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Der Schlossberg mit der Burgruine der Herren von Staufen kennzeichnet die Stadt schon aus der Ferne. In Staufen können Sie historische Stadtgestalt, mehrere Museen und eine markante Weinlage kennenlernen. Die Themen reichen von der planmäßigen Anlage des Ortes über Handwerk und Keramik bis zur Tango-Geschichte.

Stadtbild, Schlossberg und Weinlage

Die historische Stadtanlage umfasst den Marktplatz, die Marktstraße beziehungsweise die heutige Hauptstraße, Reihenhausbebauung, Bächle und Brunnen. Als Gesamtensemble steht sie unter Denkmalschutz. Wer durch das Stadtbild geht, begegnet damit nicht nur einzelnen geschützten Gebäuden, sondern einem als schützenswert eingestuften Zusammenhang aus Straßen, Plätzen und baulichen Elementen.

Der Schlossberg verbindet die Stadtansicht mit einem konkreten Aussichtspunkt: Von der Burg bietet sich ein Blick auf die gesamte Stadtanlage. Der Schlossberg ist zugleich eine herausragende Weinlage. Aussicht und Weinbau stehen hier also am selben benannten Ort im Mittelpunkt.

Auch die gusseiserne Brücke über den Neumagen beim Café Decker erzählt von der Ortsgeschichte. Sie wurde 1845 für eine Eisenbahnüberführung bei Kenzingen gefertigt und 1871 als Straßenbrücke nach Staufen umgesetzt. Ihre Fahrbahn ist zwischen den seitlichen Trägern eingehängt; diese Konstruktion macht die Brücke besonders. Sie zählt zu den wenigen erhaltenen gusseisernen Brücken in Deutschland.

Museen zwischen Stadtgeschichte, Keramik und Tango

Das Stadtmuseum im Rathaus präsentiert die Geschichte Staufens anhand historischer Objekte. Zu seinen Ausstellungsschwerpunkten gehören die Burg Staufen, der legendäre Schwarzkünstler Johannes Faust, die Geschichte der Handwerke und das aktuelle Kulturleben in Staufen. Damit spannt das Museum einen Bogen von der Burg- und Stadtgeschichte bis zu Handwerk und Gegenwart.

Das Keramikmuseum befindet sich in einem ehemaligen Hafnerhaus. Es ist das einzige noch erhaltene Zeugnis der seit dem Mittelalter lebendigen Töpfertradition der Stadt. In dem Gebäude ist die Werkstatt der Hafnerfamilie Maier-Bregger vollständig erhalten: dazu gehören Tongrube, Drehscheibe, Trockengestell und Holzfeueröfen. Seit 1991 ist das Haus ein Keramikmuseum mit überregionaler Ausstrahlung. Das Badische Landesmuseum Karlsruhe zeigt dort jährlich eine Sonderausstellung mit Keramik aus allen Zeitepochen.

Ein anderes Sammlungsthema bietet das 2014 im Kapuzinerhof Staufen eröffnete Tango & Bandoneonmuseum. Es zeigt die weltweit einzigartige Sammlung Steinhart mit 450 Bandoneons sowie umfangreiche Dokumente zur Geschichte des Tangos. Das Angebot des Trägervereins geht über die Ausstellung hinaus: Er bietet Kurse zum Erlernen des Tango Argentino sowie Konzerte und Filmvorführungen an.

Kletterwald und Anreise

Wer nach den Museen ein Outdoor-Angebot einplanen möchte, findet den Kletterwald Staufen im Staufener Stadtwald. Er umfasst neun Parcours. Mit der Münstertalbahn und anschließend über einen kurzen, steilen Fußmarsch von knapp zehn Minuten ist der Kletterwald erreichbar. Prüfen Sie vor der Anfahrt die aktuellen Verbindungen. Auch die Bahnstrecke in Staufen wird von der Südwestdeutschen Eisenbahngesellschaft (SWEG) betrieben; für Ihre Planung lohnt sich ein Blick auf den aktuellen Fahrplan.

„Wein und Musik“

Das dreitägige Straßenfest „Wein und Musik“ bringt Staufener Winzer und Gastronomen mit Wein, ausgewählten Leckerbissen und Live-Musik zusammen. Von Freitagabend bis Sonntag gibt es Musik auf Bühnen am Marktplatz, am Kronenplatz und am Weinbrunnen. Wenn Sie Ihre Reise auf das Fest ausrichten möchten, prüfen Sie die Veranstaltungstermine vorab.

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