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Die Provinz Cachapoal verbindet Andenvorgebirge, Kupfergeschichte und traditionsreiches Handwerk. In der Reserva Nacional Río de Los Cipreses treffen unterschiedliche Vegetationsformationen aufeinander; andernorts erzählen Sewell, archäologische Mauern und lokale Materialien von weiteren Seiten der Provinz. Welche Entdeckungen Sie in den Mittelpunkt stellen, hängt davon ab, ob Sie eher Landschaft, Wege, Geschichte oder handwerkliche Traditionen erkunden möchten.

Andenlandschaft und kurze Wege

Die Reserva Nacional Río de Los Cipreses in Machalí umfasst Vegetationsformationen der Anden-Vorgebirgssteppe sowie des sklerophyllen Waldes und Buschlands. Außerdem gibt es Bestände der Andenzypresse. Auch die Tierwelt gehört zum Charakter des Schutzgebiets: Dort kommen unter anderem Guanako, Puma, Culpeo-Fuchs, Tricahue-Papagei und Kondor vor. Pflanzenformationen und Tierarten geben der Reserva einen eigenständigen Naturbezug, der sich von den kulturellen Entdeckungen in der Provinz unterscheidet.

Für eine kurze Wanderung ist der Sendero Las Arpas eine klar bemessene Option: Der leichte Weg ist einen Kilometer lang und hat eine Gesamtdauer von 30 Minuten. Die Länge, Dauer und Einstufung machen ihn gut von den deutlich längeren Abschnitten des Sendero de Chile unterscheidbar, für die andere Wegbedingungen gelten können.

Routen und saisonale Optionen

Eine Tourismusbeschreibung von 2012 nennt für den Abschnitt Cerrito San Juan des Sendero de Chile eine Länge von 14 Kilometern und verortet ihn im Vorgebirge der Gemeinde Machalí. Der elf Kilometer lange Abschnitt Hacienda Sauzal verläuft teilweise auf der ehemaligen Eisenbahnstrecke Rancagua–Sewell. Damit unterscheiden sich die beiden Abschnitte nicht nur in der Länge, sondern auch in ihrer beschriebenen Linienführung. Wenn Sie einen dieser Wege einplanen, prüfen Sie vorab die aktuellen Wegbedingungen.

Für das Acueducto de Cal y Canto in Machalí nennt eine Tourismusbeschreibung aus dem Jahr 2012 den Zugang zu Pferd oder über eine Trekkingroute. Auch hier empfiehlt es sich, vor dem Besuch die aktuellen Wegbedingungen zu prüfen. Ein Inventar von 2012 beziffert das Skigebiet des Centro de Ski Chapa Verde in Machalí auf 1.200 Hektar. Wenn Sie einen Skiausflug erwägen, prüfen Sie vorab die saisonalen Betriebsinformationen.

Kupfergeschichte und historische Orte

Sewell liegt in der Gemeinde Machalí auf mehr als 2.200 Metern Höhe an den kahlen Hängen der chilenischen Anden, oberhalb der Untertagekupfermine El Teniente. Die ehemalige Bergbausiedlung blickt auf mehr als 100 Jahre Geschichte zurück und ist seit 2006 UNESCO-Welterbestätte. Höhe, Lage und Verbindung zur Mine machen Sewell zu einem prägnanten historischen Thema der Provinz, ohne dass sich seine Geschichte auf eine einzelne Sehenswürdigkeit reduzieren lässt.

Ein Tourismusinventar von 2012 beschreibt das Museo de la Gran Minería del Cobre in Sewell mit einer Sammlung zur Kupferproduktion in El Teniente: Dazu gehören Dokumente, Karten, geologisches Material, Erzeugnisse, Fotografien und Instrumente. Das Pukara del Cerro de la Compañía in Codegua eröffnet einen anderen historischen Blick. Indigene Bevölkerungen errichteten dort Verteidigungsmauern auf verschiedenen Höhen des Hügels. Die Staffelung der Mauern nach Höhenlagen ist ein konkretes Merkmal dieser Anlage.

Auch die Termas de Cauquenes in Machalí gehören zur historischen Einordnung der Provinz: Eine Tourismusbeschreibung von 2012 zählt sie zu den ältesten Thermalzentren Chiles. Das ist ein anderer Zugang zur Ortsgeschichte als die Bergbaugeschichte von Sewell oder die archäologische Anlage des Pukara.

Handwerk aus Kupfer, Pflanzenfasern und Stein

Eine Tourismusbeschreibung von 2012 schildert Kunsthandwerker in Machalí, die Kupfergegenstände und Schmuck herstellten, in Ausstellungswerkstätten präsentierten und dort ihr handwerkliches Können vorführten. Das Kunsthandwerk aus Pichidegua arbeitet dagegen mit Maisblättern: Im Sommer gesammelte Blätter werden für Körbe, Tischsets, Blumen, Dekorationsgegenstände und Figuren verwendet. Die beiden Beispiele zeigen, wie unterschiedlich die Materialien und Erzeugnisse innerhalb der Provinz sind.

In Pelequén verarbeiten Steinmetze den traditionellen rosafarbenen Rigolemu-Stein zu Verkleidungen, Fliesen und Pflastersteinen sowie zu dekorativen und häuslichen Gegenständen. Zusammen mit den Kupferarbeiten aus Machalí und den Maisblattarbeiten aus Pichidegua ergibt sich ein anschaulicher Vergleich zwischen Metall, Pflanzenmaterial und Stein. Wer sich für Handwerk interessiert, findet so mehrere unterschiedliche Formen lokaler Gestaltung statt einer einzigen einheitlichen Tradition.

Weitere Reiseziele entdecken: Rancagua, Las Cabras, Machalí, Mostazal, Malloa, Peumo, Rengo, San Vicente, Pichidegua, Requinoa.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Región Del Libertador General Bernardo O'higgins.

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