert bis in die ersten Jahrzehnte des 7. Jahrhunderts und erneut vom 10. oder 11. Jahrhundert bis zum Ende des 17. Jahrhunderts. Besucher können dort unter anderem die Bischofskirche, das Rittergefängnis, einen 79 Meter tiefen, als sprechend beschriebenen Brunnen, den Turm mit dem Teufelsweg und die Mönchslöcher sehen. Diese Orte sind dem übergeordneten Reiseziel zugeordnet und ergänzen, ohne die Stadtmerkmale Varna zu ersetzen, den Blick auf die Region.

Weitere Reiseziele entdecken: Varna, Sveti Konštantin I Elena, Goldstrand, Kamenar, Zvezditsa, Vetrino, Devnya, Avren.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Oblast Warna.

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