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Die Reserva Nacional Las Chinchillas umfasst 4.229 Hektar und liegt in der Gemeinde Illapel in Choapa Province. Sie wurde am 30. November 1983 gegründet. Ein kürzeres Naturerlebnis bietet der Sendero Rumpiato: Der Weg ist 720 Meter lang, leicht zu begehen und dauert insgesamt etwa 45 Minuten. So stehen die große Fläche des Schutzgebiets und die überschaubare Strecke dieses einzelnen Weges als zwei unterschiedliche Maßstäbe nebeneinander.

Vogelwelt und Küstenlandschaften

Im Humedal Urbano Pichidangui treffen Sie auf ein Küstenökosystem mit ansässigen und nicht ansässigen Vögeln; Wanderwege führen durch das Gebiet. Zu den dort beobachtbaren Arten zählen Reiher, Blässhühner, Coscoroba-Schwäne, Kormorane und Scherenschnäbel. Die Vielfalt macht das Feuchtgebiet zu einem eigenen Ziel für alle, die Landschaft zu Fuß erkunden und dabei Vögel beobachten möchten.

Eine andere Perspektive auf die Tierwelt bietet die Isla de Lobos: Auf der Insel lebt eine Kolonie von etwa 1.500 Südamerikanischen Seelöwen (Otaria flavescens). Die Annäherung an den Küstenbereich gegenüber der Insel beginnt an der Quebrada de Quereo. Der Weg führt zunächst über Erde und wird zur Küste hin sandig; er eignet sich für Trekking und Radtourismus. Diese beiden Möglichkeiten teilen sich den beschriebenen Weg, aber nicht dieselbe Fortbewegungsart.

Felskunst und Baugeschichte

Rund um Salamanca prägen zahlreiche Petroglyphen den Blick auf die ältere Kulturgeschichte der Gegend. Sie werden mit einer vermuteten Grenze zwischen den Kulturen des Norte Chico und den Kulturen des Aconcagua-Tals sowie Zentralchiles in Verbindung gebracht. Die Felszeichnungen von Culimo wiederum werden den Diaguita oder Diaguita-Inka zugeordnet, die das Valle de Quilimarí und seine Umgebung bewohnten. Als Aktivitäten sind dort Trekking, Radtourismus und das Fotografieren des Kulturerbes genannt. In Salamanca führt die Ruta de Arte Rupestre als eintägige Route zur Besichtigung von Petroglyphen.

Auch Architektur und Ingenieursgeschichte gehören zum Bild der Provinz. Die kleine Iglesia Santa Teresa in Pichidangui, in der Gemeinde Los Vilos, wird für ihre Architektur und ihre Lage neben den Küstenfelsformationen geschätzt. Nahe Huentelauquén steht das alte Viadukt Amolanas: Es ist 106 Meter hoch und hat drei Bögen. Es gilt als das höchste Viadukt Chiles und als eines der höchsten Südamerikas; zugleich wird es als ingenieurtechnisches Wahrzeichen der 1950er-Jahre beschrieben. Im Tal von Illapel sind große Gutshäuser der Hacienda weiterhin sehr gut erhalten.

Wer den Blick lieber zum Himmel richtet, findet im Tal von Illapel einen fast ganzjährig klaren Himmel, der sich zur Beobachtung des Kosmos eignet. Damit stehen in derselben Provinz Felsbilder, historische Bauwerke und ein weiter Blick nach oben als ganz verschiedene Anlässe zum Entdecken nebeneinander.

Wandern und Radfahren im Vergleich

Die Tacitas de Quelén sind ein Wasserfall im Estero Quelén, der drei Becken bildet. Beim Salto Los González entsteht der Wasserfall am Río González durch einen Zufluss; zu ihm führt eine Trekkingroute mittlerer Schwierigkeit. Fürs Radfahren gibt es die Ruta en Bicicleta – Valle de Chalinga. Sie ist ein Rundkurs mittleren Schwierigkeitsgrads mit sanften Anstiegen sowie asphaltierten und unbefestigten Abschnitten. Die Routenbedingungen können sich ändern; prüfen Sie sie vor Ihrer Tour.

Die Angaben erlauben einen konkreten Vergleich der Anstrengung: Der Rumpiato ist als leicht eingestuft und dauert etwa 45 Minuten, während der Rundkurs im Valle de Chalinga als mittelschwer gilt. Für Letzteren sind zudem Untergrund und sanfte Anstiege benannt. So können Sie zwischen einem kurzen Spaziergang, einer Trekkingroute mittlerer Schwierigkeit und einer Radstrecke wählen, ohne diese Aktivitäten gleichzusetzen.

Lokale Aromen, Traditionen und Entdeckungen

In Coirón bietet Viña Arnaud Faupin vom Erzeuger geführte Weinverkostungen an. Viña Mallacún in Quelén Alto produziert lokalen Pisco und veranstaltet geführte Verkostungen. Die Schwerpunkte unterscheiden sich also: hier Wein mit direkter Führung durch den Erzeuger, dort Pisco aus lokaler Produktion. Prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Verkostungsarrangements.

An der Caleta de Pescadores de Pichidangui gibt es frische Meeresfrüchte und hausgemachte Meeresfrüchte-Empanadas, die von örtlichen Betrieben und Ständen angeboten werden. Das Angebot kann je nach Jahreszeit und Anbieter variieren. Von der Caleta starten außerdem Bootsausflüge zu einer nahe gelegenen Insel; ob sie angeboten werden, hängt von Jahreszeit und Betreiber ab. Fragen Sie vorab beim Anbieter nach den aktuellen Möglichkeiten.

In der Gemeinde Los Vilos gibt es drei selbstgeführte Routen mit den Schwerpunkten Natur, Kulturerbe und Wellness. Eine davon ist die Ruta del Cuarzo im Valle de Quilimarí: Sie verbindet komplementäre Therapien und Workshops mit handgefertigtem Kunsthandwerk aus lokalen Steinen. Die drei Routenthemen eröffnen unterschiedliche Zugänge zur Gemeinde, während diese einzelne Route besonders Wellness und lokales Handwerk zusammenbringt.

Religiöse Traditionen geben weiteren Orten einen besonderen kulturellen Bezug. Die Fiesta del Señor de la Tierra gilt als das bedeutendste religiöse Fest der Provinz Choapa und empfängt etwa 3.000 Pilger. In Arboleda Grande im Valle de Chalinga, acht Kilometer östlich von Salamanca, findet eine Feier zu Ehren des heiligen San Juan statt. Dabei wird dessen Bild in einer Prozession zum Ufer des Río Chalinga getragen.

Weitere Reiseziele entdecken: Los Vilos, Provincia Limarí, Provincia Elqui.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Región De Coquimbo.

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