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Graue, rote und ockerfarbene Formen geben dem Valle de la Luna seinen mondähnlichen Charakter. Wasser und Wind haben die mineralische Landschaft in der Cordillera de la Sal geformt. Die Senke liegt am Rand des Salar de Atacama, umgeben von der Sierra de Orbate, und umfasst etwa 13.200 Hektar. Seit dem 7. Januar 1982 ist das Gebiet durch das Dekret D.S. 0037 als Naturheiligtum ausgewiesen; es gehört zur Reserva Nacional Los Flamencos.

Eine Landschaft aus Mineralformen und Hochlandnatur

Im Valle de la Luna lassen sich die durch Erosion entstandenen Formen und ihre unterschiedlichen Farbtöne besonders unmittelbar entdecken. Auch die größere Reserva Nacional Los Flamencos zeigt, wie vielfältig die Landschaften der Region sind: Sie schützt mehr als 73.000 Hektar hochandiner Ökosysteme, deren Flora und Fauna an extreme Trockenheit angepasst ist. In der Reserva leben die drei in Chile vorkommenden Flamingoarten sowie Vicuñas und Füchse.

Ein anderer Landschaftseindruck erwartet Sie am Salar de Tara. Das Ramsar-Gebiet liegt innerhalb der Reserva Nacional Los Flamencos und verbindet Lagunen, Flüsse und Feuchtgebiete mit welligem Gelände und Vulkanen. Auf der Fläche kommen einheimische Pflanzen und Tiere vor, darunter Flamingos, Vicuñas und Füchse. Das Gebiet ist als Ramsar-Stätte ausgewiesen; die Stätte umfasst 5.443 Hektar.

Die Lagunas Miscanti und Miñiques liegen auf mehr als 4.100 Metern Höhe. Ihr türkisfarbenes Wasser bildet einen deutlichen Kontrast zur trockenen Umgebung und den schneebedeckten Gipfeln. Beide Lagunen bieten Möglichkeiten zur Vogelbeobachtung; zu den genannten Arten zählen Flamingos und Kammblässhühner. So verbindet sich der Blick auf die Hochlandlandschaft mit dem Interesse an ihrer Vogelwelt.

Von Sandtälern bis zu archäologischen Spuren

Das Valle de la Muerte ist ein bergiges, sandiges Tal mit großen Dünen und schmalen Sandgraten. Trekking und Sandboarding sind dort mögliche Aktivitäten. Wer sich für die Formen des Geländes interessiert, trifft hier auf einen anderen Ausdruck der Cordillera de la Sal als im Valle de la Luna: Im einen Fall prägen mineralische Erosionsformen die Landschaft, im anderen Sand und Dünen.

Bei der Aldea de Tulor stehen archäologische Spuren im Mittelpunkt. Wege, nachgebildete Wohnhäuser und Lehmreste ermöglichen einen Einblick in die Überreste des Ortes. Das Erlebnis ist damit anders ausgerichtet als eine Landschaftsbetrachtung: Hier begegnen Besucherinnen und Besucher sowohl den sichtbaren Resten als auch rekonstruierten Wohnformen.

Thermalwasser und Hochlandökosysteme

Die Termas de Puritama liegen in einer Bergschlucht. Kontinuierlich fließendes Thermalwasser mit etwa 33 °C füllt acht natürliche Becken, die von einheimischer Vegetation umgeben und durch hölzerne Stege verbunden sind. Von San Pedro de Atacama führt die Ruta B-245 in Richtung Tatio dorthin: Die Strecke beträgt 30 Kilometer und dauert ungefähr 40 Minuten. Straßenbedingungen und Reservierungsmodalitäten können sich ändern; prüfen Sie die aktuellen Angaben, bevor Sie die Fahrt planen.

Auch die Géiseres del Tatio verbinden Landschaft und Naturbeobachtung. Das geothermische Feld liegt auf mehr als 4.300 Metern Höhe und gilt als das drittgrößte der Welt. Das hoch gelegene Ökosystem ist Lebensraum für wilde Vicuñas, Vögel und endemische Vegetation. Damit stehen am Tatio nicht allein die geothermischen Erscheinungen im Blick, sondern auch die Pflanzen- und Tierwelt, die in dieser Höhenlage vorkommt.

Orientierung für die Reise

Das Valle de la Luna liegt 15 Kilometer von San Pedro de Atacama entfernt an der Ruta 23. Sie können es mit dem Privatfahrzeug, dem Fahrrad oder im Rahmen einer geführten Tour erreichen. Für die Strecke von Calama nach San Pedro de Atacama sind 100 Kilometer über die Ruta 23 angegeben; die Fahrt dauert etwa eine Stunde und 30 Minuten und ist mit Bus, Transfer oder Privatfahrzeug möglich. San Pedro de Atacama gilt als Tor zur trockensten Wüste der Welt, der Atacama-Wüste. Zusammen geben diese Angaben eine praktische Orientierung, während die Orte selbst jeweils andere Interessen ansprechen: Erosionslandschaften, Hochlandlagunen, Thermalbecken, Tierbeobachtung oder archäologische Spuren.

Weitere Reiseziele entdecken: San Pedro De Atacama, Calama, Tocopilla Province, Antofagasta Province.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Antofagasta.

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