In Sindelfingen treffen mittelalterliche Baugeschichte, Weberei und Gegenwartskunst aufeinander. Historische Orte und Rundgänge machen die Stadtgeschichte auf unterschiedliche Weise zugänglich; dazu kommen Einblicke in die Fahrzeugproduktion und Angebote für eine genussvolle oder aktive Pause. So lässt sich der Aufenthalt nach eigenen Interessen gestalten, ohne sich auf ein einziges Thema festzulegen.
Altstadt, Kirche und thematische Rundgänge
Mitten in der historischen Altstadt befindet sich das Stadtmuseum Sindelfingen im Alten Rathaus von 1470 und im angrenzenden Salzhaus von 1592. Auch die Martinskirche ist ein prägender Anlaufpunkt der Stadtgeschichte: Sie wurde zwischen 1066 und 1132 erbaut und zählt zu den bedeutendsten romanischen Kirchen im deutschen Südwesten. Die beiden Bauzeiten des Museumsensembles und die lange Baugeschichte der Kirche geben dem historischen Schwerpunkt Sindelfingens verschiedene Anknüpfungspunkte.
Für die Erkundung der Altstadt stehen mehrere thematische Angebote zur Wahl. Der Altstadtrundgang umfasst 14 Stationen und verbindet Stadtgeschichte, Tradition und Moderne. Der Mercedes-Benz Rundgang führt ebenfalls durch die Altstadt, setzt aber neun Stationen und ergänzt die Stadtgeschichte an ausgewählten Punkten um digitale Augmented-Reality-Elemente. Der Entdeckerpfad vermittelt Stadtgeschichte und Architektur per Smartphone digital; er ist kostenfrei und für alle nutzbar. Die unterschiedlichen Formate reichen damit vom Rundgang mit festgelegten Stationen bis zur digitalen Vermittlung auf dem Smartphone.
Webereigeschichte, Kunst und Technik
Das Webereimuseum in der ehemaligen Sindelfinger Webschule zeichnet die Entwicklung vom Handwebstuhl zur maschinellen Produktion und deren Auswirkungen auf Sindelfingen nach. Ein Jacquard-Webstuhl wird dort wegen seines Lochkartenmechanismus als wichtiger Meilenstein in der Entwicklung der Computertechnologie präsentiert. So steht nicht nur die Veränderung der Weberei im Mittelpunkt, sondern auch die technische Bedeutung eines konkreten Mechanismus.
Das SCHAUWERK Sindelfingen präsentiert eine Sammlung von Peter Schaufler († 2015) und Christiane Schaufler-Münch mit mehr als 3.500 Werken. Führungen und kreative Workshops in den Studios ergänzen das Angebot; die Verfügbarkeit einzelner Termine kann variieren. Auch Kunst im öffentlichen Raum gehört zum Stadtbild: In Sindelfingen gibt es mehr als 100 Skulpturen und Installationen, darunter Werke von Mary Vieira, Ulrich Rückriem, Lawrence Weiner und Horst Antes. Damit begegnet Ihnen Kunst nicht nur in einer Sammlung, sondern auch im öffentlichen Raum.
Werkbesichtigung, Genuss und eine saisonale Pause
Das Mercedes-Benz Kundencenter in Sindelfingen bietet geführte Werkbesichtigungen mit Einblicken in die Fahrzeugproduktion und den Einsatz moderner Technik. Wenn Sie eine solche Führung einplanen möchten, prüfen Sie die aktuellen Termine und Buchungsbedingungen vorab. Eine Genusstour durch die Sindelfinger Altstadt wird im Rahmen des Erlebniswochenendes „Aktiv Genuss erleben“ der Region Stuttgart und an weiteren Terminen angeboten. Die Daten können variieren, daher lohnt sich auch hier ein Blick auf die Termine für den gewünschten Reisezeitraum.
Für eine Pause im Freien liegt am nördlichen Ende des Sommerhofenparks eine Kneippanlage mit einem Tret- und einem Armbadebecken. Beide Becken werden mit frischem Quellwasser versorgt; genutzt werden kann die Anlage von März bis Oktober. Die Saison ist damit ein konkreter Faktor, wenn Sie diesen Programmpunkt in Ihre Planung aufnehmen möchten.
Ein Aussichtspunkt im näheren Umfeld
Im näheren Umfeld von Sindelfingen liegt der auf 553 Metern gelegene Aussichtspunkt Dachskopf, von dem sich ein Blick über Sindelfingen bietet. Ein rund 800 Meter langer Erlebnisweg informiert mit Tafeln über die Geschichte der ehemaligen Deponie Dachsklinge. Aussichtspunkt und Weg setzen unterschiedliche Akzente: Der eine richtet den Blick über die Stadt, der andere vermittelt vor Ort die Geschichte des früheren Geländes.
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