Langenenslingen bietet drei klar unterscheidbare historische Schwerpunkte: eine archäologisch der Keltenzeit zugeordnete Anlage, Ernst Jüngers Wohn- und Arbeitsräume sowie Kirchenkunst. Bei der Planung können Sie nach Interesse wählen: Geht es Ihnen eher um archäologische Spuren, um eine Schriftstellerbiografie oder um Bau- und Bildkunst?
Alte Burg: Keltenzeit und Zugang
Die Alte Burg oberhalb von Warmtal umfasst etwa zwei Hektar. Von Menschen angelegte Terrassen und große Mauern prägen die Anlage; Archäologen des Landesamts für Denkmalpflege ordnen sie eindeutig der Zeit der Kelten zu. So verbinden sich die ungefähre Größe, die baulichen Merkmale und die historische Zuordnung zu einem archäologischen Schwerpunkt.
Vom Wanderparkplatz erreichen Sie die Alte Burg über einen ausgeschilderten Fußweg. Das Fahren im Wald ist strengstens verboten. Planen Sie den Zugang daher zu Fuß und beachten Sie die örtliche Beschilderung, um die aktuellen Bedingungen vor dem Besuch zu berücksichtigen.
Ernst Jünger und das Jünger-Haus
Das Stauffenbergsche Forsthaus ist ein Barockbau aus dem Jahr 1728. Ernst Jünger (1895–1998) bewohnte es ab 1951 bis zu seinem Tod. Im Jünger-Haus sind die im ursprünglichen Zustand belassenen Wohn- und Arbeitsräume einschließlich seiner Bibliothek und Käfersammlung sowie der zum Haus gehörende Garten zu besichtigen. Ein weiterer Raum ist seinem Bruder Friedrich Georg Jünger (1898–1977) gewidmet.
Bauzeit und Wohnphase markieren dabei unterschiedliche historische Ebenen: Das Forsthaus stammt aus dem 18. Jahrhundert, Jüngers Wohnzeit begann mehr als zwei Jahrhunderte später. Für die Besuchsplanung sollten Sie die aktuellen Besuchszeiten prüfen.
Kirchenkunst in Langenenslingen und Dürrenwaldstetten
Die heutige Pfarrkirche St. Konrad liegt an der Hauptstraße beim Schloss in Langenenslingen und wurde im Stil des Jahres 1890 erbaut. In der Kirche St. Jakobus in Dürrenwaldstetten erzählen drei große Deckengemälde von Januarius Zick die Weihnachtsgeschichte. So bietet die Auswahl unterschiedliche Anknüpfungspunkte: den Stilbezug eines Kirchenbaus oder ein Bildprogramm mit einem klar benannten Erzählthema.
Im übergeordneten Reiseziel Biberach
Auch im übergeordneten Reiseziel Biberach finden sich eigenständige Themen. Das Oberschwäbische Museumsdorf Kürnbach vermittelt sechs Jahrhunderte Geschichte; mehr als 30 historische Gebäude geben Einblicke in den Alltag vergangener Zeiten. Das Museum zur Geschichte von Christen und Juden in Laupheim behandelt drei Jahrhunderte gemeinsamen Lebens christlicher und jüdischer Einwohner.
Für Kirchen- und Baugeschichte steht dort auch die Wallfahrtskirche Steinhausen: Sie wurde von 1728 bis 1731 von Dominikus Zimmermann und seinem Bruder Johann Baptist Zimmermann erbaut und liegt am Jakobsweg. Dieser führt von Nürnberg über Nördlingen, Ulm und Biberach weiter nach Bad Waldsee, Weingarten, Einsiedeln und Le Puy bis nach Santiago in Spanien. Als anderer Schwerpunkt liegt der Wackelwald in unmittelbarer Nähe des Kurparks am Ortsrand von Bad Buchau und ist offen zugänglich. Im Kloster Schussenried gilt der prunkvolle Bibliothekssaal im barocken Konventbau als einer der schönsten Bibliothekssäle Süddeutschlands. Das Planetarium bietet im vierteljährlichen Wechsel Multimedia-Sternenshows zu Astronomie und Raumfahrt.
Weitere Reiseziele entdecken: Wilflingen, Eberhardzell, Bad Schussenried, Achstetten, Königshofen, Warthausen, Altheim, Ochsenhausen
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